Wir warten nicht mehr!

Petition is addressed to
Consiglio della Provincia autonoma di Bolzano

4,185 Signatures

Collection finished

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  1. Launched January 2026
  2. Collection finished
  3. Submitted on 11 Mar 2026
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

Petition addressed to: Consiglio della Provincia autonoma di Bolzano

Südtirol kann die Pflegeeinstufungen nicht mehr gewährleisten: 2025 konnten nur etwas mehr als die Hälfte der eingereichten Gesuche bearbeitet werden. In Zahlen waren es 3.374 von insgesamt 7.421 Ansuchen. Die durchschnittliche Wartezeit liegt bei 7 Monaten - eine Zeit, die finanziell von pflegenden Angehörigen überbrückt werden muss. Auch die automatische Einstufung im Demenzbereich zeigt nicht den gewünschten Erfolg. Insgesamt sind landesweit 17 Einstufungsteams aktiv.

Reason

Diese Petition ist wichtig, um pflegende Angehörige zu unterstützen, Druck auf die Politik zu machen, damit das Verfahren der Pflegeeinstufung gerechter, schneller und fachlicher erfolgt. Die gesammelten Unterschriften werden dann an die zuständige Landerätin Pamer übergeben. Sollten genügend Unterschriften gesammelt werden, wird auch eine öffentliche Anhörung im Landtag in Erwägung gezogen.

Thank you so much for your support, Ulrike Maria Hilber, Kaltern
Question to the initiator

Petition details

Petition started: 01/28/2026
Collection ends: 07/27/2026
Region: South Tyrol
Topic: Welfare

News

  • Sehr geehrte UnterstützerInnen,

    ich möchte Ihnen mit dieser Mail einen kleinen Rückblick geben und die neuen Entwicklungen mitteilen. Durch unsere Petition gelang es uns, fast 4200 Unterschriften zu sammeln. Diese wurden der Landesrätin mit konkreten Vorschlägen übergeben. Bereits in der darauffolgenden Pressekonferenz versprach sie vieles, nichts ist bis zum heuteigen Datum eingetreten. Auch ein Beschlußantrag wurde eingereicht, der mit 17:17 Stimmen leider abgelehnt wurde. Daraufhin sind wir eine Kooperation mit Codacons Italia eingegangen. Mit einem Sitz in Bozen vertreten Dr. Zanvit Manuel und der Präsident von Codacons Italien Dr. Bruno Barbieri und Avv. Matteo Moschini unsere Anliegen und somit auch Ihre als pflegende Angehörige und Unterstützer. Codacons hat uns in der Formulierung einer Abmahnung an die Landesregierung unterstützt. Diese beinhaltet drei konkrete Vorschläge:

    • Aufstockung des Personals (ist bis heute nicht geschehen, teilweise stimmen auch die Zahlen des Landerätin nicht und die Dienste wissen nicht einmal Bescheid darüber)
    • Errichtung eines Garantiefonds, um die häusliche Pflege im Übergang zu finanzieren. Dieses Geld muss dann bei Eingang des Pfleggeldes wieder zurückbezahlt werden.
    • Automatische Aushändigung des VITA Fragebogens nach der Einstufung. Auch dieser Vorschlag wurde abgelehnt, weil er zu viel "Koste verursacht". Im Zeitalter der Digitalisierung müssen wir auch keine Post verschicken.

    Es sind überall Ausreden. Wir haben uns heute wieder mit Codacons getroffen, sprechen mit allen Parteien und sind auch bereit, sollten die Gespräche nichts bringen, vor das Verwaltungsgericht zu ziehen, um Patientenrechte zu gewährleisten. Ebenso wird ein runder Tisch eingerichtet und eine Anhörung im Landtag geplant.

    Dafür brauchen wir IHRE UNTERSTÜTZUNG!

    Wir brauchen Ihre Bereitschaft, bei den Anhörungen anweisend zu sein, damit wird den Druck auf die Landesregierung vergrößern können. Ich bitte Sie alle: machen Sie pflegende Angehörige darauf aufmerksam, ermutigen Sie sie uns zu unterstützen.
    Gerne können Sie auch meine Mail: ulrike.hilber@gmail.com oder meine Telefonnummer 3801041555 weitergeben.

    Vielen Dank für ihren wertvollen Support!

    Mit freundlichen Grüßen
    Ulrike, Monika und Tanja

  • Guten Abend liebe UnterstützerInnen,

    Dr. Zanvit (Codancons Bozen), Matteo Moschini (Treviso) und Bruno Barbieri (Vizepräsident der Codacons Italien und Präsident der Emilia Romagna) unterstützen uns in dieser Abmahnung. Es wurden bewusst italienische Rechtsanwälte gewählt, weil bei uns niemand gegen die Landesregierung vorgehen würde. Folgendes Forderungen sind in der Abmahnung enthalten:

    alle organisatorischen, logistischen und personellen Maßnahmen zu ergreifen, um den Rückstand abzubauen und die Verfahrensdauer auf die gesetzlich vorgeschriebenen 60 Tage zu reduzieren
    Codacons verlangt eine schriftliche und detaillierte Rückmeldung über die geplanten oder bereits ergriffenen Maßnahmen und einen detallierten Zeitplan
    Einrichtung eines außerordentlichen Landes - Garantiefonds, um mindestens einen Vorschuss auf das Pflegegeld garantieren zu können und die Verpflichtung der Rückbezahlung, sobald das Pflegegeld rückwirkend ausbezahlt wird, oder das Verfahren eingestellt oder abgelehnt wird
    einen vereinfachten Antrag für die Antragsteller  
    das vollständige und effektive Recht auf Zugang zu den Verwaltungsunterlagen im Zusammenhang mit der Feststellung der Pflegebedürftigkeit zu gewährleisten, indem der Antragssteller mit der Mitteilung der Ergebnisse auch eine vollständige Kopie des VITA Fragebogens ausgehändigt bekommt.

