Region: Austria
Education

NEIN zum Notenzwang - JA zur Wahlfreiheit der Beurteilungsform

Petition is directed to
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung
12.030 Supporters 11.915 in Austria
Collection finished
  1. Launched January 2020
  2. Collection finished
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  4. Dialog with recipient
  5. Decision

NEIN zur Notenpflicht - JA zur Wahlfreiheit der Beurteilungsform.

Was wollen wir ändern?

Zurück in die Zukunft!

Mit dieser Petition wollen wir die bildungspolitisch Verantwortlichen in Bund und Land auffordern, die Schulautonomie zu schützen und zu stärken. PädagogInnen und Eltern sollen sich im Dialog für Noten oder eine alternative Leistungsbeurteilung entscheiden können. Der Verein „Gemeinsam Zukunft Lernen“ engagiert sich seit Jahren für eine zukunftsweisende Schulentwicklung, die sich an Individualisierung, Inklusion und an der Vermittlung personaler und sozialer Kompetenzen orientiert. Dafür braucht es die Möglichkeit einer umfassenden und differenzierten Rückmeldung zum Lernfortschritt, also die bewährte Möglichkeit einer alternativen Leistungsbeurteilung.

Zum Verständnis und Hintergrund: In Österreich wurden über zwanzig Jahre lang alternative Leistungsbeurteilungen zum bestehenden Ziffernnotensystem verwirklicht. Zuerst nur im Rahmen von anzumeldenden Schulversuchen, was aber zwei Drittel der Vorarlberger Volksschulen nicht daran hindern konnte sich für eine alternative Leistungsbeurteilung zu entscheiden (Stand 2015). Der Gesetzgeber honorierte diese positive Entwicklung 2016 in einer bundesweiten Grundschulreform, die es allen Volksschulen ermöglichte im Rahmen ihres Schulforums autonom eine alternative Leistungsbeurteilung einzuführen.

2018 wurde unter der damaligen Regierung ein „Pädagogik“- Paket mit der Rückkehr zum Ziffernnotensystem als der einzigen Beurteilungsform verabschiedet. Mit den in wenigen Wochen zu vergebenden Semesterzeugnissen 2020 herrscht deshalb an österreichischen Volksschulen erstmals wieder Notenzwang. „Ein Schritt vorwärts in die Vergangenheit“, wie die Bildungswissenschaftlerin Barbara Herzog-Punzenberger* die Kritik vieler BildungsexpertInnen umschrieben hat. Wir wollen das nicht hinnehmen, sondern gemeinsam mit euch und hoffentlich auch der eben angelobten neuen Regierung einen Schritt zurück in die Zukunft machen. In die Zukunft unserer Schulen und unserer Kinder.

*Quelle: www.derstandard.at/story/2000090730897/experte-ziffernnoten-sagen-wenig-ueber-leistungsniveau-aus

Reason

Für den Verein "Gemeinsam Zukunft Lernen", für viele Schulleiter, Lehrpersonen, Eltern und Bildungsexperten passen fünf Ziffernnoten nicht zu den Anforderungen inklusiv orientierter Pädagogik. Deshalb initiierten wir nach der Wiedereinführung der Noten einen dialogischen Prozess zwischen Eltern und Lehrpersonen. Daraus entwickelte sich unsere gemeinsame Überzeugung, dass die Wahlfreiheit der Beurteilungsform eine wichtige Grundlage für gelingende Schulentwicklung ist. Diese Wahlfreiheit stellen wir in den Mittelpunkt unserer Petition. Wir wollen die Plattform nutzen um Diskurse über Lern- und Beurteilungsformen zu eröffnen, um über Pro und Kontra von Ziffernnoten und alternativer Beurteilung zu informieren und an Bildung- und Schulentwicklung interessierte Menschen zu vernetzen. Vor allem aber wollen wir unser Recht auf Wahlfreiheit in der Leistungsbeurteilung zurück. Danke für deine Unterstützung!

