Neuigkeiten
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Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer unserer Bürgerinitiative „Rettet die Wies“!
Es ist wieder Zeit, unsere Erkenntnisse der letzten Wochen mit euch zu teilen.
Die Unterlagen, die uns vorliegen, zeigen aus unserer Sicht klar: In der Wies geht es nicht nur um eine kleine Unterkunft für den Rettungshubschrauber. Es geht um einen erheblichen Eingriff in Natur, Landschaft und Wald — und um die Frage, ob unter dem Titel „Flugrettung“ eine eigenständige Heliport-Infrastruktur geschaffen werden soll.
Auch unser Gespräch mit der Oö. Umweltanwaltschaft war für uns ernüchternd. Nach übereinstimmender Wahrnehmung der sechs anwesenden Vertreterinnen und Vertreter unserer Bürgerinitiative fiel dort sinngemäß u.a. die Aussage: „Im Herbst 2027 sind Wahlen, da könnt ihr euer Problem lösen.“
Gerade diese Aussage zeigt aus unserer Sicht, dass es nicht nur um Behördenverfahren, sondern auch um politische Verantwortung geht. Umso wichtiger ist es, dass die Bevölkerung weiß, was in der Wies tatsächlich geplant ist und welche Entscheidungen jetzt getroffen oder unterlassen werden.
Zu unserem Brief an den Bürgermeister haben wir bisher keine inhaltliche Antwort auf unsere konkreten Fragen erhalten. Der Bürgermeister teilte uns lediglich mit, er werde „nichts unversucht lassen“, um eine „für alle möglichst tragfähige und akzeptable Lösung“ zu finden.
Wir nehmen diese Aussage zur Kenntnis. Aus unserer Sicht muss aber klar sein: Die Aufgabe eines Bürgermeisters ist es in erster Linie, die Interessen der Gemeinde und ihrer Bevölkerung zu vertreten. Eine Lösung darf daher nicht darin bestehen, die Schutzinteressen der Bevölkerung, den Erhalt der Wies und wirtschaftliche Einzelinteressen privater Projektbetreiber oder Grundeigentümer gleichrangig nebeneinanderzustellen.
Was wir erwarten, ist eine Lösung, die die Bevölkerung, den Schutz der Wies und die langfristige Sicherung der Flugrettung in den Mittelpunkt stellt. Dazu gehört aus unserer Sicht vor allem, ernsthaft zu prüfen, wie die Bedingungen für die Flugretter am bestehenden Flugfeld verbessert werden können — ohne dafür eine wertvolle Naturfläche zu zerstören und rund 2,5 Hektar Wald zu roden.
Bitte helft mit, diese Information weiterzuverbreiten. In Gesprächen merken wir immer wieder, dass vielen Menschen weder das Ausmaß des geplanten Eingriffs noch die offenen Fragen zur Notwendigkeit einer Verlegung vom bestehenden Flugfeld wirklich bekannt sind.
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Scharnstein, am 6.4.2026
Die Bürgerinitiative „Rettet die Wies“ richtet einen öffentlichen Appell an Bürgermeister Rudolf Raffelsberger und betont die Notwendigkeit einer dauerhaft gesicherten, öffentlich getragenen Flugrettung für die Region. Die Initiative warnt davor, die Bevölkerung vor eine künstliche Zwangslage zu stellen, wonach ein privater Heliport in der Wies alternativlos sei, um die Notarztversorgung aufrechtzuerhalten.
„Notarzt und Flugrettung sind öffentliche Daseinsvorsorge. Sie dürfen nicht von einem privaten Einzelprojekt abhängig gemacht werden“, heißt es seitens der Initiative. Entscheidend sei nicht, welcher Name auf dem Hubschrauber stehe, sondern dass die Versorgung verlässlich, gemeinnützig und dauerhaft im oberösterreichischen Rettungssystem verankert sei.
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Deutliche Mehrheit der Bevölkerung gegen Verlegung und Naturzerstörung
Die Bürgerinitiative hat die über 500 Kommentare von 1200 Onlineunterzeichner der Petition (neben mehr als 380 Unterschriften auf Papierlisten) ausgewertet. Das Ergebnis zeigt ein eindeutiges Meinungsbild:
• Fast 90% der Kommentare sprechen sich klar für den Erhalt der Wies aus.
• Knapp 40% betonen ausdrücklich, dass die Flugrettung am Flugfeld bleiben soll.
• Ebenso knapp 40% fordern beides gleichzeitig: den Schutz der Wies und den Erhalt des Rettungshubschraubers am bestehenden Standort.
Die Initiative sieht darin ein starkes Signal:
„Die Menschen wollen keine falsche Wahl zwischen Natur und Sicherheit. Sie wollen beides: eine funktionierende Flugrettung und den Schutz der Wies.“
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Politische Gestaltungskraft des Bürgermeisters im Fokus
Die Bürgerinitiative verweist darauf, dass Bürgermeister Raffelsberger nicht nur Gemeindeoberhaupt, sondern auch Landtagsabgeordneter der Regierungspartei ist und in mehreren landespolitischen Ausschüssen sitzt, die für Infrastruktur, Mobilität, Umwelt, Bauen und Naturschutz zuständig sind.
