Petition

Kinderbetreuungsgeld für familienpädagogische Pflegestellen auch bei weniger als 91 Tagen gemeinsamer Wirtschafts- und Wohngemeinschaft.

Sehr geehrte Damen und Herrn!

Die Novellierung des Kinderbetreuungsgeldgesetzes ( KBGG) sowie die damit verbundene Neuregelung der Anspruchsvoraussetzungen stellen für Pflegefamilien, die Kinder in Krisen- und Notsituationen im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe aufnehmen, eine massive Benachteiligung dar. Demnach wird das Kinderbetreuungsgeld nur dann gewährt, wenn eine dauerhafte Wirtschafts und Wohngemeinschaft mehr als 91 Tage besteht.

Reason

In der Steiermark gibt es rund 70 familienpädagogische Pflegefamilien, die eigens dafür ausgebildet sind, Kinder in Krisensituationen unverzüglich d.h. oft innerhalb weniger Stunden in ihren Familien aufzunehmen. Vor allem Säuglinge und Kleinkinder werden vorzugsweise in familienpädagogischen Pflegefamilien untergebracht. Damit stellen diese Familien im Kontext einer bedeutsamen sozial- und gesellschaftspolitischen Frage eine unverzichtbare Ressource dar.

Grundsätzlich bestehen bei den meisten Unterbringungen die formalen Voraussetzungen für den Bezug des Kinderbetreuungsgeldes.

Nachdem die Klärung der Perspektive der untergebrachten Kinder, je nach Ausgangslage der Herkunftsfamilien, von nicht absehbarer Dauer ist, enden manche Unterbringungen auch bisweilen kurz vor dem 91 Unterbringungstag. Im Jahr 2017 sind uns daher einige Fälle bekannt geworden, in denen kein Kinderbetreuungsgeld ausbezahlt wurde.

Wir möchten mit diesem Schreiben auf die Situation der Familienpädagogischen Pflegefamilien in der Steiermark aufmerksam machen und wollen eine Auseinandersetzung mit dieser Thematik erreichen, da wir davon ausgehen, dass dieser Sachverhalt auch für Pflegeeltern in anderen Bundesländern zutreffend ist. Erstrebenswert wäre eine weiter Ausnahmeregelung zu schaffen, wie sie etwa auch beim Thema Krankenhausaufenthalte § 2 (6) im, Gesetz ermöglicht wurde. Wir - die Famileinpädagogischen Pflegestellen in der Steiermark - freuen uns, wenn sie diese Petition unterstützen.

Thank you for your support, Andreas und Claudia Illek from Graz
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Why people sign

  • on 07 Jun 2018

    Weil es Wartezeiten und Beziehungszeiten für den Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld gibt, die von den Krisenpflegeeltern oft nicht erreicht werden und wir Krisenpflegeeltern oft wochenlang um das Kinderbetreuungsgeld umfallen. Daher unsere Bitte um Novellierung

  • on 18 May 2018

    Weil Pflegefamilien Kinderbetreuungsgeld verdienen.

  • on 09 May 2018

    Ich bin selber teilweise betroffen, und finde diesen Zustand einfach ungerecht.

  • on 06 May 2018

    Weil ich auch solche Kinder betreue und mir eine gerechte Bezahlung zusteht.

  • on 28 Apr 2018

    Da ich als familienpädagogin davon betroffen bin und es wäre nicht daran zu denken welche Probleme das jugendamt hätte, würden wir (familienpädagogInnen) keine Kinder in krise aufnehmen, sofern sie nicht länger als 91 tage am krisenpflegeplatz blieben. dies ist nicht zu verantworten! ich/wir haben jedoch in dieser zeit alle ausgaben und diese sind oft sehr hoch, da die kinder meist ohne "etwas" von jetzt auf jetzt in unsere Familien kommen, zu tätigen.

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