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  • Petent ist im Dialog mit dem Petitionsempfänger

    25-08-15 15:49 Uhr

    Zukunft CH hat zur Einreichung der 12'000 Unterschriften den Bundesrat nochmals zum Vorgehen gegen die Sex-Indoktrination an Schulen aufgefordert. Eine Kopie des Schreibens geht auch an die kantonalen Erziehungsdirektoren, mit denen Zukunft CH in den nächsten Monaten Gespräche führen will.

    Winterthur, 24. August 2015

    Sehr geehrter Herr Bundesrat

    In einem Schreiben vom 12. Juni 2015 hat uns der Generalsekretär des EDI, Lukas Bruhin, in Ihrem Auftrag den Eingang unserer Petition „Schluss mit zweifelhafter Sexualpädagogik“ bestätigt. Er weist darauf hin, dass nach Meinung des Bundesrats die Forderung unserer Petition mit der Zusammenstellung einer Expertengruppe bereits erfüllt ist. Wir danken Ihnen für die Bereitschaft, auf unsere Petition einzugehen, möchten aber darauf hinweisen, dass die Erfüllung unseres Anliegens ganz davon abhängt, welche Experten mit der Ausarbeitung des vom Postulat Regazzi (14.4115) geforderten Berichts über die sexualpädagogische Arbeit der Stiftung Sexuelle Gesundheit Schweiz (SGS) betraut werden. Wie wir schon im Petitionstext bzw. unserem Schreiben vom 25. April 2015 ausgeführt haben, genügt die sexualpädagogische Arbeit der SGS wissenschaftlichen Anforderungen keineswegs.

    So geht SGS beispielsweise in Bezug auf das Kind von der wissenschaftlich unhaltbaren Annahme aus, schon das Kind sei ein sich sexuell betätigendes Wesen. Wissenschaftlich betrachtet ist das Kind (vor der Pubertät) nur insofern ein sexuelles Wesen, als es vom Anfang seiner Existenz an als Mädchen oder Junge bestimmt ist; eine Binsenweisheit, die von SGS jedoch ganz auf der Linie der Gender-Ideologie kategorisch bestritten wird. Phänomene wie frühkindliches Reiben an den Geschlechtsorganen oder neugieriges Erkunden der Scham anderer Kinder – die durchaus vorkommen – hingegen zu verallgemeinern und als notwendige Etappe einer „psychosexuellen Entwicklung“ des Kindes zu postulieren, ist (so die Auffassung von Jakob Pastötter, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung) reine Willkür, und darüber hinaus auch gefährlich.

    Wir möchten die Gelegenheit der Einreichung von 12‘000 Unterschriften besorgter Bürger dazu nutzen, noch einen weiteren, äusserst problematischen Aspekt der Arbeit von SGS zu beleuchten: Diese tritt nur scheinbar für einen Wertepluralismus ein, setzt aber in Wirklichkeit in totalitärer Weise ihren eigenen moralischen Standpunkt durch: Das nennt man Indoktrination. Anstatt in ihren sexualpädagogischen Materialien verschieden Werthaltungen zu thematisieren und Schüler so mit einem breiten Wertewissen auszustatten, das ihnen erlaubt, eine fundierte eigene Meinung zu bilden, lautet das für SGS einzig zulässige moralische Credo: Tu stets, was du willst und vor allem, worauf du grade Lust hast. Du hast aber auch alle anderen Arten, Sexualität zu leben, vorbehaltlos zu akzeptieren, da alle Umgangsweisen mit der Sexualität – abgesehen vom Kondomgebrauch – nur subjektiv begründbar sind. Dieser ganz gefährliche Relativismus, der die menschliche Sexualität ganz aus ihrem natürlichen Zusammenhang herauslöst und somit auch jeder objektiven Sinngebung beraubt, nährt sich aus der Gender-Ideologie. Ganz auf der Linie dieser radikalen Kulturtheorie versucht SGS systematisch, die fundamentale Realität der Geschlechter von Mann und Frau zu relativieren und eine angebliche „sexuelle Vielfalt“ zur neuen gesellschaftlichen Norm zu erheben. Diese gefährliche Indoktrination, die Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu Mann und Frau destabilisiert, die Familie bedroht und letztlich Gesellschaft und Staat in ihrem Fundament angreift, muss umgehend unterbunden werden.

