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Bild zur Petition mit dem Thema: Ein eigenständiges Wissenschaftsministerium für Österreich Ein eigenständiges Wissenschaftsministerium für Österreich
  • Von: Julian Wenninger
  • An: Öster. Koalitionspartner
  • Region: Österreich
    Kategorie: Wissenschaft mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
    Sprache: Deutsch
  • Sammlung beendet
  • 25.166 Unterstützende
    Sammelziel erreicht

Ein eigenständiges Wissenschaftsministerium für Österreich

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Die Nationralratswahl 2013 in Österreich ergibt eine Neuauflage der großen Koalition zwischen der SPÖ und ÖVP (27% bzw. 24% Stimmanteil). In deren Regierungsprogramm [1] sind einige visionslose Kleinigkeiten niedergeschrieben, während große Änderungen ausbleiben.

Eine große Änderung gibt es allerdings: Das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF) soll aufgelöst und die Agenden von Universitäten, Wissenschaft und Forschung in Österreich vom Wirtschaftsminister wahrgenommen werden.

Allerdings ist klar: Die Auflösung des BMWF ist aus vielen Gründen unvernünftig und nachteilig für die österreichische forschungs- und universitäre Landschaft.

Wir treten dafür ein, dass das Wissenschaftsministerium erhalten bleibt und weiterhin alle bisherigen Aufgaben und Verantwortungen übernimmt. Hierfür brauchen wir ausreichend Momentum und Unterstützung - denn Bildung, Forschung und Wissenschaft betreffen uns alle.

Quelle: [1] Regierungsprogramm der SPÖVP 2013-2018. Online von: images.derstandard.at/2013/12/12/regierungsprogramm%202013%20-%202018.pdf

Begründung:

Es gibt zahlreiche Gründe, die für ein eigenes Ministerium für Wissenschaft und Forschung sprechen, hier seien nur kurz einige genannt:

  1. Unabhängigkeit von Wissenschaft und Forschung: es ist zu erwarten, dass die Bündelung von Wirtschaft und Wissenschaft in einem Ministerium zu einer wechselseitigen Beeinflussung führt, welche die Freiheit und Unabhängigkeit der Wissenschaft und Forschung gefährden kann.
  2. Stellenwert: Bildung und Wissenschaft sind große und wichtige Bereiche, die das Leben aller Österreicher und Österreicherinnen betreffen und beeinflussen - sie sind zu wichtig, als sie im Wirtschaftsministerium als ungebliebte Kinder zu verstecken.
  3. Personale Kompetenz: während der letzte Wissenschaftsminister Universitätsprofessor ist und Rektor der Universität Innsbruck war, hat der nun vorhergesehene Minister zwar ein Studium abgeschlossen - vor über 33 Jahren - ist aber seither nicht durch große Kompetenz in universitären und wissenschaftlichen Fragen aufgefallen.
  4. Umfang: Wissenschaft, Forschung und universitäre Bildung sind zu große und unterschiedliche Bereiche - es gibt insgesamt rund 1961 Studienrichtungen in Österreich - die in einem Wirtschaftsressort nicht qualitätvoll bearbeitet werden können.
  5. Internationalisierung: Wissenschaft, Forschung und Entwicklung nicht in einem Ministerium zu bündeln läuft dem weltweiten Trend der Forcierung der Bereiche entgegen. Österreich betritt damit die Vergangenheit: Wissenschaftsministerien gab es mit Hertha Firnberg ab Bruno Kreiskys erster Regierung. Das war 1970.

DAHER - Unterstütze diese Petition & Hilf, das eigenständige Wissenschaftsministerium Österreichs zu erhalten!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Graz, Österreich, 13.12.2013 (aktiv bis 19.12.2013)


Neuigkeiten

Liebe LeserInnen! Die erste Etappe ist geschafft, das Ziel aber noch nicht erreicht. Über 10.000 Menschen aus Österreich und der ganzen Welt unterstützen inzwischen unsere Forderung nach einem eigenständigen Wissenschaftsministerium! Zusätzlich haben ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Der Wirtschaftsminister kann unmöglich die Belange der Wissenschaft vertreten: Interessenskonflikt! Anwendungsforschung braucht keine politische Vertretung, man kann sie getrost der Wirtschaft überlassen. Da es sich um deren ureigenstes Interesse handelt, ...

PRO: Die Freiheit von Wissen und Forschung ist ein essentielles Prinzip einer modernen Demokratie. Auch wenn die Initiatoren das Eingliedern dieses wichtigen Ressorts ins Wirtschaftsministerium mit der Stärkung des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes ...

CONTRA: Warum nicht die Wissenschaft mit der Bildung und der Kunst unter ein Dach vereinen? Im Sinne der vielbeschworenen "Wissensgesellschaft" wäre das eine elegantere Lösung als die Wissenschaft isoliert zu betrachten.

CONTRA: Die Universitäten sind autonom und damit (theoretisch) unabhängig vom Ministerium (zum Beispiel die Studienpläne der genannten 1961 Studienrichtungen). Auch die Wissenschaftsförderung läuft mit FWF und FFG über eigenständige Gesellschaften. Abgesehen ...

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Petitionsverlauf