Herzlich, Simone Flatz

Obfrau Verein "Gemeinsam Zukunft Lernen" www.gemeinsamzukunftlernen.at

News

  • Geschätzte Unterstützerinnen und Unterstützer!

    Noch einmal melden wir uns auf diesem Weg bei Ihnen um herzlich und 12.029 x Danke zu sagen. Jeder Einzelnen und jedem Einzelnen von Ihnen danken wir für die Stimme und für das entgegengebrachte Vertrauen! Wir werden alles daran setzen, dieses in echte Veränderung und Weiterentwicklung umzuwandeln. Ziffernnotenpflicht ist nicht nur ein Rand- und Nischenthema. In ihm wird ganz viel an Haltung, an Bildungs- und Demokratieverständnis sichtbar und die Rückkehr zur so breit geschätzten Wahlfreiheit in der Leistungsbeurteilung wäre eine leicht zu ändernde und äußerst wirksame bildungspolitische Intervention. Für stärkere Kinder und stärkere Schulen.
    Über die Petitionsübergabe an die Politik, über begleitende... further

  • Geschätzte Unterstützerinnen und Unterstützer!
    Diese Woche endet unsere Online-Petition "NEIN zum Notenzwang - JA zur Wahlfreiheit der Beurteilungsform." Wie Sie haben bislang knapp 12.000 Menschen unser Anliegen mit Ihrer Stimme unterstützt. Ehrlich gesagt haben wir von so einem Ergebnis nicht einmal zu träumen gewagt. Ihnen allen wollen wir daher noch einmal herzlich DANKE sagen!

    Einmal geht´s noch!
    Wenn Sie unsere Petition bislang nicht weiterempfohlen haben, dann bitten wir Sie dies jetzt noch einmal zu prüfen. Bis zum 7. März können Sie unser gemeinsames Anliegen mit anderen Personen teilen. Wir werden jede Stimme brauchen um in unseren nächsten Schritten wirksam werden und um demokratisch gestärkt in den bildungspolitischen Diskurs einsteigen... further

  • Geschätzte Unterstützerinnen und Unterstützer!

    Gemeinsam haben wir schon viel erreicht: So wie Sie haben bereits über 11.500 Menschen unsere Online-Petition "NEIN zum Notenzwang - JA zur Wahlfreiheit der Beurteilungsform" unterschrieben. Knapp 4.000 Menschen haben sich zusätzlich noch die Mühe gemacht ihre Meinung in einem persönlichen Kommentar zu verfassen. HERZLICHEN DANK dafür!

    Aber haben wir auch schon etwas bewirkt? Nun, die Medien haben unser Anliegen österreichweit aufgenommen und vielerorts wurde wieder über gute, sprich motivierende, die Kinder stärkende und ihnen Chancen eröffnende Bildung diskutiert. Das war und ist großartig. Und die Politik? Die Signale, die von dort kommen sind leider ernüchternd. Ignorieren, aushalten, wegducken... further

Bei den Umfragen, die gemacht wurden, haben sicherlich die meisten, die pro Notengebung gestimmt haben, einseitig und daher unwissend eine Meinung geäußert, von der ihnen die Alternative, nämlich eine andere Form der Bewertung, gar nicht bekannt ist, die sie nie persönlich oder in der Umgebung kennengelernt haben. Daher ist das Argument einer "Mehrheit für Notengebung" ohne Aussage.

Es hindert die Lehrpersonen niemand daran, einen zusätzlichen Zettel auszuteilen, um die Eltern genauer zu informieren. Wer als Elternteil halbwegs am Lernfortschritt der Kinder interessiert ist, kriegt auch so die Stärken + Schwächen seines Kindes mit. Sei es durch Übungen/Elternsprechtagen/Sprechstunden. Niemand wird dort mit einem "Ihr Kind hat eine 2. Auf Nimmerwiedersehen" abgefertigt. Man tut so, als würde man ohne irgendwelche vorigen Infos plötzlich das Zeugnis in die Hand gedrückt bekommen. Die Eltern, die sich für ihr Kind nicht interessieren, ist auch die verbale Beurteilung egal...

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