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  • Die Petition wurde vom Petenten zurückgezogen bzw. wird nicht weiter verfolgt

    15-09-15 10:33 Uhr

    Wir bedanken uns für die Unterstützung unserer Petition "Bundestheater und Vordernberg: Stopp G4S!" im Frühjahr 2014. Die leider bislang mangelhaften Ergebnisse in Form von Reaktionen aus den addressierten Ministerien sind auf www.kulturrat.at veröffentlicht - wir waren und sind weiterhin am Thema dran, haben allerdings derzeit nichts Neues zu berichten. Wir haben allerdings verabsäumt, die Petition nach den Regeln von „openpetition.de“ zu beenden, was wir hiermit nachholen.

    Mit den besten Grüßen,
    und wie wir schon im März 2014 formuliert haben: Wir rufen dazu auf, aktiv zu bleiben, aktiv zu werden, eigene Protestformen zu entwickeln, umzusetzen, aktiv und kreativ gegen G4S an den Bundestheatern wie in Vordernberg zu arbeiten. Denn noch gilt unverändert: „Bundestheater und Vordernberg: Stopp G4S!“

    Kulturrat Österreich

    -> Petition „Bundestheater und Vordernberg: Stopp G4S!“ (Jänner 2014)
    kulturrat.at/agenda/brennpunkte/petition

    -> Petition beendet | Unterschriften werden übergeben | Aufruf zu weiteren Aktionen
    Antworten der adressierten Ministerien (März 2014)
    kulturrat.at/agenda/brennpunkte/20140324

  • Erste Reaktion der Politik auf die Petition

    11-07-14 13:18 Uhr

    Das Bundeskanzleramt (BKA) teilt für Minister Ostermayer (BM für Kunst, Kultur, Verfassung und öffentlicher Dienst) in einem elegant formulierten Schreiben im Grunde mit, dass
    (a) das BKA nicht zuständig ist, weil die Bundestheater ausgegliedert sind und somit autonome Entscheidungen treffen, respektive für das Schubhaftzentrum die ressortzuständige Ministerin die Verantwortung trägt: Minister Ostermayer will da offenbar nicht mitreden.
    (b) die Bundestheater einem Insourcing positiv gegenüberstünden, derzeit mögliche Varianten prüfen würde und es im Herbst mit der zuständigen Gewerkschaft Verhandlungen über einen Kollektivvertrag für die BilleteurInnen der Bundestheater vereinbart seien. Finanziell interessieren sich die Bundestheater aber nur für Kostensenkung, oder „zumindest -neutralität“ - von zumindest gleichen Einkommen auf Seiten der BilleteurInnen ist nicht einmal die Rede ...
    (c) es aber jedenfalls von einer Neuausschreibung des Publikumsdienstes auszugehen sei, sollten die Kollektivvertragsverhandlungen scheitern.

    Von einer Involvierung jedoch der BilleteurInnen selbst - um deren Arbeitsbedingungen es schließlich geht - ist weiterhin keine Rede.

    Wir versuchen weiterhin, zumindest Reaktionen einzuholen - wobei ein entscheidender Adressat der Petition, Georg Springer, mittlerweile als Geschäftsführer der Bundetsheater-Holding zurückgetreten ist. Wir halten uns entsprechend an die jeweilige interimistische Leitung. Grundlegend werden wir weiter daran arbeiten, die Ziele der Petition umgesetzt zu bekommen.

    Die Antwort des BKA im Wortlaut: kulturrat.at/agenda/brennpunkte/20140324

    (Kulturrat Österreich)

  • Petition beendet | Unterschriften werden übergeben | Aufruf zu weiteren Aktionen

    24-03-14 08:49 Uhr

    PRESSEMITTEILUNG Kulturrat Österreich

    BilleteurInnen, KünstlerInnen, TheaterbesucherInnen, Kulturschaffende und andere mehr fordern gemeinsam:

    Bundestheater und Vordernberg: Stopp G4S!

