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Bild zur Petition mit dem Thema: STOPP der Laufzeitverlängerung des grenznahen AKW Dukovany STOPP der Laufzeitverlängerung des grenznahen AKW Dukovany
  • Von: Land Burgenland mehr
  • An: Bundesminister für Land-, Forst-, Umwelt ...
  • Region: Österreich mehr
    Kategorie: Umwelt mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
    Sprache: Deutsch
  • Sammlung beendet
  • 420 Unterstützende
    403 in Österreich
    Sammlung abgeschlossen

STOPP der Laufzeitverlängerung des grenznahen AKW Dukovany

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Trotz massiver Sicherheitsprobleme will der Betreiber des tschechischen Atomkraftwerks Dukovany die Laufzeit der veralteten Reaktoren um 20 Jahre verlängern und 1-2 neue Reaktoren erbauen. Dabei zählt das AKW zu den gefährlichsten Europas (siehe unten). Wir fordern daher: STOPP der Laufzeitverlängerung des grenznahen AKW Dukovany!!

Außerdem fordern wir bei der grenzüberschreitenden UVP eine ganzheitliche Reflexion der Stresstests sowie zusätzliche, transparente Materialtests nach modernsten Methoden. Wir betonen die bei der UVP vorgeschriebene Alternativen-Ausarbeitung, die einen Vergleich des Einsatzes alternativer, erneuerbarer Energiequellen mit dem oft kostenintensiven Weiterführung alter Anlagen vorsieht.

Begründung:

Das AKW Dukovany befindet sich ca. 35km nördlich der tschechisch-österreichischen Grenze und war zuletzt wegen eines aufgedeckten Betrugsfalles im Jahr 2015 (manipulierte Röntgenbilder) in den Medien. Damals wurden hunderte Schweißnähte an Messleitungen für den Turbinen-Wasserdruck entdeckt, sogar die Röntgenbilder waren manipuliert. Es ist zählt u.a. aufgrund folgender Tatsachen zu den gefährlichsten Atomkraftwerken Europas:

  • es gibt nur eine Kühlquelle: ein kleiner Fluss, der in den Sommermonaten stark durch Algen belastet ist und
  • es enthält kein Volldruck- Containment (Sicherheitsbehälter aus Stahl und Beton, der den Reaktor vor Gefahren, wie einem Flugzeugabsturz schützen und das Austreten von Radioaktivität im Falle einer Kernschmelze aufhalten soll)
  • die Sicherheitskultur ist mangelhaft: Es treten immer wieder Störfälle, die vom Personal verursacht werden auf. Erst im November 2014 wurden bei Bauarbeiten an den maroden Kühltürmen die unterirdischen Rohrleitungen der Reaktoren 3 und 4 so beschädigt, dass die Reaktoren notabgeschaltet wurden.
  • der Feuerschutz ist unzulässig
  • das AKW ist aufgrund veralteter Materialen schon alleine einem wetterbedingten Risiko stark ausgesetzt. Schon alleine eine dicke Schneedecke könnte das Dach der Turbinenhalle zum Einstürzen bringen und somit einen Ausfall der Sicherheitssysteme bewirken. Von den Folgen eines Erdbebens ganz zu schweigen.
  • die von der EU geforderten Stresstests sind intransparent und durchgespielte Szenarien, wie ein Stromausfall, wurden verharmlost.

Quelle: www.unet.univie.ac.at/~a9406114/aai/akws/dukovany/dsicherheit.html www.global2000.at/presse/atomkraftwerk-dukovany-1-laufzeitverl%C3%A4ngerung-durch-tschechische-nuklearaufsicht-genehmigt www.global2000.at/sites/global/files/Hintergrundpapier%20AKW%20Dukovany.pdf

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Eisenstadt, 05.09.2016 (aktiv bis 04.12.2016)


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