Insekten sind Pflanzenbestäuber, Schädlingsbekämpfer, tragen zur Bodenfruchtbarkeit bei und sind Futter für andere Tiere. Immer weniger intakte Böden und naturbelassene Flächen führen dazu, dass Insekten zurückgedrängt, die Vielfalt immer stärker verringert wird und gefährden so unser Ökosystem und unsere Lebensgrundlagen. Stoppen wir das Sterben von Biene, Vogel, Schmetterling & Co!

Die Unterzeichner/innen dieser Petition fordern von Landesregierung, Bundesregierung und EU-Kommission die Umsetzung eines umfassenden Maßnahmenprogrammes für Artenvielfalt und Insektenschutz. Schwerpunkte sollen dabei eine schrittweise Verringerung des Pestizideinsatzes und ein Verbot von Bienengiften sein.

Darüber hinaus fordern wir europaweite Extensivierung der Landwirtschaft, massive Verringerung der Flächenversiegelung, massive Verringerung der Lichtverschmutzung und Förderung von Wildbestäubern sowie ein Vorbildprogramm von Land und Gemeinden beim Insektenschutz und Bewusstseinsbildungskampagnen in Schulen und der breiten Öffentlichkeit.

Reason

  1. Schrittweise Verringerung des Pestizideinsatzes Durch veränderte Zulassungsverfahren und einem Verbot von Bienengiften.

  2. Europaweite Extensivierung der Landwirtschaft Durch stärkere Kopplung der EU-Agrarsubventionen an ökologische Leistungen, durch verstärkte Förderung von Brachflächen sowie Biologischer Landwirtschaft, durch Abstimmung von Pflegemaßnahmen auf die Lebensraumansprüche von Zielarten – wie zum Beispiel ausgewählte Wildbienen- und Schmetterlingsarten – durch Förderung extensiver, insektenverträglicher Wirtschaftsweisen, durch eine geförderte Wiedererrichtung von Ökoinseln und die verstärkte Schaffung von Biotopverbünden.

  3. Sorgsamer Umgang mit den Flächenreserven Verminderung des Flächenverbrauchs auf maximal 2,5 ha/Tag in Österreich durch Verankerung landwirtschaftlicher Vorrangflächen, Vorschreibung von Ausgleichsflächen bzw. -maßnahmen, Nutzung von Industrie- und Gewerbebrachen für Betriebsansiedelungen bzw. für Dachbegrünung und Stellflächenrückbau, Errichtung einer bundesweiten Leerstandsdatenbank. Die Verlagerung der Flächenwidmungskompetenz auf eine übergeordnete Ebene und die Einhebung und faire Rückverteilung der Kommunalsteuer durch das Land soll geprüft werden.

  4. Erhöhung der Artenvielfalt des Grünlands Die Bewirtschaftung muss insektenfreundlicher werden, z.B. durch Belassen unbewirtschafteter Restflächen (Ziel 10 %), keine Förderung von Intensivwiesen, Verminderung des Stickstoffeintrags.

  5. Verstärkte Bildung über Artenvielfalt Sowohl an allen Schulen als auch für Landwirt/innen muss die Ausbildung über Funktion und Bedeutung der Artenvielfalt und Handlungsmöglichkeiten intensiviert werden, starke Öffentlichkeitsarbeit von Land und Bund über Artenvielfalt, Bodenschutz und die Macht des bewussten Konsums.

  6. Mehr Natur im öffentlichen Raum Öffentliche Grünflächen sollen insektenfreundlicher gestaltet und gepflegt werden: Mehr heimische Blühpflanzen in der Stadt. Massiver Ausbau der bienenfreundlichen Gemeinden, Vorbildprogramm auf Landesflächen.

  7. Verbesserung des Pflegemanagements für Straßen- und Wegböschungen Räumlich und zeitlich abgestimmte Pflege mit dem Ziel, die Blütenvielfalt für Insekten zu erhöhen. Umsetzung eines Vorbildprogrammes des Landes.

  8. Weniger Lichtverschmutzung Straßenleuchten sind auf LED umzurüsten, die Farbtemperatur sollte unter 3.000 Kelvin liegen und wenig Blauanteil aufweisen, vollständige Umsetzung der Initiative gegen Lichtverschmutzung des Landes in allen Bereichen.

  9. Förderung von Wildbestäubern Wildbestäuber sollen durch gezielte Pflegeprogramme gefördert werden, sowie durch Verbesserung der Nahrungsgrundlagen und des Nistplatzangebotes. Wildbienen sollen einen höheren Schutzstatus erhalten und in die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU aufgenommen werden.

  10. Öffentlichkeitsarbeit Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit über Sinn und Funktion von insektenfreundlichen Privatgärten, Schaffung insektenfreundlicher Schulgärten. Jährlicher Statusbericht der Landesregierung, in dem die Öffentlichkeit über die Entwicklung von Artenvielfalt und Flächenverbrauch informiert wird.

Thank you for your support, GRÜNE Burgenland from Eisenstadt
Question to the initiator

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News

pro

Wer es nicht wahrhaben will, dem sei bewusst, dass Windräder massiv zum Aussterben vieler Insektenarten beitragen. Vögel und Fledermäuse nicht mitgezählt; Veränderung der Wetterverhältnisse durch Windparks.

contra

No CONTRA argument yet.

Why people sign

  • on 03 Jun 2019

    Damit meine Nachkommen in einer intakten Umwelt leben können.

  • on 01 Jun 2019

    Weils uns alle miteinander direkt betrifft.

  • on 09 May 2019

    Um weiter die noch bestehende artenvielfalt zu erleben und den mehr-wert der natur mit allen sinnen weiterhin zu erfahren

  • Michael Goerlich , Neusiedl am See

    on 09 May 2019

    Ich bin gegen den Einsatz von Chemischen Mitteln zur Schädlingsbekämpfung, die den Bestand an Insekten und Bienen sowie der Artenvielfalt dezimiert und der Umwelt nachhaltig Schaden zuführt. Ich beziehe mich auf die gängigen Studien die veröffentlicht hierzu werden.

  • on 06 May 2019

    Insektensterben bedeutet Nahrungsmittelverlust. Nahrungsmittelverlust bedeutet Tiersterben. Tiersterben bedeutet ebenfalls den Tod für den Menschen. Denn wo keine Bestäuber, da keine pflanzlichen Nahrungsmittel.

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