„Wer sowohl Bürgermeister als auch Landtagsabgeordneter ist, verfügt über politische Gestaltungskraft. Viele Menschen in Scharnstein erwarten, dass diese Kraft genutzt wird, um eine öffentliche Lösung für die Flugrettung zu ermöglichen“, so die Initiative.
Sollte sich bestätigen, dass Scharnstein ein medizinisch sinnvoller und wirtschaftlich tragfähiger Standort ist, wäre eine Einbindung in das offizielle oberösterreichische Flugrettungssystem aus Sicht der Initiative „nicht nur möglich, sondern Pflicht“. Außerdem könnte eine Integration des Standorts in das oberösterreichische Flugrettungssystem die vom Land getragenen Verlustabdeckungen erheblich entlasten, so die Bürgerinitiative.
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UVP Feststellung als notwendige Faktenprüfung
Die Initiative betont zudem, dass der Bürgermeister — dort, wo kommunale Materien wie Straßenrecht, Bauwesen oder Raumordnung betroffen sind — als mitwirkende Behörde im UVP Verfahren auftreten kann. Mitwirkende Behörden haben laut UVP Gesetz die Möglichkeit, eine UVP Feststellung einzufordern.
„Eine UVP Feststellung ist keine Blockade, sondern eine sachliche, unabhängige Prüfung aller relevanten Fakten. Genau diese Transparenz hat der Bürgermeister selbst öffentlich eingefordert“, erklärt die Initiative.
Die UVP Feststellung sei notwendig, um zentrale Fragen zu klären:
• Ist die Fläche „In der Wies“ geologisch geeignet?
• Ist die Erreichbarkeit über die bestehende Infrastruktur gewährleistet?
• Ist der Standort ökologisch vertretbar?
• Welche Auswirkungen hätte ein privater Heliport langfristig auf Naturraum, Verkehr und Lärmverschmutzung des Almtales?
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Keine falsche Zwangslage für die Bevölkerung
Die Bürgerinitiative warnt davor, die Diskussion auf eine vermeintliche Alternativlosigkeit zu reduzieren.
„Die Wahl ‚Wies oder kein Notarzt‘ ist eine künstliche Zuspitzung, die der Realität nicht entspricht. Die öffentliche Lösung und die UVP Feststellung sind zwei Wege, die diese Zwangslage auflösen können — und beide liegen im Verantwortungsbereich des Bürgermeisters“, heißt es in der Stellungnahme.
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Appell an Verantwortung und Transparenz
Die Initiative ruft den Bürgermeister dazu auf, an seinen eigenen öffentlichen Aussagen festzuhalten:
• dass das bestehende Flugfeld ein bewährter Standort ist,
• dass die Fläche „In der Wies“ problematisch ist,
• und dass Transparenz und Faktenprüfung notwendig sind.
„Wir erwarten keine politischen Kämpfe, sondern klare Schritte: Einsatz für die öffentliche Lösung und — falls diese nicht kommt — die Einforderung einer UVP Feststellung. Die Menschen in Scharnstein brauchen Sicherheit, nicht Unsicherheit“, so die Initiative abschließend. -
Nun, die Firma Heli-Austria schon, denn sonst könnte sie nicht von einem "Verdrängungswettbewerb" um einen Flugrettungsstandort reden…
Wir glauben, dass mit dem Elend von Menschen keine Geschäfte gemacht werden dürfen. Rettung ist kein Geschäft. Wenn jemand, der eine Flugrettung betreibt, von Verdrängungswettbewerb spricht, dann kann er nicht die Rettung meinen, dann kann es ihm nur um handfeste, kommerzielle Beweggründe rund um das Hubschraubertransportgeschäft gehen.
Unser Rettungssystem ist gut und gemeinnützig organisiert, so wie es sich gehört. Wenn wer im Zusammenhang mit diesem System von Verdrängungswettbewerb spricht, darf er nicht Teil dieses Systems sein.
Ja, eigentlich gehört schon eine gewisse Dreistigkeit dazu, es zu tun.
Genauso wie es dreist ist, den Rettungshubschrauber als Deckmantel für die Umgehung von Umweltauflagen zu benutzen. Und dabei ein Naturjuwel für immer zerstören und die Bevölkerung des Almtals in Geiselhaft zu nehmen will.
Und wie es dreist ist, vorzugeben, nichts von den Pachtkündigungen zu wissen obwohl der von ihm in Auftrag gegebene Flughafenplan seines Architekten den gekündigten Pächtern unter die Nase gehalten wurde.
Zum Schutz der Natur und der Anrainer