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Bild zur Petition mit dem Thema: Stopp Indect Stopp Indect
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Committee on Petitions (Petitionsausschuß)
  • Region: Europäische Union mehr
    Kategorie: Datenschutz mehr
  • Status: Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 449 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Stopp Indect

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Stopp INDECT - Schluss mit dem europäischen Überwachungswahn

Was ist INDECT?

INDECT steht für “INtelligent information system supporting observation, searching and DEteCTion for security of citizens in urban environment” (“Intelligentes Informationssystem, das Überwachung, Suche und Entdeckung für die Sicherheit von Bürgern in einer städtischen Umgebung unterstützt”). Es ist ein Forschungsprojekt der Europäischen Union, startete 2009 und soll 2014 abgeschlossen sein.

INDECT ist das umfassendste Überwachungsprogramm, das je installiert werden sollte. Es umfasst nicht nur das Internet. Auch Menschen auf der Straße werden INDECT nicht entgehen. Was wie wirre Science Fiction klingt, könnte ab 2014 schwer zu begreifende Wirklichkeit werden. Science Fiction war gestern. INDECT ist morgen. INDECT verbindet sämtliche Daten aus Foren, Social Networks (z.B. Facebook), Suchmaschinen des Internets mit staatlichen Datenbanken, Kommunikationsdaten und Kamerabeobachtungen auf der Straße. INDECT wird wissen, wo wir sind, was wir tun, weshalb wir es tun und was unsere nächsten Schritte sein werden. INDECT wird unsere Freunde kennen und wissen, wo wir arbeiten. INDECT wird beurteilen, ob wir uns normal oder abnormal verhalten.

INDECT beinhaltet folgende Maßnahmen: Im Internet

Überwachung des Internets mit Hilfe von Suchmaschinen im www, UseNet, Social Networks (Facebook, WKW etc.), Foren, Blogs, P2P-Netzwerke sowie individuelle Computersysteme

Auffinden von Bildern und Videos mit Hilfe von Wasserzeichen, sowie automatisierte Suchroutinen zum Aufspüren von beispielsweise Gewalt oder “abnormalem Verhalten”

Eine weiterentwickelte Computerlinguistik deren Suchroutinen in der Lage sind Beziehungen zwischen Personen, sowie den Kontext einer Unterhaltung, z.B. in Chats, bei der Interpretation der Sprache, mit einzubeziehen

Auf der Straße:

Mobiles städtisches Überwachungssystem (“Mobile Urban Observation System”)

Drohnen = Fliegende Kameras (so genannte “Unmanned Aerial Vehicles” (UAV) wie etwa Quadrocopter)

Die UAV sollen “intelligent und autonom” vernetzt werden und miteinander kooperieren, um verdächtige bewegliche Objekte automatisiert und eigenständig sowohl identifizieren als auch im städtischen Raum per Schwarmverhalten verfolgen zu können.

Überwachungskameras nutzen präventiv die biometrischen Daten aus Pässen und Personalausweisen, um Personen zu identifizieren und Bewegungsmuster zu erstellen.

Die daraus erhaltenen Daten sollen in einer Datenbank gespeichert und durch bereits vorhandene Daten ergänzt werden. Dazu gehören unter anderem:

Überwachungskameras

Handy-Ortung (z.B. via GSM/GPS)

Gesichtserkennung (z.B. via biometrischer Daten in elektronischen Ausweisen)

Telekommunikationsüberwachung (Vorratsdatenspeicherung)

Als Kriterien für “abnormales Verhalten” wurden unter anderen folgende Punkte bei einer Umfrage mit polnischen Polizisten identifiziert. Als gefährlich wird unter anderem eingestuft, wer…

auf der Straße rennt kämpft zu schnell fährt

im öffentlichen Nahverkehr auf dem Fußboden sitzt zu lange sitzt Gepäck vergisst

im Stadion Flaschen wirft das Spielfeld betritt

am Flughafen Gepäck vergisst zu lange sitzt

Aus den Fragebögen-Ergebnissen wird abgeleitet, welche Verhaltensweisen automatisiert erkannt werden sollen:

Bewegung in die “falsche” Richtung

“Herumlungern”

Treffen von mehr als X Personen

Autodiebstahl

Laufen

fallende Personen

Gepäck vergessen

Herumsitzen, länger als die Dauer X

Schreien

Schüsse, Explosionen

fluchende Personen

Man ist also in nahezu jeder Situation verdächtig. Wer im öffentlichen Nahverkehr auf dem Fußboden sitzt, zu lange mitfährt oder sein Gepäck vergißt, muß mit Maßnahmen der Sicherheitskräfte rechnen. Genauso verdächtig sind “herumlungern”, sich mit zu vielen Personen treffen und fluchen.

