Petição dirigida a:
Consiglio della Provincia autonoma di Bolzano
Südtirol kann die Pflegeeinstufungen nicht mehr gewährleisten: 2025 konnten nur etwas mehr als die Hälfte der eingereichten Gesuche bearbeitet werden. In Zahlen waren es 3.374 von insgesamt 7.421 Ansuchen. Die durchschnittliche Wartezeit liegt bei 7 Monaten - eine Zeit, die finanziell von pflegenden Angehörigen überbrückt werden muss. Auch die automatische Einstufung im Demenzbereich zeigt nicht den gewünschten Erfolg. Insgesamt sind landesweit 17 Einstufungsteams aktiv.
Razões
Diese Petition ist wichtig, um pflegende Angehörige zu unterstützen, Druck auf die Politik zu machen, damit das Verfahren der Pflegeeinstufung gerechter, schneller und fachlicher erfolgt. Die gesammelten Unterschriften werden dann an die zuständige Landerätin Pamer übergeben. Sollten genügend Unterschriften gesammelt werden, wird auch eine öffentliche Anhörung im Landtag in Erwägung gezogen.
zunächst möchten wir uns von Herzen bei euch bedanken: Über **4.200 pflegende Angehörige** haben unsere Petition unterschrieben. Dieses starke Signal zeigt, wie groß der Handlungsbedarf ist – und dass wir gemeinsam etwas bewegen können.
Wir möchten euch heute transparent darüber informieren, **was bereits läuft** und **welche nächsten Schritte geplant sind**.
Was bereits läuft
1. Politische und institutionelle Aufmerksamkeit
Unsere Petition hat bereits dazu beigetragen, das Thema pflegende Angehörige stärker in den Fokus zu rücken. Medial sind wir immer wieder präsent und das werden wir auch weiterhin aufrechterhalten. Wenn jemand dazu seine eigene Geschichte erzählen möchte, einfach bei mir melden.
2. Austausch mit relevanten Stellen
Wir haben bereits Kontakt aufgenommen bzw. Gespräche vorbereitet mit:
* Entscheidungsträgern im Gesundheits- und Sozialbereich
* möglichen Förderstellen (z. B. im Zusammenhang mit ESF+)
3. Entwicklung eines neuen Versorgungsmodells
Parallel zur Petition arbeiten wir konkret an einem innovativen Modell für die häusliche Pflege, mit folgenden Schwerpunkten:
* pflegende Angehörige werden gestärkt, geschult und begleitet
* Möglichkeit, dass Angehörige für ihre Pflegeleistung entlohnt werden
* Aufbau eines selbsttragenden Systems, das weniger abhängig von öffentlichen Mitteln (Pflegegeldern) ist
4. Aufbau eines Netzwerks (CAREfamilia)
Wir haben begonnen, ein strukturiertes Netzwerk aufzubauen, das:
* schnelle Beratung und Orientierung bietet
* pflegende Angehörige miteinander verbindet
* konkrete Unterstützung im Alltag ermöglicht
Was aktuell in Planung ist
1. Finanzierung und Nachhaltigkeit sichern
Wir arbeiten an mehreren Wegen, um das Projekt langfristig tragfähig zu machen:
* Prüfung von EU-Förderungen (ESF+)
* Entwicklung eines Sozialunternehmens-Modells
* Integration von Spenden- und Mitgliedsmodellen
* Kooperationen mit Partnern (z. B. Apotheken, Dienstleister)
2. Konkrete Entlastungsangebote
Geplant sind:
* niederschwellige Schulungen für pflegende Angehörige
* Programme zur Gesundheitsförderung und Stressbewältigung
* praktische Unterstützung im Pflegealltag
3. Neue Einkommensmöglichkeiten für pflegende Angehörige
Ein zentraler Ansatz ist:
* pflegende Angehörige sollen finanziell profitieren können
* z. B. durch Schulungen, Weitergabe von Wissen oder Einbindung ins Netzwerk
* Aufbau eines Systems, das Pflege auch wirtschaftlich tragbar macht
4. Pilotprojekte und Kooperationen
Wir bereiten konkrete Pilotprojekte vor, u. a.:
* Zusammenarbeit mit Institutionen und Kostenträgern
* Entwicklung von regionalen Modellprojekten
* Gespräche mit potenziellen Partnern im Gesundheitsbereich, Gespräche mit Arbeitgebern, um flexible Arbeitszeitmodelle zu ermöglichen.
Was ihr jetzt tun könnt
* Bleibt Teil der Bewegung, unterstütze uns als innovativer Arbeitgeber
* Erzählt anderen von der Petition
* Bringt euch aktiv ein – eure Erfahrungen sind wertvoll
Wir halten euch weiterhin regelmäßig auf dem Laufenden.
Gemeinsam können wir die Pflege in Südtirol nachhaltig verändern.
wie Sie bereits erfahren haben, wurde die Petition übergeben und ein Beschlussantrag eingereicht, der mit 17:17 Stimmen abgelehnt wurde. Wir werden den Weg aber weitergehen und auch eine Sammelklage einreichen, das erste Vorgespräch fand bereits statt. Pflegende Angehörige, die sich für die Sammelklage interessieren, sind gebeten, sich bei mir zu melden. Die Klage wird extern finanziert, es kommen also keine finanziellen Forderungen auf Sie zu. Ich darf darauf hinweisen, dass wir mittlerweile eine Facebookgruppe eingerichtet haben und auch einen Whatsapp Chat. Neu ist auch, dass Tony Tschenett von der ASGB auch die Sozialpolitik der Landesregierung kritisiert, wir werden versuchen in den nächsten Tagen Kontakt zu ihm aufzunehmen.
morgen findet um 10 Uhr eine Pressekonferenz im Landtag statt und übermorgen werden gegen 9.30 Uhr die Unterschriften an Landesrätin Pamer übergeben. Der Beschlussantrag kommt am Mittwoch Vormittag oder Nachmittag in den Landtag.
Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen, dass gleichgültig, wie sich die Politik entscheidet, wir weiterverfahren werden. Es soll eine Initiativgruppe gegründet werden, in der wir auf alternative Möglichkeiten zum Pflegegeld suchen werden. Wer Lust hat, sich daran zu beteiligen, kann sich gerne unter: ulrike.hilber@gmail.com melden. Ich freue mich über jeden von Ihnen!
Ich halte Sie über das Ergebnis natürlich am Laufenden!