    Petition beendet | Unterschriften werden übergeben | Aufruf zu weiteren Aktionen

    ___/ kulturrat.at

    Eine ganze Reihe wichtiger MitarbeiterInnen der Bundestheater, nämlich die rund 400 MitarbeiterInnen des Publikumsdienstes, werden seit 1996 aus Kostengründen über den international umstrittenen Konzern G4S „zugemietet“. Als ein Billeteur diesen Umstand in einer Protestrede öffentlich kritisierte, wurde er prompt entlassen. Das Burgtheater, für das er eigentlich tätig war, hat mit dem Beschäftigungsverhältnis offiziell nichts zu tun – und kann sich fein abputzen. Aber kann es das wirklich?

    G4S gehört weltweit zu den größten „Sicherheitsunternehmen“ und wird international gehäuft mit Menschenrechts- und Arbeitsrechtsverletzungen sowie Korruptionsvorwürfen in Zusammenhang gebracht. Auch die Angestellten im neu eröffneten Schubhaftgefängnis in Vordernberg werden großteils von diesem Unternehmen „zugemietet“. Private „Sicherheitsdienstleistungen“ wie die Erledigung vormals staatlicher und nunmehr privatisierter Exekutivaufgaben sind das eigentliche Geschäftsfeld von G4S. In Österreich steht das Outsourcing staatlicher Exekutivbefugnisse erst am Beginn, die Abfolge der Ereignisse folgt aber einer internationalen Entwicklung: zuerst die Privatisierung des Flüchtlingslagers in Traiskirchen, nun die Teilprivatisierung der Abschiebehaft.

    Was haben Bundestheater und Vordernberg gemeinsam? Stopp G4S!

    Die Onlinepetition „Bundestheater und Vordernberg: Stopp G4S!“ gehört zu einer Reihe von Bemühungen, diese gesellschaftspolitischen Anschläge in einem Zusammenhang zu sehen und zu beenden. Zahlreiche Prominente ‒ u.a. Elfriede Jelinek, Cornelius Obonya, Nicholas Ofczarek, Ursula Strauss, Ulrich Seidl ‒ haben die Petition unterzeichnet. Die Unterstützung für das Anliegen aus dem Kunst-, Kultur- und Mediensektor ist ein eindeutiges Signal. Auch wenn die aktuelle Finanzkrise des Burgtheaters die Themen Outsourcing und G4S überstrahlt: Faire und rechtskonforme Dienstverhältnisse mit adäquater Bezahlung für ALLE Beschäftigten sollten eine Selbstverständlichkeit sein ‒ auch und gerade dann, wenn die Budgets insgesamt knapp werden!

    Wir werden die Unterschriften in den kommenden Tagen und Wochen an die AdressatInnen der Petition ‒ die Bundesregierung, die Gemeinde Vordernberg sowie die Bundestheaterholding ‒ übergeben. Updates und Informationen dazu wie auch zu weiteren Aktivitäten werden auf den Websites des Kulturrat Österreich und der anonymen BilleteurInnen ‒ einem Zusammenschluss von G4S-Angestellten an den Bundestheatern ‒ zu finden sein.

    Wir gehen davon aus, dass es auf Dauer unhaltbar sein wird, sich als MitarbeiterIn am Burgtheater aus Gründen der Jobsicherheit anonym organisieren zu müssen.

    Wir gehen davon aus, dass es auf Dauer unhaltbar sein wird, Gelder aus den ohnedies spärlichen Kunst- und Kulturbudgets an Firmen wie G4S zu zahlen.

    Wir gehen davon aus, dass es auf Dauer unhaltbar sein wird, dass Flüchtlinge staatlich sanktioniert als Profitquelle für Privatunternehmen herhalten müssen.

    Damit wir das erreichen, wird es weitere Proteste brauchen ‒ von uns, von euch, von allen, denen diese Anliegen wichtig sind.

    Wir rufen daher dazu auf, aktiv zu bleiben, aktiv zu werden, eigene Protestformen zu entwickeln, umzusetzen, aktiv und kreativ gegen G4S an den Bundestheatern wie in Vordernberg zu arbeiten. Denn noch gilt unverändert: Bundestheater und Vordernberg: Stopp G4S!