    Da in der Schweiz Sexualpädagogik Sache der Kantone ist, geht eine Kopie dieses Schreibens an alle Kantonalen Erziehungsdirektoren, mit denen unsere Stiftung in den kommenden Monaten in dieser wichtigen Angelegenheit das persönliche Gespräch suchen werden. Der Bund steht aber ebenfalls in der Verantwortung, da die genannte Art sexueller Indoktrination auch in den Massnahmen des BAG zur Bekämpfung sexuelle übertragbarer Krankheiten überall präsent ist. Den Slogan „Love life – bereue nichts“ wollen das BAG und seine Partner, SGS und die Aids-Hilf Schweiz, ja gerade auch als Aufforderung zum sexuellen Experimentieren verstanden wissen. Die sexuell aufreizenden Plakate im öffentlichen Raum der Kampagne 2015 belegen diese Absicht leider nur zu gut.

    Ich bitte Sie, alle von Ihnen ausgewählten Experten von diesen Überlegungen in Kenntnis zu setzen und selber alles daran zu setzen, diese Sex-Indoktrination in Schule und Gesellschaft umgehend zu beenden.

    Freundliche Grüsse

    Pfr. Hansjürg Stückelberger
    Präsident Stiftung Zukunft CH

  • Die Petition wurde eingereicht

    17-08-15 15:53 Uhr

    Petition an Bundesrat: 12‘000 Unterschriften gegen schulische Sex-Indoktrination

    Die von 11‘920 Personen unterzeichnete Petition „Schluss mit zweifelhafter Sexualpädagogik“ fordert vom Bundesrat eine wortgetreue Umsetzung des Postulats Regazzi (14.4115). Der Tessiner CVP-Nationalrat hatte im Dezember 2014 einen unabhängigen Expertenbericht zur Arbeit der umstrittenen Stiftung Sexuelle Gesundheit Schweiz (SGS) verlangt. Der Schweizer Ableger der weltweit agierenden Abtreibungs- und Sex-Lobby „International Planned Parenthood Federation“ bildet die Mehrheit der Schweizer Sexualpädagogen aus und wird mit jährlich 1,3 Millionen Franken (2014) zu über 90 Prozent vom Bund finanziert, obwohl sie mit ihrer Sex-Ideologie gegen das Indoktrinationsverbot verstösst.

    Das Parlament hat Regazzis Forderung nach einer wissenschaftlichen Untersuchung zu den „Theoretische Grundlagen der Stiftung Sexuelle Gesundheit Schweiz zur sexuellen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen“ im März 2015 angenommen. Wie die – trotz komplexer Thematik – innerhalb von drei Monaten zustande gekommenen11‘920 Unterschriften zeigen, liegt auch der Schweizer Bevölkerung sehr daran, dass der Bundesrat endlich auch SGS-kritischen Experten Gehör schenkt. Diese sind namhaft und zahlreich: Der Kinderarzt Remo Largo hält die in den „WHO-Standards für die Sexualaufklärung in Europa“ vertretene These vom Kind als sexuelles Wesen für eine Erfindung „von oftmals selbst ernannten Fachleuten“, die den kindlichen Umgang mit dem Körper „willkürlich und missbräuchlich sexuell umdeuten". Der Psychiater Christian Spaemann urteilt über die von der SGS mitverfassten WHO-Standards: „Anstatt dem Zusammenhang der Sexualität mit den tiefsten Sehnsüchten der Jugendlichen nach verbindlicher Beziehung und Familie Rechnung zu tragen, wird ihnen nahegelegt, es gäbe keinen Wertunterschied zwischen dem Gebrauch einer Taschenmuschi in einer Intercitytoilette und der liebenden Vereinigung zweier Menschen, die ihr Leben miteinander teilen.“ Ganzheitliche Sexualpädagogik bedeute nicht eine sexualisierte Sicht von Beziehung, sondern eine beziehungsorientierte Sicht der Sexualität.

