04/01/2026, 03:02
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
zunächst möchten wir uns von Herzen bei euch bedanken: Über **4.200 pflegende Angehörige** haben unsere Petition unterschrieben. Dieses starke Signal zeigt, wie groß der Handlungsbedarf ist – und dass wir gemeinsam etwas bewegen können.
Wir möchten euch heute transparent darüber informieren, **was bereits läuft** und **welche nächsten Schritte geplant sind**.
Was bereits läuft
1. Politische und institutionelle Aufmerksamkeit
Unsere Petition hat bereits dazu beigetragen, das Thema pflegende Angehörige stärker in den Fokus zu rücken. Medial sind wir immer wieder präsent und das werden wir auch weiterhin aufrechterhalten. Wenn jemand dazu seine eigene Geschichte erzählen möchte, einfach bei mir melden.
2. Austausch mit relevanten Stellen
Wir haben bereits Kontakt aufgenommen bzw. Gespräche vorbereitet mit:
* Entscheidungsträgern im Gesundheits- und Sozialbereich
* möglichen Förderstellen (z. B. im Zusammenhang mit ESF+)
3. Entwicklung eines neuen Versorgungsmodells
Parallel zur Petition arbeiten wir konkret an einem innovativen Modell für die häusliche Pflege, mit folgenden Schwerpunkten:
* pflegende Angehörige werden gestärkt, geschult und begleitet
* Möglichkeit, dass Angehörige für ihre Pflegeleistung entlohnt werden
* Aufbau eines selbsttragenden Systems, das weniger abhängig von öffentlichen Mitteln (Pflegegeldern) ist
4. Aufbau eines Netzwerks (CAREfamilia)
Wir haben begonnen, ein strukturiertes Netzwerk aufzubauen, das:
* schnelle Beratung und Orientierung bietet
* pflegende Angehörige miteinander verbindet
* konkrete Unterstützung im Alltag ermöglicht
Was aktuell in Planung ist
1. Finanzierung und Nachhaltigkeit sichern
Wir arbeiten an mehreren Wegen, um das Projekt langfristig tragfähig zu machen:
* Prüfung von EU-Förderungen (ESF+)
* Entwicklung eines Sozialunternehmens-Modells
* Integration von Spenden- und Mitgliedsmodellen
* Kooperationen mit Partnern (z. B. Apotheken, Dienstleister)
2. Konkrete Entlastungsangebote
Geplant sind:
* niederschwellige Schulungen für pflegende Angehörige
* Programme zur Gesundheitsförderung und Stressbewältigung
* praktische Unterstützung im Pflegealltag
3. Neue Einkommensmöglichkeiten für pflegende Angehörige
Ein zentraler Ansatz ist:
* pflegende Angehörige sollen finanziell profitieren können
* z. B. durch Schulungen, Weitergabe von Wissen oder Einbindung ins Netzwerk
* Aufbau eines Systems, das Pflege auch wirtschaftlich tragbar macht
4. Pilotprojekte und Kooperationen
Wir bereiten konkrete Pilotprojekte vor, u. a.:
* Zusammenarbeit mit Institutionen und Kostenträgern
* Entwicklung von regionalen Modellprojekten
* Gespräche mit potenziellen Partnern im Gesundheitsbereich, Gespräche mit Arbeitgebern, um flexible Arbeitszeitmodelle zu ermöglichen.
Was ihr jetzt tun könnt
* Bleibt Teil der Bewegung, unterstütze uns als innovativer Arbeitgeber
* Erzählt anderen von der Petition
* Bringt euch aktiv ein – eure Erfahrungen sind wertvoll
Wir halten euch weiterhin regelmäßig auf dem Laufenden.
Gemeinsam können wir die Pflege in Südtirol nachhaltig verändern.
Herzliche Grüße
Ulrike Hilber / CAREfamilia Team