    Die Landesregierung hat jetzt 30 Tage Zeit, auf die Abmahnung zu antworten. Passiert dies nicht, geht das Ganze vor Gericht, um die verletzten Rechte und die kollektiven Interessen der Bürger zu schützen. Darüber hinaus behalten wir uns das Recht einer Sammelklage, zur Geltendmachung sämtlicher materieller und immaterieller Schäden vor, die den Bürgern aufgrund rechtswidriger Untätigkeit der Verwaltung entstanden sind. 

    Für Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

    LG und einen schönen Abend,

    Ulrike Hilber

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    zunächst möchten wir uns von Herzen bei euch bedanken: Über **4.200 pflegende Angehörige** haben unsere Petition unterschrieben. Dieses starke Signal zeigt, wie groß der Handlungsbedarf ist – und dass wir gemeinsam etwas bewegen können.

    Wir möchten euch heute transparent darüber informieren, **was bereits läuft** und **welche nächsten Schritte geplant sind**.

    Was bereits läuft

    1. Politische und institutionelle Aufmerksamkeit

    Unsere Petition hat bereits dazu beigetragen, das Thema pflegende Angehörige stärker in den Fokus zu rücken. Medial sind wir immer wieder präsent und das werden wir auch weiterhin aufrechterhalten. Wenn jemand dazu seine eigene Geschichte erzählen möchte, einfach bei mir melden.

    2. Austausch mit relevanten Stellen
    Wir haben bereits Kontakt aufgenommen bzw. Gespräche vorbereitet mit:

    * Entscheidungsträgern im Gesundheits- und Sozialbereich
    * möglichen Förderstellen (z. B. im Zusammenhang mit ESF+)

    3. Entwicklung eines neuen Versorgungsmodells
    Parallel zur Petition arbeiten wir konkret an einem innovativen Modell für die häusliche Pflege, mit folgenden Schwerpunkten:

    * pflegende Angehörige werden gestärkt, geschult und begleitet
    * Möglichkeit, dass Angehörige für ihre Pflegeleistung entlohnt werden
    * Aufbau eines selbsttragenden Systems, das weniger abhängig von öffentlichen Mitteln (Pflegegeldern) ist

    4. Aufbau eines Netzwerks (CAREfamilia)
    Wir haben begonnen, ein strukturiertes Netzwerk aufzubauen, das:

    * schnelle Beratung und Orientierung bietet
    * pflegende Angehörige miteinander verbindet
    * konkrete Unterstützung im Alltag ermöglicht

    Was aktuell in Planung ist

    1. Finanzierung und Nachhaltigkeit sichern
    Wir arbeiten an mehreren Wegen, um das Projekt langfristig tragfähig zu machen:

    * Prüfung von EU-Förderungen (ESF+)
    * Entwicklung eines Sozialunternehmens-Modells
    * Integration von Spenden- und Mitgliedsmodellen
    * Kooperationen mit Partnern (z. B. Apotheken, Dienstleister)

    2. Konkrete Entlastungsangebote
    Geplant sind:

    * niederschwellige Schulungen für pflegende Angehörige
    * Programme zur Gesundheitsförderung und Stressbewältigung
    * praktische Unterstützung im Pflegealltag

    3. Neue Einkommensmöglichkeiten für pflegende Angehörige
    Ein zentraler Ansatz ist:

    * pflegende Angehörige sollen finanziell profitieren können
    * z. B. durch Schulungen, Weitergabe von Wissen oder Einbindung ins Netzwerk
    * Aufbau eines Systems, das Pflege auch wirtschaftlich tragbar macht

    4. Pilotprojekte und Kooperationen
    Wir bereiten konkrete Pilotprojekte vor, u. a.:

    * Zusammenarbeit mit Institutionen und Kostenträgern
    * Entwicklung von regionalen Modellprojekten
    * Gespräche mit potenziellen Partnern im Gesundheitsbereich, Gespräche mit Arbeitgebern, um flexible Arbeitszeitmodelle zu ermöglichen.

    Was ihr jetzt tun könnt

    * Bleibt Teil der Bewegung, unterstütze uns als innovativer Arbeitgeber
    * Erzählt anderen von der Petition
    * Bringt euch aktiv ein – eure Erfahrungen sind wertvoll

    Wir halten euch weiterhin regelmäßig auf dem Laufenden.

    Gemeinsam können wir die Pflege in Südtirol nachhaltig verändern.

    Herzliche Grüße
    Ulrike Hilber / CAREfamilia Team

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