    Einvernehmliche Lustoptimierung genügt nicht

    Die SGS vertritt eine reine Verhandlungsmoral in Sachen Sexualität, ohne übergeordnete Normen. Zudem stützt sich SGS auf die fragwürdige Gendertheorie, welche die Geschlechtsidentitäten von Frau und Mann relativiert und die „sexuelle Vielfalt“ zum neuen gesellschaftlichen Leitbild macht. In dieser zweifelhaften Weltanschauung, die jeden objektiven Wert der Sexualität bewusst ausblendet, bleibt nur die einvernehmliche Lustoptimierung als Gegenstand der Sexualpädagogik übrig. Schüler werden gemäss WHO-Standards zu möglichst vielfältigen sexuellen Experimenten animiert, wobei ihnen eingetrichtert wird, dass es kein Richtig oder Falsch gibt. Das ist verantwortungslos und verstösst klar gegen das schulische Indoktrinationsverbot.Gefragt wäre in der schulischen Sexualpädagogik stattdessen nebst einer angemessenen Zurückhaltung vor der Intimität auch die Vermittlung eines breiten Wertewissens, das Schülern erlaubt,sich eine eigene, vernünftige Meinung zu bilden (Prinzip der kontroversen Diskussionen). Unvoreingenommene Pädagogen, Psychologen und Mediziner werden darum dem Bundesrat nur raten können, die kinder- und jugendgefährdende Zusammenarbeit mit SGS unverzüglich zu beenden.

    Dass die IPPF nicht zuletzt auch wirtschaftliche Interessen verfolgt, zeigt ihr US-amerikanisches Mitglied Planned Parenthood Federation of America (PPFA). Mit 700 eigenen Abtreibungskliniken der grösste Dienstleister in diesem Sektor, ist die PPFA derzeit in einen gigantischen Organhandel-Skandal mit „Teilen“ abgetriebener Föten verwickelt, über den Medien auf allen Kontinenten seit Wochen berichten.

  • Änderungen an der Petition

    08-05-15 12:34 Uhr

    Liebe Unterstützer

    Folgende Organisationen unterstützen ab heute offiziell diese Petition:

    Christians For Truth
    Eidgenössische Demokratische Union
    Human Life International (HLI) Schweiz
    Young and Precious
    Zukunft CH

    Freundliche Grüsse

    Stiftung Zukunft CH
    Neuer Petitionstext: Die Unterzeichnenden fordern den Bundesrat dringend dazu auf, im geplanten Expertenbericht zur sexuellen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen Fachleute zu berücksichtigen, welche unabhängig von der Stiftung Sexuelle Gesundheit Schweiz (SGS) sind und deren fragwürdigen Thesen und Schulmaterialien aus wissenschaftlichen Gründen ablehnen.

    Christians For Truth
    Eidgenössische Demokratische Union
    Human Life International (HLI) Schweiz
    Young and Precious
    Zukunft CH

  • Änderungen an der Petition

    30-04-15 09:00 Uhr

    Begründung der Petition wurde präzisiert!
    Neue Begründung: Am 10. Dezember 2014 hat CVP-Nationalrat Fabio Regazzi ein Postulat eingereicht, in dem er vom Bundesrat eine unabhängige wissenschaftliche Untersuchung zur Arbeit der Stiftung Sexuelle Gesundheit Schweiz (SGS) fordert. Anstössig findet Regazzi zum Beispiel, dass SGS es entwicklungspsychologisch und pädagogisch sinnvoll findet, Kinder mit sexuellen Bildern zu konfrontieren, die sie überfordern, ja Verlegenheit auslösen oder sogar ekeln. Das Parlament hat das Postulat angenommen und der Bundesrat ist bereit, den Bericht in Auftrag zu geben. (1) Nun hängt alles davon ab, dass für den Bericht auch SGS-kritische Experten berücksichtigt werden.

