Wir warten nicht mehr!

Petition is addressed to
Consiglio della Provincia autonoma di Bolzano

4,185 Signatures

Collection finished

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  1. Launched 28/01/2026
  2. Collection finished
  3. Submitted on 11 Mar 2026
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

Petition addressed to: Consiglio della Provincia autonoma di Bolzano

Südtirol kann die Pflegeeinstufungen nicht mehr gewährleisten: 2025 konnten nur etwas mehr als die Hälfte der eingereichten Gesuche bearbeitet werden. In Zahlen waren es 3.374 von insgesamt 7.421 Ansuchen. Die durchschnittliche Wartezeit liegt bei 7 Monaten - eine Zeit, die finanziell von pflegenden Angehörigen überbrückt werden muss. Auch die automatische Einstufung im Demenzbereich zeigt nicht den gewünschten Erfolg. Insgesamt sind landesweit 17 Einstufungsteams aktiv.

Reason

Diese Petition ist wichtig, um pflegende Angehörige zu unterstützen, Druck auf die Politik zu machen, damit das Verfahren der Pflegeeinstufung gerechter, schneller und fachlicher erfolgt. Die gesammelten Unterschriften werden dann an die zuständige Landerätin Pamer übergeben. Sollten genügend Unterschriften gesammelt werden, wird auch eine öffentliche Anhörung im Landtag in Erwägung gezogen.

Thank you so much for your support, Ulrike Maria Hilber, Kaltern
Question to the initiator

Petition details

Petition started: 01/28/2026
Collection ends: 07/27/2026
Region: South Tyrol
Topic: Welfare

News

  • Guten Abend liebe UnterstützerInnen,

    Dr. Zanvit (Codancons Bozen), Matteo Moschini (Treviso) und Bruno Barbieri (Vizepräsident der Codacons Italien und Präsident der Emilia Romagna) unterstützen uns in dieser Abmahnung. Es wurden bewusst italienische Rechtsanwälte gewählt, weil bei uns niemand gegen die Landesregierung vorgehen würde. Folgendes Forderungen sind in der Abmahnung enthalten:

    alle organisatorischen, logistischen und personellen Maßnahmen zu ergreifen, um den Rückstand abzubauen und die Verfahrensdauer auf die gesetzlich vorgeschriebenen 60 Tage zu reduzieren
    Codacons verlangt eine schriftliche und detaillierte Rückmeldung über die geplanten oder bereits ergriffenen Maßnahmen und einen detallierten Zeitplan
    Einrichtung eines außerordentlichen Landes - Garantiefonds, um mindestens einen Vorschuss auf das Pflegegeld garantieren zu können und die Verpflichtung der Rückbezahlung, sobald das Pflegegeld rückwirkend ausbezahlt wird, oder das Verfahren eingestellt oder abgelehnt wird
    einen vereinfachten Antrag für die Antragsteller  
    das vollständige und effektive Recht auf Zugang zu den Verwaltungsunterlagen im Zusammenhang mit der Feststellung der Pflegebedürftigkeit zu gewährleisten, indem der Antragssteller mit der Mitteilung der Ergebnisse auch eine vollständige Kopie des VITA Fragebogens ausgehändigt bekommt.

    Die Landesregierung hat jetzt 30 Tage Zeit, auf die Abmahnung zu antworten. Passiert dies nicht, geht das Ganze vor Gericht, um die verletzten Rechte und die kollektiven Interessen der Bürger zu schützen. Darüber hinaus behalten wir uns das Recht einer Sammelklage, zur Geltendmachung sämtlicher materieller und immaterieller Schäden vor, die den Bürgern aufgrund rechtswidriger Untätigkeit der Verwaltung entstanden sind. 

    Für Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

    LG und einen schönen Abend,

    Ulrike Hilber

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    zunächst möchten wir uns von Herzen bei euch bedanken: Über **4.200 pflegende Angehörige** haben unsere Petition unterschrieben. Dieses starke Signal zeigt, wie groß der Handlungsbedarf ist – und dass wir gemeinsam etwas bewegen können.

    Wir möchten euch heute transparent darüber informieren, **was bereits läuft** und **welche nächsten Schritte geplant sind**.

    Was bereits läuft

    1. Politische und institutionelle Aufmerksamkeit

    Unsere Petition hat bereits dazu beigetragen, das Thema pflegende Angehörige stärker in den Fokus zu rücken. Medial sind wir immer wieder präsent und das werden wir auch weiterhin aufrechterhalten. Wenn jemand dazu seine eigene Geschichte erzählen möchte, einfach bei mir melden.