    ___/ Weitere Informationen:

    __/ Blog der Anonyme Billeteurinnen und Billeteure
    anonymebilleteure.tumblr.com

    __/ Blog der Billeteursaktion (und Rede des Billeteurs)
    burg4s.tumblr.com

    __/ Bundestheater Holding zum “Schandfleck des Jahres 2013″ gewählt!
    www.schandfleck.or.at

    __/ "Scheiße schön verpackt: Proteste bei Eröffnung" von Schubhaftzentrum Vordernberg
    derstandard.at/1388651073595/Scheisse-schoen-verpackt-Proteste-bei-Eroeffnung-von-Schubhaftzentrum-in-Vordernberg

    __/ Volksanwaltschaft: Zwischenergebnis zur Vordernberg-Prüfung
    volksanwaltschaft.gv.at/aktuelles/news/zwischenergebnis-zur-vordernberg-pruefung

  • Änderungen an der Petition

    17-01-14 16:21 Uhr

    Wir wurden auf einen Tippfehler bei den ErstunterzeichnerInnen aufmerksam gemacht: Merci für den Hinweis und Pardon für den Fehler.
    Eine zweite kleine Änderung betrifft den Link zum Blog der Anonyme Billeteurinnen und Billeteure, der nun direkt funkionieren sollte.
    Neue Begründung: G4S gehört weltweit zu den größten „Sicherheitsunternehmen“ und wird international gehäuft mit Menschenrechts- und Arbeitsrechtsverletzungen sowie Korruptionsvorwürfen in Zusammenhang gebracht. In Österreich profitiert das Unternehmen derzeit von einem 68-Millionen-Euro-Vertrag mit mindestens 15 Jahren Laufzeit für umstrittene Dienstleistungen im steirischen Schubhaftzentrum Vordernberg, das am 15. Jänner 2014 in Betrieb ging. Mit diesem Vertrag wird erstmals in Österreich der Vollzug von Schubhaft, der laut Bundesverfassung hoheitlich zu vollziehen ist, zumindest teilweise an ein Privatunternehmen ausgelagert.

    Schubhaft und Abschiebung sind also Geschäftsfelder, an denen G4S ebenso verdient wie durch die Bereitstellung von BilleteurInnen an Theatern. Einsparungsnotwendigkeiten sind die oft zitierten Begründungen für solche Auslagerungen. Billiger wird es - wenn überhaupt - nur zulasten der Beschäftigten. Gehaltseinbußen und andere Benachteiligungen in den Arbeitsverträgen sowie mangelnde Kontrolle und Rechtssicherheit, insbesondere im Bereich der öffentlichen Sicherheit, sind die Folgen.

    Hier stellt sich die Frage der gesellschaftspolitischen Verantwortung. Arbeits-, Sozial- und Menschenrechte dürfen nicht zugunsten vermeintlich wirtschaftlicher Rentabilität preisgegeben werden! Oder um es mit den Worten aus der Protestrede des Billeteurs auf den Punkt zu bringen: „Ich träume von einem Theater, das sich gegen die Politik stellt, welche Outsourcing, Privatisierung und damit wachsende Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft fördert. Ich träume von einem Theater, das sich gegen die Abschiebung von Menschen wendet, die in anderen Teilen der Welt unterbezahlt und in Elend die Produkte unseres Wohlstands herstellen.“

    ErstunterzeichnerInnen:

    Anonyme Billeteurinnen und Billeteure (anonymebilleteure.tumblr.com)
    Christian Diaz (ehemaliger Billeteur und Künstler)
    Nikolaus Habjan (Puppenspieler und Regisseur)
    Elfriede Jelinek (Schriftstellerin)
    Sabine Kock (IG Freie Theaterarbeit)
    Maria Anna Kollmann (Dachverband Filmschaffende)
    Daniela Koweindl (IG Bildende Kunst)
    Hubsi Kramar (Regisseur)
    Anna Maria Krassnig Krassnigg (Regisseurin)
    Kulturrat Österreich (www.kulturrat.at)
    Monika Meister (Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Universität Wien)
    Cornelius Obonya (Schauspieler)
    Nicholas Ofczarek (Schauspieler)
    Alexander Pollak (SOS Mitmensch)
    René Pollesch (Autor und Regisseur)
    Birgit Sauer (Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien)
    Robert Schindel (Schriftsteller)
    Volker Schmidt (Autor und Regisseur)
    Susanne Scholl (freie Journalistin, Schriftstellerin)
    Gregor Seberg (Schauspieler)
    Ursula Strauss (Schauspielerin)

  • Änderungen an der Petition

    17-01-14 11:29 Uhr

    Kleine Ergänzungen bei den ErstunterzeichnerInnen und ein Tippfehler
    Neue Begründung: G4S gehört weltweit zu den größten „Sicherheitsunternehmen“ und wird international gehäuft mit Menschenrechts- und Arbeitsrechtsverletzungen sowie Korruptionsvorwürfen in Zusammenhang gebracht. In Österreich profitiert das Unternehmen derzeit von einem 68-Millionen-Euro-Vertrag mit mindestens 15 Jahren Laufzeit für umstrittene Dienstleistungen im steirischen Schubhaftzentrum Vordernberg, das am 15. Jänner 2014 in Betrieb ging. Mit diesem Vertrag wird erstmals in Österreich der Vollzug von Schubhaft, der laut Bundesverfassung hoheitlich zu vollziehen ist, zumindest teilweise an ein Privatunternehmen ausgelagert.

    Schubhaft und Abschiebung sind also Geschäftsfelder, an denen G4S ebenso verdient wie durch die Bereitstellung von BilleteurInnen an Theatern. Einsparungsnotwendigkeiten sind die oft zitierten Begründungen für solche Auslagerungen. Billiger wird es - wenn überhaupt - nur zulasten der Beschäftigten. Gehaltseinbußen und andere Benachteiligungen in den Arbeitsverträgen sowie mangelnde Kontrolle und Rechtssicherheit, insbesondere im Bereich der öffentlichen Sicherheit, sind die Folgen.

    Hier stellt sich die Frage der gesellschaftspolitischen Verantwortung. Arbeits-, Sozial- und Menschenrechte dürfen nicht zugunsten vermeintlich wirtschaftlicher Rentabilität preisgegeben werden! Oder um es mit den Worten aus der Protestrede des Billeteurs auf den Punkt zu bringen: „Ich träume von einem Theater, das sich gegen die Politik stellt, welche Outsourcing, Privatisierung und damit wachsende Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft fördert. Ich träume von einem Theater, das sich gegen die Abschiebung von Menschen wendet, die in anderen Teilen der Welt unterbezahlt und in Elend die Produkte unseres Wohlstands herstellen.“

    ErstunterzeichnerInnen:

    Anonyme Billeteurinnen und Billeteure (anonymebilleteure.tumblr.com)
    Christian Diaz (ehemaliger Billeteur und Künstler)
    Nikolaus Habjan (Puppenspieler und Regisseur)
    Elfriede Jelinek (Schriftstellerin)
    Sabine Kock (IG Freie Theaterarbeit)
    Maria Anna Kollmann (Dachverband Filmschaffende)
    Daniela Koweindl (IG Bildende Kunst)
    Hubsi Kramar (Regisseur)
    Anna Maria Krassnig (Regisseurin)
    Kulturrat Österreich (www.kulturrat.at)
    Monika Meister (Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Univerität Universität Wien)
    Cornelius Obonya (Schauspieler)
    Nicholas Ofczarek (Schauspieler)
    Alexander Pollak (SOS Mitmensch)
    René Pollesch (Autor und Regisseur)
    Birgit Sauer (Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien)
    Robert Schindel (Schriftsteller)
    Volker Schmidt (Regisseur) (Autor und Regisseur)
    Susanne Scholl (freie Journalistin, Schriftstellerin)
    Gregor Seberg (Schauspieler)
    Ursula Strauss (Schauspielerin)