    Regazzis Bedenken gegenüber einer Sexualpädagogik, wie sie SGS vertritt, werden auch von namhaften Experten aus den Bereichen Medizin, Pädagogik, Psychologie und Sexualwissenschaft geteilt. (2) So etwa stellt der Kinderarzt Remo Largo in seinem Buch "Jugendjahre" „Jugendjahre" (2011) in Frage, ob die von SGS-Kreisen vertretene These vom Kind als sexuell aktives Wesen (3) wissenschaftlich wirklich haltbar ist. Laut Largo sind es "oftmals „oftmals selbst ernannte Fachleute", die den kindlichen Umgang mit dem Körper "willkürlich „willkürlich und missbräuchlich sexuell umdeuten". Das an Jugendliche gerichtete SGS-Comic-Lehrmittel "Hotnights" „Hotnights" (4) wirft die Frage auf, ob das dort gezeichnete Bild menschlicher Sexualität den Jugendlichen tatsächlich bei der Erfüllung ihrer tiefsten Sehnsüchte nach einem gelingenden Leben, einer gelingenden Leben in Beziehung und Familie hilft. Vielmehr legt es den Jugendlichen die hier zugrundeliegende Sexualpädagogik nahe, zu meinen, dass es keinen Wertunterschied gibt zwischen dem Gebrauch einer Taschenmuschi in einer Intercitytoilette und der liebenden Vereinigung zweier Menschen, die ihr Leben miteinander teilen. (5) Und es ist mehr als bedenklich, wenn in der dem von SGS nahen Kreisen empfohlenen Unterrichtshilfe Praxisbuch „Sexualpädagogik der Vielfalt“ (6) Schüler ab zehn Jahren dazu animiert werden, ihre „Lieblingsstellung/Lieblingssexualpraktik“ zu nennen, und 15-Jährige in der Übung „Galaktischer Sex“ auf der Erden Erde unbekannte Sexpraktiken erfinden und inszenieren sollen. (7)

    Die Diskussion über eine wissenschaftlich abgesicherte Sexualpädagogik wurde bisher einseitig, von SGS nahen Experten geführt. Die Stiftung SGS, die zum grossen Teil vom Bund finanziert wird, war massgeblich an der Erarbeitung des umstrittenen „Grundlagenpapier Sexualpädagogik und Schule“ (8) der Pädagogischen Hochschule Luzern beteiligt und vergibt in der Schweiz monopolistisch Fachtitel im Bereich Sexualpädagogik. Sie ist Teil des internationalen Lobby-Netzwerks International Planned Parenthood Federation (IPPF), welche die „WHO-Standards für Sexualaufklärung in Europa“ verfasst hat. Diese werden vom Bund immer wieder als internationale wissenschaftliche Referenz zitiert. Eine Analyse der an den Standards beteiligten 19 Experten offenbart, dass acht von ihnen direkt der IPPF oder einer Mitgliederorganisation angehören, während alle anderen eng mit der IPPF zusammenarbeiten oder zumindest deren Prinzipen und Ziele teilen. (9) Auch der Verfasser des Schweizer Grundlagenpapiers, Daniel Kunz, war als Mitglied von SGS massgeblich am WHO-Papier beteiligt. Die WHO-Standards müssen darum als einseitige Sichtweise von Sexualpädagogik eingeordnet werden. Mitnichten sind sie eine breit abgestützte wissenschaftliche Referenz.
    Diese Petition wurde am 25. April 2015 im Namen von Pfarrer Hansjürg Stückelberger, Präsident der Stiftung Zukunft CH, beim zuständigen Bundesrat Alain Berset eingereicht. Die auf dieser Plattform gesammelten Unterschriften werden nach Abschluss der Sammelfrist nachgereicht.

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    1) Vgl. Postulat Regazzi (14.4115).
    2) www.prinzipien-sexualpaedagogik.org/deutsch/unterzeichner/.
    3) Standards für Sexualaufklärung in Europas, WHO-Regionalbüro für Europa und BZgA, 2011, S. 39.
    4) Hotnights, Didaktisches Begleitmaterial, SGS 2012, S. 18.
    5) www.freiewelt.net/interview/als-leitbild-taugt-vielfalt-der-lebensformen-nicht-10050079/.
    6) www.amorix.ch/medien/empfehlungen/#c11225.
    7) E. Tuider, S. Timmermanns, Sexualpädagogik der Vielfalt, München 2008, S. 82, 125; vgl. die Kritik unter: www.faz.net/aktuell/politik/inland/lehrplaene-aufklaerung-oder-anleitung-zum-sex-13223950-p2.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3.
    8) www.familienlobby.ch/77001.html.
    9) WHO-Standards (Anm. 3), S. 8.