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Bild zur Petition mit dem Thema: Für ein anderes Integrationsgesetz Für ein anderes Integrationsgesetz
  • Von: Österreichisches Sprachdiplom Deutsch (ÖSD) mehr
  • An: Austria
  • Region: Europäische Union mehr
    Kategorie: Migration mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
    Sprache: Deutsch
  • Sammlung beendet
  • 1.781 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Für ein anderes Integrationsgesetz

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Wir fordern:

• Sprachprüfungen ohne „Werte”-Teil

• Gültigkeit international anerkannter Sprachzertifikate und qualifizierter Kursträger als gleichwertige Angebote für die Integrationsvereinbarung

• fairen Wettbewerb und Gleichstellung gleichwertiger Kurs- und Prüfungsangebote

• Fortsetzung der bisher geleisteten, gesellschaftspolitisch gewinnbringenden Integrationsarbeit durch staatlich geförderte Erwachsenenbildungseinrichtungen, private Kursträger und anerkannte Prüfungsanbieter

Begründung:

Instrumentalisierung von Deutschprüfungen in der Integrationspolitik?

Die Novelle zum Integrationsgesetz sieht eine Verschränkung der Prüfungsteile „Werte” und „Sprache” vor. Dies ist aufgrund der kulturalistischen und didaktisch zweifelhaften Konzeption von „Wertekursen” und „Werteprüfungen” aus fachlicher Sicht grundsätzlich zu hinterfragen. Die Vermittlung und Testung von „Werten” soll über den Weg einer Gesetzesänderung legitimiert werden, kann jedoch durch eine seriöse fachliche Expertise nicht bestätigt werden. Das Niveau A2/B1 (lt. GER) ist nicht ausreichend, um „Werte” zu vermitteln und zu testen – sofern dies überhaupt möglich und notwendig ist. Daher wären entsprechende Zertifikate kaum aussagekräftig. Anerkannte Kursangebote sowie qualitative Sprachnachweise wie die Zertifikate des ÖSD wären nicht mehr wie bislang für die Integrationsvereinbarung gültig. Durch eine geringere Auswahl an Prüfungsanbietern werden sogenannten „Drittstaatsangehörigen” weitere Hürden in den Weg gelegt.

Alleinige Zuständigkeit einer einzigen Stelle?

Dem ÖIF wird laut Gesetzesnovelle die alleinige Zuständigkeit für Curricula-Erstellung, Monitoring sowie Zertifizierung von Kursträgern und Prüfungsanbietern übertragen. Eine Verknüpfung von erstellender, ausführender und kontrollierender Stelle widerspricht zeitgemäßen Transparenzansprüchen, Qualitätsstandards und Wettbewerbsprinzipien.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Wien, 17.03.2017 (aktiv bis 13.06.2017)


Debatte zur Petition

PRO: Werte KANN man nicht abprüfen. Nach Werten kann man handeln. Man kann auf Basis von Werten Regeln aufstellen. Man kann die Kenntnis von Regeln abprüfen. Man kann die Nicht-Einhaltung von Regeln unter Strafe stellen. Die Republik HAT die Nicht-Einhaltung ...

PRO: Ich kann die o.a. Petition nicht unterschreiben, da mir die förderungsinstitutionelle Verschränkung der beiden Kursangebote nicht wirklich transparent gemacht werden konnte. Ich sehe aber sehr wohl die Unmöglichkeit, den Effekt von "Wertekursen" zu evaluieren ...

CONTRA: ÖIF ist per Definition zuständig und hat schon jetzt sehr gute Unterlagen zur Verfügung gestellt. Er soll weiter coordiieren und delegieren.

>>> Zur Debatte



Unterstützer nach Länder

LandAnzahl  Quorum?
Österreich 1.561 11,0%
Deutschland 36 0,0%
Schweiz 9
Magyarország 9 0,1%

Petitionsverlauf

Unterstützer Betroffenheit