03/12/2021, 09:43
Was ist der Stand im Antragsprozess?
Wir rechnen demnächst mit der Ausschreibung des Verhandlungstermines durch die Bezirkshauptmannschaft Kirchdorf. Bei diesem Termin - der öffentlich stattfinden wird - werden die Grundanrainer, die einzigen, die Parteienstellung im Verfahren haben, ihre Einwendungen geltend machen.
Was ist zwischenzeitlich geschehen?
Alle BürgerInnen der Rosenau wurden von uns mit einem Flugblatt über die aktuelle Situation informiert und eingeladen, die Petition zu unterzeichnen. Die Frau Bürgermeister musste danach erstmals öffentlich in der Causa Stellung beziehen. Ein erster Erfolg der Initiative. Auf der Suche nach einer den potentiellen WählerInnen verkaufbaren Position sucht die Frau BGM jetzt auf schwankendem Boden Halt in einem faulen Kompromiss, gestützt vom Altbürgermeister, der Rest der Gemeindefunktionäre kommt nicht zu Wort.
Was soll weiter geschehen?
Wir sagen eindeutig: es gibt keine richtigen Entscheidungen in einem von Grund auf falschen Konzept. Die Ansiedelung des Gewerbes in der Innerrosenau muss verhindert werden. Die Firma ist gefordert, ihre Standortpolitik unter dem Aspekt von Landschafts- und Umweltschutz zu überdenken und sich auf die Suche nach einem passenden Standort zu machen. Dabei könnte sie von den geläuterten Gemeindefunktionären mit ihrer langjährigen Erfahrung und ihrem vielleicht auch gemeindeübergreifen Netzwerk Unterstützung bekommen.
Wie ist unsere Position?
Wir sagen es nochmals ganz klar es geht nicht ums Florianiprizip sondern um die Wahl eines Standortes, der verkehrstechnisch eine rasche Einbindung in das öffentliche Netz garantiert, der weniger Lärm, Dreck und vor allem weniger Verkehr für die geplagten RosenauerInnen bedeutet und vor allem gehts um den Schutz einer Gegend, die mit ihrer besonderen Qualität für alle erhalten bleiben soll.
Was ist der Stand in der Petition?
260 Menschen haben die Petition mittlerweile unterschrieben, bald ist das erforderliche Mindestmaß an Unterschriften erreicht und die Petition wird an die Gemeinde überreicht und eine offizielle Stellungnahme aller Gemeinderatsmitglieder eingefordert. Wir bedanken uns bei allen UnterstützerInnen und ersuchen euch uns weiterhin zu helfen, dem Anliegen Gehör zu verschaffen. Die Entwicklungen in der Gemeinde zeigen uns, dass Vieles möglich ist und wir sind überzeugt, mit unserer Einstellung auf der Seite der Zukunft zu stehen.
03/05/2021, 11:31
Liebe Unterstützende unserer Petition. Es geht in die nächste Runde.
Wir haben heute ein Flugblatt zur Post gebracht in dem wir besonders die in Rosenau lebende Bevölkerung sensibilisieren möchten, schließlich geht es um ihre Lebensqualität. Die Straße verläuft durch den Ort, die Kinder spielen direkt neben der Straße, zahlreiche Menschen wohnen entlang des Weges. Das Flugblatt wurde an alle Rosenauer Haushalte verschickt und enthält einen freigemachten Abschnitt zum Unterschreiben.
Die Gemeindepolitik wäre gefordert, sich um die Anrainerinteressen und Ortsbewohner zu kümmern, doch die Frau Bürgermeister sorgt sich mehr um die Gemeindefinanzen. Sie hat sich auf die Seite der Firma Schmid geschlagen und argumentiert tatkräftig unterstützt vom Altbürgermeister - beide gehören der SPÖ an - gegen die Initiative. In einem eher makaber anmutenden Setting - handverlesen Ein- und Ausgeladene der Frau Bürgermeister - wurde versucht, Druck auf die Initiative auszuüben. Dabei kann es gar nicht um Steuerleistungen gehen, da im Antrag explizit darauf verwiesen wird, dass keine Arbeitsplätze vor Ort geschaffen werden, es gibt also kein Kommunalsteueraufkommen. Welche finanziellen Zuwendungen erwartet werden das bleibt im Dunkeln.
Die Firma Schmid ringt angesichts des Stillstandes am Grubengelände verständlicherweise um einen Kompromiss hat sich aber zur Qualität der Standortfrage letztlich bisher nicht geäußert.
Die Rosenauer Ortsbewohner sind jetzt schon sehr stark von Verkehrsaufkommen belastet, jeder zusätzliche LKW ist einer zuviel. Es geht also neben dem Schutz von Umwelt und Natur vor allem auch um die Lebensqualität der Betroffenen. Wenn die Gemeindepolitik nicht tätig wird müssen es die Betroffenen in die Hand nehmen. Wir hoffen auf Unterstützung, einerseits durch Unterschriften aber auch darüberhinausgehende Aktionen sind erwünscht.
Noch ein paar Unterschriften und das Quorum - das ist die für eine Anfrage an die Gemeindepolitiker notwendige Anzahl von Unterschriften - ist erreicht. Dann kann jeder Funktionsträger im Ort seine Position zum geplanten Projekt veröffentlichen. Wir sind gespannt und werden berichten.
für die Initiative - die Innerrosenauerin Monika Pramreiter (geb. Retschitzegger)
02/21/2021, 10:37
Liebe Unterstützer und Unterstützerinnen!
Vielen Dank für eure Unterschriften, 169 Personen haben schon unterschrieben und es geht weiter. Bitte verteilt die Petition in eurem Umfeld und unterstützt das Anliegen - Die Innerrosenau ist kein Gewerbegebiet für Bauschuttbearbeitung!
