Bürgerinitiative "Rettet die Wies!"

Petition richtet sich an
Amt der O.Ö. Landesregierung; BH Gmunden; Gemeinderat Scharnstein

1.242 Unterschriften

83 %
1.500 für Sammelziel

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Neuigkeiten

17.07.2026, 04:25

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Das Land sieht die Flugrettungsversorgung auch ohne Martin 3 gesichert. Die ASKÖ will die Flugrettung am bestehenden Flugfeld erhalten. Damit fällt die bisherige Rechtfertigung für den privaten Heliport in der Wies endgültig weg.

Scharnstein, 17. Juli 2026

Die Aussagen von Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander schaffen Klarheit: Martin 3 wird von einem privaten Unternehmen betrieben. Das Land Oberösterreich greift in den Streit zwischen Heli Austria und der ASKÖ nicht ein, weil es sich um ein privates Angebot handelt. Gleichzeitig erklärt Haberlander, dass die Flugrettungsversorgung der Bevölkerung durch die bestehenden Christophorus-Hubschrauber gesichert ist.

Damit ist klar:
Die öffentliche Flugrettung in Oberösterreich hängt weder von Martin 3 noch von einem neuen Heliport in der Wies ab.
Der Bericht enthält keine Zusage, Scharnstein verbindlich in das offizielle oberösterreichische Flugrettungssystem aufzunehmen. Das Land behandelt Martin 3 vielmehr als privates Angebot und sieht die Versorgung auch dann als gesichert an, wenn dessen Zukunft in Scharnstein offen bleibt.

Haberlander bestätigt unsere Kernforderung
Die Bürgerinitiative fordert seit Monaten:
Entweder wird Scharnstein verbindlich in das öffentliche Flugrettungssystem aufgenommen – oder der weiterhin geplante private Heliport in der Wies muss einer förmlichen und transparenten UVP-Feststellung unterzogen werden.
Ein privates unternehmerisches und kommerzielles Hubschrauberangebot darf nicht unter dem Schlagwort „Flugrettung“ zur Rechtfertigung für Naturzerstörung, Grünlandversiegelung und zusätzlichen kommerziellen Hubschrauberlärm im Almtal werden.

Bürgermeister Raffelsberger muss zu seinem Wort stehen
Bürgermeister Rudolf Raffelsberger hat uns schriftlich erklärt (siehe beigeschlossenes Dokument), die Frage einer UVP-Feststellung stelle sich für ihn derzeit nicht, wenn Martin 3 am bestehenden Flugfeld bleiben könne. Er stellte unmittelbar zuvor ausdrücklich auf die weitere Stationierung von Martin 3 ab und verband damit seine ablehnende Haltung zur UVP-Forderung.
Jetzt ist genau diese Voraussetzung nicht mehr gegeben: Die ASKÖ will den Flugrettungsstandort erhalten, sucht aber einen anderen Betreiber. Martin 3 ist am Flugfeld nicht dauerhaft abgesichert.

Gleichzeitig hält Heli Austria am Standort Wies als Alternative fest.

Wenn Martin 3 nicht am Flugfeld bleibt und Heli Austria die Wies weiterverfolgt, muss Raffelsberger zu seinem Wort stehen: Jetzt ist die UVP-Feststellung einzufordern. Auch  kann sich die ÖVP Fraktion im Gemeinderat nicht mehr dieser Forderung entschlagen.
Als Bürgermeister und Landtagsabgeordneter muss er Heli Austria beziehungsweise die Projektseite öffentlich auffordern, ein UVP-Feststellungsverfahren zu beantragen. Und er muss den Oö. Umweltanwalt ersuchen, eine förmliche UVP-Klärung zu beantragen oder aktiv herbeizuführen.
Gleichzeitig widerspricht Haberlander dem von Bürgermeister Rudolf Raffelsberger erweckten Eindruck, Martin 3 beziehungsweise der Standort Scharnstein sei bereits Teil des oberösterreichischen Flugrettungssystems. Raffelsberger hatte erklärt, Scharnstein solle „auch künftig“ ein wichtiger Bestandteil dieses Systems bleiben; Haberlander stellt nun klar, dass Martin 3 ein privates Angebot ist das NICHT Teil des oberösterreichischen Flugrettungssystems ist.

Wer Flugrettung will, muss die ASKÖ unterstützen
Die ASKÖ erklärt unmissverständlich, dass es am bestehenden Flugfeld auch künftig einen Rettungshubschrauber geben soll – nur mit einem anderen Betreiber.
Wenn es Bürgermeister Raffelsberger tatsächlich um die Versorgung der Bevölkerung und nicht um einen bestimmten privaten Anbieter geht, muss er diese Initiative mit offenen Armen begrüßen.
Warum sollte Flugrettung in Scharnstein nur mit Heli Austria möglich sein, wenn die ASKÖ den Standort ausdrücklich für einen neuen Flugrettungspartner erhalten will?

Die Bürgerinitiative fordert daher:

  1. Volle Unterstützung für die ASKÖ bei der Ansiedlung eines zur gemeinnützigen Struktur des Flugfelds passenden Flugrettungspartners.
  2. Eine öffentliche Korrektur des Eindrucks, Scharnstein sei bereits verbindlicher Bestandteil des offiziellen OÖ-Flugrettungssystems.
  3. Eine klare Aufforderung an Heli Austria und den Oö. Umweltanwalt, bei Weiterverfolgung der Wies eine förmliche UVP-Feststellung herbeizuführen.

Flugrettung am bestehenden Flugfeld: ja.
Privater Heliport in der Wies ohne UVP-Feststellung: nein.

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