02/20/2026, 01:22
Liebe Menschen mit einem Herz für Tiere!
Ich bin Pensionistin. Eigentlich dachte ich, nun würde ein neuer, etwas stillerer Lebensabschnitt beginnen – mit Büchern, meinen kreativen Hobbys und Zeit für das, was sonst immer zu kurz kam. Doch das Leben hatte andere Pläne.
Zuerst war da ein Kater, den, wie ich erst viel später erfuhr, meine Vormieterin beim Auszug einfach zurückgelassen hatte. Unkastriert, mager, immer hungrig – und dennoch voller Vertrauen. Ich ließ ihn kastrieren und tierärztlich versorgen. Und irgendwann war klar: Er bleibt. Ich nannte ihn Mister Daisy.
Ich dachte, das sei das Ende einer Geschichte. Ich irrte mich.
Eines Abends saß ein schwarzer Kater auf meiner Terrasse. Still. Wachsam. Bereit zur Flucht. Er fraß, als hätte er lange nichts bekommen. Bei jeder Fütterung pfauchte er mich an – nicht aus Aggression, sondern aus Angst. Es dauerte sehr lange, bis er Vertrauen zu mir fasste. Erst dann konnte ich ihn zum Tierarzt bringen. Dort zeigte sich, wie schlecht sein Zustand tatsächlich war: massive Entzündungen in den Ohren, eine ausgeprägte Hauterkrankung infolge starken Parasitenbefalls. Und natürlich war auch er unkastriert.
Ich ließ ihn behandeln und kastrieren. Vor kurzem mussten ihm zahlreiche Polypen aus Ohren und Nase entfernt werden. Dieser Kater heißt heute Momo – und er ist das Gesicht dieser Petition.
Im darauffolgenden Jahr brachte Momo seine Kitten mit in meinen Garten. Bei einem von ihnen hing ein Beinchen unkontrolliert herab, ein Knochenteil ragte aus der Haut: ein offener Beinbruch. Das kleine Wesen wurde operiert, später kastriert – und irgendwann entschied es selbst, bei mir zu bleiben. Ich nannte ihn Mori.
Vor wenigen Wochen wurde bei Mori FIP diagnostiziert – eine Krankheit, die ohne sofortigen Therapiebeginn tödlich verläuft. Mori spricht auf die umgehend eingeleitete Therapie sehr gut an. Wir kämpfen – und sind vorsichtig zuversichtlich.
Ich erzähle das nicht, weil meine Geschichte außergewöhnlich ist. Sondern weil sie es eben nicht ist.
Überall kümmern sich Menschen im Stillen um Streunerkatzen. Sie übernehmen Verantwortung, weil in Österreich die Zuständigkeit für herrenlose Katzen rechtlich nicht eindeutig zentralisiert ist und sich viele Gemeinden nicht verantwortlich fühlen. Diese Menschen füttern und organisieren tierärztliche Versorgung – oft ohne Unterstützung, ohne Öffentlichkeit, ohne Anerkennung.
Ihre Namen kennen wir nicht. Aber ohne sie würde das Leid ungebremst weiterwachsen. Diese Petition steht stellvertretend für sie alle – und für die Tiere, die sonst niemand sieht.
IHRE STIMMEN ZEIGEN WIRKUNG:
Am 17.02. erschien ein Artikel auf oe24, der das Thema in eine größere Öffentlichkeit getragen hat.
Am 19.02. brachte die NÖN einen ausführlichen Artikel über unsere Petition. Es wird darüber berichtet, dass wir die Freiwilligkeit der Gemeinden beenden wollen. Beide Artikel sind unter dem Reiter „Presse“ auf der Petitionsseite nachzulesen.
Zudem gibt es wichtige Neuigkeiten aus der Politik: Meine Mail an die Oppositionsparteien fand bei den Grünen Gehör. Der LAbg. Georg Ecker hat mir geantwortet. Sein Kollege, der LAbg. Dominic Hörlezeder, hat am 02.02. dieses thematisch passende Video veröffentlicht, in dem er genau unsere Forderung anspricht: www.instagram.com/reel/DUP9NjxlH6x/
Georg Ecker schreibt mir zum weiteren Vorgehen:
„In einem ersten Schritt wird es von Seiten der Grünen den Versuch geben, ein Gespräch mit der zuständigen Landesrätin Rosenkranz zu führen, um eine offensive Informationskampagne gegenüber den Gemeinden zu initiieren. Sollte dieses Gespräch zu keinem Ergebnis führen, werden wir den parlamentarischen Weg beschreiten und eine Anfrage an die Landesrätin einbringen und damit auch an die Öffentlichkeit gehen.“
All das sind wichtige Schritte in die richtige Richtung. Sie zeigen: Das Thema wird gesehen.
OHNE SIE WÄRE DAS NICHT MÖGLICH.
Mein herzlicher Dank gilt zunächst allen, die diese Petition bereits unterschrieben, geteilt und weitergetragen haben.
Darüber hinaus danke ich besonders:
Andrea Krauskopf vom KVGD-Gnadenhof für Hunde, die angeboten hat, bei ihrem Stand bei der Haustiermesse Wien (28.02.–01.03.) unsere Flyer aufzuhängen und Unterschriftenlisten aufzulegen.
Andrea Specht, der Leiterin des Tierheims Krems, und ihrem Team, die Momo nach der erfolgreichen Polypenoperation aufgenommen haben, damit er ohne Infektionsgefahr in einer geschützten, warmen Umgebung genesen kann. Danach wird er selbstverständlich wieder in die Freiheit entlassen.
DER AKTUELLE STAND:
Wir stehen heute bei über 4.500 Unterschriften.
Jede einzelne davon ist ein Zeichen: Diese Tiere sind nicht unsichtbar. Nicht egal. Nicht vergessen.
Wenn Sie meine Geschichte berührt, dann bitte ich Sie heute darum, diese Petition weiterzutragen. Vielleicht erreicht sie durch Sie genau jene Menschen, die ebenfalls hinsehen und helfen möchten.
Ich danke Ihnen von Herzen für Ihre Unterstützung und Ihr Vertrauen!
Ihre