Petition richtet sich an:
Österreichische Bundesregierung
Seit einigen Monaten kursieren auf Schwarzmärkten Cannabis-Sorten, welche mit synthetischen Cannabinoiden (wie z.B. 5F-MDMB-PICA oder CUMYL-4CN-BINACA) besprüht (bzw. "gestreckt") wurden.
Diese Streck-Methode erlaubt es nicht nur dessen Verkäufern höhere Gewinne zu erzielen, sondern stellt für viele Cannabis-Konsumenten eine immense Gefährdung deren Gesundheit dar - diese synthetischen Cannabinoide sind größtenteils ununtersucht und bergen höhere gesundheitliche Risiken als reine Cannabis-Blüten.
Während der Konsum sauberer Cannabis-Blüten in manchen Fällen Psychosen verursachen und durch das Rauchen die Lungen-Funktionalität einschränken kann, entstehen beim Konsum dieser synthetisch behandelten Cannabis-Produkte unter anderem folgende Nebenwirkungen: rasche Ohnmacht, Herzrasen, Bluthochdruck, Krampfanfälle, Übelkeit mit Erbrechen, Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit, Verwirrtheit, Wahnvorstellungen, akute Psychosen, aggressives und gewaltsames Verhalten, und Herzinfarkte.
Diese Substanzen stehen europa- und weltweit in Verbindung mit mehreren Todesfällen und bergen bei jeglichen Konsumenten erhebliche körperliche und geistige Gesundheitsrisiken.
Begründung
Das Verbot von Substanzen wie Cannabis ist lediglich eine staatliche Erlaubnis für organisierte Kriminalität. Es erlaubt Kriminellen - ohne Rücksicht auf Altersbeschränkungen oder Kontrollen, welche die Integrität ihrer Ware prüfen - ihre Produkte an jegliche interessierte Kunden zu verkaufen. Dies führt zum vermehrten Verkauf von Suchtmitteln an Kinder und Jugendliche, aber auch zum Handel unsicherer Substanzen (wie in diesem Fall, synthetische Cannabinoide).
Besonders in Zeiten einer Krise sollte die Gesundheit aller Österreicher im Vordergrund stehen, auch die Sicherheit unserer Drogenkonsumenten. Dies bietet uns die Möglichkeit, bisher angewandte Suchtmittelgesetze kritisch zu überdenken und neue, gesundheitsfördernde Gesetze zu erschaffen.
Deshalb: STOPP mit dem unkontrollierten Verkauf von nicht überprüften Produkten. Da sich die aktuellen Konsumenten nicht von bundesweiten Gesetzen abhalten lassen, sollte wenigstens ihre Gesundheit und ihr Recht auf einen straffreien Konsum sichergestellt werden. Suchtmittel wie Cannabis sollten niemals von profitorientierten Schwarzmarkthändlern verkauft werden dürfen - die Integrität der Produkte muss staatlich kontrolliert und der Verkauf an Minderjährige oder psychisch labile Menschen verboten werden.
Wir (die Unterstützer dieser Petition) fordern hiermit eine Legalisierung von Cannabis, um die kontrollierte Produktion und den begrenzten Handel (kein Verkauf an Minderjährige oder besonders gefährdete psychisch kranke Personen) sicherzustellen.
Sollten Sie, die Mitglieder unserer Bundesregierung, an den veralteten Gesetzen festhalten wollen oder in Absprache mit der klassischen Pharmaindustrie keine Änderung beabsichtigen, so bitten wir Sie lediglich um eine Änderung: Erhöhen Sie bitte das Strafmaß für Schwarzmarkt-Verkäufer, welche ihre Produkte mit unsicheren Substanzen mischen, um höhere Gewinne zu erzielen. Solch ein Verhalten sollte nicht toleriert werden und dementsprechend härter bestraft werden.
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit und ihre mögliche Unterstützung bei diesem Problem.