Anhand der gewonnenen Profile über jeden einzelnen sollen die automatisierten Programme lernen, sogenannte “Gefährder” selbständig zu erkennen. Wird ein solcher potentieller “Gefährder” erkannt, können seine Daten ebenfalls selbstständig vom System eingeholt werden. Nach kurzer Durchleuchtung der Informationen wird die Person in eine bestimmte Gefahrenkategorie eingeteilt und gegebenenfalls (z.B. bei “sehr verdächtig”) die Polizei informiert.

Begründung:

Konsequenzen

2012 soll INDECT an den Besuchern der Fußball-Europameisterschaft in Polen/der Ukraine getestet werden. Die Ziele dieses Feldversuchs sollen Registrierung von “abnormalem Verhalten” sowie das gezielte Filtern von Sprechchören sein. 2013 wird das Europäische Forschungsprojekt beendet sein. INDECT wird Ergebnisse bringen. Daten jedes Bürgers aus sämtlichen Datenquellen miteinander verknüpfen und auswerten können. Eigenständig verdächtiges Verhalten auf der Straße registrieren und melden können. Mit INDECT wird man versuchen, vorauszusehen, wo Protest aufkommen könnte – im Idealfall bevor es die Protestierenden selbst wissen. INDECT ist ein Instrument, von dem man sich Einschüchterung, vor allem aber Kontrolle verspricht. Eine Möglichkeit, die Kontrolle zu behalten, ohne auf den Menschen Rücksicht nehmen zu müssen.

INDECT will wissen, was wir tun, bevor wir es selbst wissen

INDECT wird unsere Gesellschaft nachhaltiger verändern als jede andere Überwachungsmaßnahme bisher

INDECT wird definieren, was Normalität ist

INDECT ist der Alptraum von George Orwell

Wer überwacht die Überwacher?

Aufgrund vielfältiger Kritik beschlossen die Projekt-Verantwortlichen vor nicht allzu langer Zeit eine neue Geheimhaltungsstufe. Welche Daten des Forschungsprojekts an die Öffentlichkeit gelangen, beschließt ab jetzt ein INDECT-”Ethikrat”. Der – veröffentlichte Teil – der Besetzung des Ethikrats besteht aus 4 Polizisten, 2 Forschern im Bereich der Sicherheitstechnologien, 1 Professor für Mensch-Computer Interaktion, 1 Vertreter der Multimedia-Industrie, 1 Professor für Rechtskunde, 1 Rechtsanwalt für Menschenrechte und 1 Professor für Ethik (www.indect-project.eu/ethics-board-members). Ein Ethikrat der zum Großteil aus Polizeibeamten und Profiteuren besteht kann nicht wirklich ernstzunehmen sein.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Wilhelmshaven, 27. 03. 2014 (aktiv bis 13.12.2014)

(Quelle: www.stopp-indect.info/ )

Engl:

INDECT is an Informationsystem to support the search, discovery and monitoring of citizens in urban enviroments. The goal is to increase the security of citizens.

But INDECT is the largest spy program that ever is seen since the STASI time.

Drones and surveillance cameras watching you. Your biometrics, communications, transaction data are collected and processed independently. INDECT then categorizes your risk potential.

INDECT project is subject to confidentiality and ethics committee decides to get the information to the public. This so-called Ethics Council consists mostly of police officials and profiteers and is therefore not to be taken seriously.

You move in the wrong direction or fall down: INDECT sees you.

You meet with your friends in a public place: INDECT sees you.

You scream or curse: INDECT hear you.

You lost your luggage or you stay sitting for a while: INDECT sees you!

You internet or are communicating in other ways: INDECT knows that!

INDECT will know what you're doing and what your family and friends do.

INDECT will determine your actions, because you are afraid of going to attract attention.

INDECT will know what we are doing before we know it.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Berlin, 28.03.2014 (aktiv bis 27.09.2014)


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CONTRA: George Orwell - 1984 ist doch schon lange Realität, zumindest im Verborgenen und Geheimen, wie spätestens die NSA gezeigt hat. Internet,Facebook, Kreditkarten,Girokonten Handys, Foren und Telefonate ermöglichen doch schon lange die Anfertigung eines perfekten ...



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