    2. Austausch mit relevanten Stellen
    Wir haben bereits Kontakt aufgenommen bzw. Gespräche vorbereitet mit:

    * Entscheidungsträgern im Gesundheits- und Sozialbereich
    * möglichen Förderstellen (z. B. im Zusammenhang mit ESF+)

    3. Entwicklung eines neuen Versorgungsmodells
    Parallel zur Petition arbeiten wir konkret an einem innovativen Modell für die häusliche Pflege, mit folgenden Schwerpunkten:

    * pflegende Angehörige werden gestärkt, geschult und begleitet
    * Möglichkeit, dass Angehörige für ihre Pflegeleistung entlohnt werden
    * Aufbau eines selbsttragenden Systems, das weniger abhängig von öffentlichen Mitteln (Pflegegeldern) ist

    4. Aufbau eines Netzwerks (CAREfamilia)
    Wir haben begonnen, ein strukturiertes Netzwerk aufzubauen, das:

    * schnelle Beratung und Orientierung bietet
    * pflegende Angehörige miteinander verbindet
    * konkrete Unterstützung im Alltag ermöglicht

    Was aktuell in Planung ist

    1. Finanzierung und Nachhaltigkeit sichern
    Wir arbeiten an mehreren Wegen, um das Projekt langfristig tragfähig zu machen:

    * Prüfung von EU-Förderungen (ESF+)
    * Entwicklung eines Sozialunternehmens-Modells
    * Integration von Spenden- und Mitgliedsmodellen
    * Kooperationen mit Partnern (z. B. Apotheken, Dienstleister)

    2. Konkrete Entlastungsangebote
    Geplant sind:

    * niederschwellige Schulungen für pflegende Angehörige
    * Programme zur Gesundheitsförderung und Stressbewältigung
    * praktische Unterstützung im Pflegealltag

    3. Neue Einkommensmöglichkeiten für pflegende Angehörige
    Ein zentraler Ansatz ist:

    * pflegende Angehörige sollen finanziell profitieren können
    * z. B. durch Schulungen, Weitergabe von Wissen oder Einbindung ins Netzwerk
    * Aufbau eines Systems, das Pflege auch wirtschaftlich tragbar macht

    4. Pilotprojekte und Kooperationen
    Wir bereiten konkrete Pilotprojekte vor, u. a.:

    * Zusammenarbeit mit Institutionen und Kostenträgern
    * Entwicklung von regionalen Modellprojekten
    * Gespräche mit potenziellen Partnern im Gesundheitsbereich, Gespräche mit Arbeitgebern, um flexible Arbeitszeitmodelle zu ermöglichen.

    Was ihr jetzt tun könnt

    * Bleibt Teil der Bewegung, unterstütze uns als innovativer Arbeitgeber
    * Erzählt anderen von der Petition
    * Bringt euch aktiv ein – eure Erfahrungen sind wertvoll

    Wir halten euch weiterhin regelmäßig auf dem Laufenden.

    Gemeinsam können wir die Pflege in Südtirol nachhaltig verändern.

    Herzliche Grüße
    Ulrike Hilber / CAREfamilia Team
  • Guten Morgen,

    wie Sie bereits erfahren haben, wurde die Petition übergeben und ein Beschlussantrag eingereicht, der mit 17:17 Stimmen abgelehnt wurde. Wir werden den Weg aber weitergehen und auch eine Sammelklage einreichen, das erste Vorgespräch fand bereits statt. Pflegende Angehörige, die sich für die Sammelklage interessieren, sind gebeten, sich bei mir zu melden. Die Klage wird extern finanziert, es kommen also keine finanziellen Forderungen auf Sie zu. Ich darf darauf hinweisen, dass wir mittlerweile eine Facebookgruppe eingerichtet haben und auch einen Whatsapp Chat. Neu ist auch, dass Tony Tschenett von der ASGB auch die Sozialpolitik der Landesregierung kritisiert, wir werden versuchen in den nächsten Tagen Kontakt zu ihm aufzunehmen.

    Hier kann die Facebookgruppe erreicht werden:
    www.facebook.com/groups/1428611672246245

    Für den Whatsapp Chat senden Sie mir bitte gerne eine Mail an:
    ulrike.hilber@gmail.com

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