12/31/2025, 04:04
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Rösselmühle,
zu Neujahr 2026 werden es zwei Jahre, seit die studentische Projektgruppe MEHL GRIES BETON die Petition „Rettet die Rösselmühle! Für eine respektvolle Stadtentwicklung!“ gestartet hat, gefolgt von unserer Wanderausstellung, die am 1. Februar 2024 am Griesplatz ihre Tour zu bislang 7 Grazer Standorten begonnen hat.
Nun steht die Ausstellung „MEHL GRIES BETON – Die Rösselmühle im Gespräch“ mit allen Begleitinformationen zum Projekt und zur Petition online auf unserer Webseite zum Nachlesen und Download bereit:
mehlgriesbeton.com/
Dort kann auch die von Erika Thümmel und der „Initiative Industriekulturerbe-Landschaft am Mühlgang“ zusammengestellte Broschüre durchgeblättert und heruntergeladen werden. Die Broschüre dokumentiert vom Stadtpark bis zur südlichen Einmündung des Mühlgangs in die Mur einen unersetzlichen Zusammenhang wertvoller industrieller Bauten und Ökosysteme.
Am 25.6.2024 haben wir unsere Petition den Bürgermeisterinnen übergeben. Im Februar 2025 konnten wir im Rathaus unsere Forschungen und Dokumentationen den Verantwortlichen für die Rahmenplanung vorstellen, die von der Stadt beauftragt wurde und das Areal von Rösselmühle, Postgarage bis hinunter zu den Puch-Werkstätten beim City-Park betrifft. Wir haben angeboten, in einem laufenden Verständigungsprozess die Stimmen und die Bedürfnisse der Menschen im Gries in die Planung einzubringen und EU-Konzepte und (Förder-)Ansätze zu vermitteln, die europaweit für gute Baukultur und die Inwertsetzung industriellen Kulturerbes für gesellschaftliche Teilhabe, Schönheit und Heimat realisiert werden.
Seither haben wir nichts mehr gehört, unsere Angebote wurden nicht aufgegriffen. Ganz offensichtlich wird Stadtplanung auch weiterhin nur mit den Investoren und Eigentümern betrieben. Seit der fatalen „Bürgerbeteiligung“ vor einem Jahr wurde, nach verschiedenen Berichten, die Rahmenplanung für das Areal im Grundsatz nicht verändert. Weiterhin wird dort extensiver Wohnbau geplant, soll der gewachsene Zusammenhang der Mühlgangbauten und der Natur zerstört werden.
Das Gesamtensemble der Rösselmühle steht für Heimat und Unverwechselbarkeit, es ist der Dreh- und Angelpunkt einer Industrieerbelandschaft, die vielfältig, für die Bewohner:innen, für Kultur und nachbarschaftliches Sozialwesen, für den Tourismus – und für kreative Investoren! – in Wert gesetzt werden könnte. Die Stadt hat es mit der Umwidmung des derzeitigen Industriegebiets in der Hand.
Wir bleiben wachsam – seien Sie es auch!
Wir wünschen allen ein gutes und hoffnungsvolles Neues Jahr 2026!