Es gab einige Beiträge in den Medien zum Thema und es ist mir ein Anliegen auf ein paar Punkte, die dabei angesprochen wurden, einzugehen.
Die Petition richtet sich gegen die Erteilung einer neuen gewerberechtlichen Genehmigung für das geplante Recycling - mit der Schotterabbaugenehmigung könnte das nicht betrieben werden. Es geht also um die Verhinderung des Ausbaues der Aktivitäten in der Grube und es geht vor allem um die Eindämmung des damit ursächlich zusammenhängenden Schwerverkehrs.
Die Anrainer haben genug von dem bereits jahrzehntelangen LKW Verkehrs vor ihrer Haustüre und hegen nach wie vor die Hoffnung, dass die Ressourcen der Grube zu einem Ende kommen und damit eine Schließung ansteht.
Die Firma Schmid hat entgegen der Aussagen von Hannes Schmid in den Medien niemals den Konsens mit den Anrainer vor Ort gesucht. Das wurde ausschließlich von den Anrainern getan allerdings ohne Entgegenkommen seitens der Firma.
Es geht um den Schutz der Landschaft, der Natur und der besonderen Qualität des Tales, der mit einer Nutzung als klassisches Gewerbegebiet nicht vereinbar ist.
Die Petition richtet sich an die Gemeinde, damit diese mit mehr Rückenwind ihrer Aufgabe als Hüterin des Gebietes und der Wahrung der Lebensqualität als Klimabündnisgemeinde, als Teil des Gebietes Nationalpark Kalkalpen und als gesunde Gemeinde entsprechend nachkommen kann.
Die Firma Schmid spricht von Regionalität wenn sie den gesamten Bauschutt der Region einsammeln und in der Innerrosenau bearbeiten will - das ist ein Ettikettenschwindel. Naturschutz in der Region bedeutet jedenfalls, dass die Innerrosenau nicht zum Müllhaufen für ein großes Einzugsgebiet erklärt werden darf.
Die Projektunterlagen im Genehmigungsverfahren sind nach wie vor nicht komplett. Ein Gutachten betreffend den Verkehr liegt allerdings schon vor - wir hatten noch keine Einsicht - aber die BH hat schon erklärt, dass es sich dabei lediglich um den Verkehr in der Grube dreht. Für den Verkehr auf dem Güterweg ist die Gemeinde zuständig. Die Gemeinde hat sich zum dem Problem mit dem Schwerverkehr bislang nicht geäußert.
Das Relativieren und Herunterspielen der Belastungen in bezug auf Verkehr, Lärm und Dreck ist Teil des Marketings der Firma Schmid und hält einer Realitätsprüfung nicht stand. Stand heute stehen weiterhin jährlich 40.000 Tonnen Bauschuttmasse zum Recycling an. Das geht mit ein wenig mehr Verkehr sicherlich nicht.
Verhindern wir die Genehmigung des Gewerbes denn damit würde ein Tor geöffnet, das immer mehr an Schutt und damit Belastung durch Verkehr und Lärm mit sich bringen würde. Anrainer haben im Falle einer zukünftigen Ausweitung der Kapazitäten im Verfahren keine Parteienstellung mehr.
Wie diese Anlagen auseinanderlaufen können kann man in Spital am Pyhrn bei der Firma Bernegger gut sehen.
Es geht jetzt um viel.
Unterstützt die Gemeinschaft der Innerrosenauer im eigenen Interesse.
Jetzt gilt es die Weichen zu stellen. Es liegt an uns allen, den Lippenbekenntnissen von Umwelt- und Naturschutz, von Ökologie und Gemeinwohl Taten folgen zu lassen, für uns und die kommenden Generationen.
Monika Pramreiter - für die Gemeinschaft
02/11/2021, 03:32
es sind stilistische Änderungen, die im Text nachvollzogen wurden und die die Verständlichkeit der Botschaft verbessern sollen.
Neuer Petitionstext:
Wir fordern die sofortige Einstellung des Verfahrens zur Errichtung einer Deponier- und Recyclinganlage für Baureststoffe durch die Firma Schmid in der Schottergrube Weissensteiner und die Schließung der Grube wenn die derzeitAbbaugrenzen wenigenfür nochSchotter verfügbaren Ressourcen abgebauterreicht sind sowie die Renaturierung der gesamten Gruben- und Abbaufläche incl. Sanierung des Waldbestandes. Das geplante Projekt würde in dieser wunderbaren Naturlandschaft zu einer massiven Belastung durch LKW Verkehr, Lärm und Staub für Anrainer und Besucher führen. Wanderer und Mountainbiker wären auf einem Wanderweg gefährdet und die Ruhe und Idylle für Generationen zerstört.
Neue Begründung: Umweltschutz ist in den Behördenverfahren insbesondere in den Gewerbeverfahren noch immer unterbelichtet, auch wenn Ökologie und Umweltschutz mittlerweile ein wichtiges Thema geworden sind. In diesem Fall geht es nicht nur um die Frage ob alles rechtens im Sinne des Gesetzes verläuft sondern um die entscheidende Frage wie wir unsere Umwelt und unsere Lebensräume vor der Vermarktung und damit Zerstörung durch Gewerbetreibende, die oftmals nur die Steigerung ihres Gewinns im Auge haben, nachhaltig schützen. Öffentlich zugängliche Naturräume für ErholungssuchendeErholungssuchende, die sich durch eine ganz besondere Echtheit auszeichnen wie die Innerrosenau gehen uns alle etwas an. Schützen wir diese Räume nicht nur für die Bewohner und Bewohnerinnen sondern für uns alle.
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 18