• By: Mag. Astrid Eisenkopf, Landesrätin für Umwelt- ... more
  • To: Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter
  • Region: Europäische Union more
    Topic: Environment mehr
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    Language: German
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Weg mit Glyphosat

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Der Einsatz von glyphosatbasierten Herbiziden ist in den letzten Jahren, sowohl auf landwirtschaftlichen Flächen als auch auf kommunalen Flächen, (Parkanlagen, Straßenrändern, Friedhöfen, Parks etc) weltweit massiv angestiegen. Wissenschaftliche Studien beweisen, dass es bei dessen Aufbringung zu einer massiven Beeinträchtigung der Biodiversität kommt und die Arten- und Lebensvielfalt einer großen lebensbedrohlichen Situation ausgesetzt ist. Weiters liegen eindeutige wissenschaftliche Studien vor, die Glyphosat erhebliche gesundheitsschädliche und lebensbedrohliche Auswirkungen für den Menschen bestätigen. Die Internationale Krebsforschungsagentur der WHO hat im März letzten Jahres erklärt, dass Glyphosat bei Menschen „wahrscheinlich Krebs verursachen kann“.
Während sich die WHO für ihre Gefahreneinschätzung ausschließlich auf öffentlich zugängliche Studien von verschiedenen unabhängigen Forschungsinstituten beruft, werden Studien zur Gegenargumentation herangezogen, die von Herstellerfirmen in Auftrag gegeben wurden und somit kein wahrheitsgetreues und objektiven Bild der tatsächlichen Gefahren und Risiken liefern.


Anfang März dieses Jahres hätten die 28 EU-Mitgliedstaaten im Rahmen der Sitzung des Ständigen Ausschusses für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel in Brüssel über eine neuerliche Zulassung von Glyphosat für weitere 15 Jahre abstimmen sollen. Die Entscheidung wurde jedoch auf Mai 2016 vertagt. - Zum Glück, denn Österreich hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser Verlängerung zugestimmt.

Fakt ist, die wissenschaftlichen Zweifel an der Unbedenklichkeit von Glyphosat konnten in den letzten Jahren und Wochen, trotz umfangreicher Versuche und in Auftrag gegebener Studien, nicht widerlegt werden. Wir gehen davon aus, dass sich das bis zum nächsten Abstimmungstermin im EU-Ausschuss im Mai nicht wesentlich ändern wird. Daher darf es auch keine Neuzulassung geben.
Bis zum heutigen Tag fehlt ein derartiges Bekenntnis des zuständigen Landwirtschaftsministers Andrä Rupprechter. Dieser versucht sich bei der Debatte um die Neuzulassung des umstrittenen „Unkrautvernichters“ aus der politischen Verantwortung zu nehmen.

Die Gesundheit der ÖsterreicherInnen und die vielfältige Lebens- und Artenvielfalt darf nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. Der Schutz von Mensch, Gesundheit und Umwelt muss wichtiger sein als die Gewinninteressen einiger Konzerne.

Lieber Herr Minister, nehmen Sie im Mai 2016 diese wahrscheinlich letzte und einmalige Chance wahr und stimmen sie gegen eine Neuzulassung.

Reasons:

Glyphosathältige Wirkstoffe können heutzutage von praktisch jedem Kleingärtner in jedem Garten- oder Baumarkt frei erworben werden. Österreichweit werden jährlich rund 400 Tonnen Glyphosat aufgebracht.

Gefährliche Pflanzenschutzmittel können in Böden und Grundwasser eindringen, dadurch nicht nur unsere Umwelt belasten, sondern auch über unsere Lebensmittel sowie, wie im Fall vom Glyphosat, durch den direkten Kontakt mit dem Mittel, die menschliche Gesundheit gefährden. Diese gesundheitliche Gefahr bestätigt auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Im März letzten Jahres hat diese den Wirkstoff als „wahrscheinlich krebserregend“ (Kategorie 2a) eingestuft. Laut dem Bericht der WHO, gebe es eindeutige Nachweise an Menschen und ausreichende Nachweise an Tieren für das krebserregende Potenzial. Studien hätten im Rahmen der Embryonalentwicklung die zellschädigende Wirkung von Glyphosat belegt, besonders in Verbindung mit dem Hilfsstoff Tallowamin, der die Aufnahme des Herbizids durch die Zellmembranen erleichtert.

Aus Gründen des Schutzes der Umwelt, der Biodiversität und der Gesundheit des Menschen ist es daher dringend geboten, den Einsatz von Glyphosat zu verringern bzw. ganz zu beenden.

In the name of all signers.

Eisenstadt, 11 Mar 2016 (aktiv bis 10 May 2016)


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