03/31/2026, 10:20
An dieser Stelle lassen wir Künstler:innen zu Wort kommen, die Intendantin Stephanie Gräve unterstützen.
Heute: Rolf Mautz, Schauspieler
„Bei der Eröffnung der Intendanz von Stephanie Gräve am Vorarlberger Landestheater durfte ich in der Rolle des Erzählers im GROSSEN GATSBY den ersten Monolog sprechen.
Seitdem habe ich in unterschiedlichsten Produktionen in diesem schönen Theater als Schauspieler mitwirken dürfen. Darunter so spektakuläre Stücke wie DIORAMA , WEEPING SONGS und TRANSIT, die auch überregional beachtet und künstlerisch gewürdigt wurden. Als seit 2012 pensionierter Kollege mit einer reichen Theatererfahrung an großen Häusern in der BRD habe ich das junge Ensemble des Vorarlberger Landestheaters als künstlerisch herausragend und verantwortlich engagiert kennengelernt und mich immer auf die Zusammenarbeit sowohl mit den Kolleginnen und Kollegen des Schauspiels als auch der Theatermusik gefreut. Dieses Ensemble hat, soweit ich es als dessen Gast überblicken konnte, immer an einem Strang gezogen und mit großer Spielfreude und Konzentration phantasievolles und zugleich kritisches Theater auf der Höhe der Zeit gemacht. Das alles ist an einem Hause dieser Größenordnung nur möglich bei flachen Hierarchien, die das Ensemble in die wesentlichen künstlerischen und planenden Strukturen einbindet, die Stephanie Gräve von Anfang an ermöglicht und gefördert hat. Als junger Schauspieler habe ich mit meinen jungen Kollegen gegen alte Intendanz Fürsten und Privilegien gekämpft, gegen Verwaltungsdirektoren von Staatstheatern, die sich schamlos mit Sonderverträgen und Vergütungen bereicherten - ähnliche Fälle soll es ja auch in Österreich gegeben haben, nicht wahr?
Es ist mir unverständlich, wieso ein Haus, das künstlerisch so erfolgreich und entfernt von internen Skandalen und Affären ist, die Intendanz wechseln sollte?
Persönlich hat sie mir in den letzten Jahren nicht nur die Chance gegeben, viele Projekte zu unterstützen, sondern mir auch das Vertrauen entgegengebracht, mit meinem Handwerk und meiner künstlerischen Arbeit an großartigen Projekten mitzuwirken.
Meine Arbeitswelt ist durch diese sehr befruchtende Zusammenarbeit deutlich umfangreicher geworden und hat mir zudem eine wichtige Bestätigung meiner Position in der Szene gegeben."