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Bild zur Petition mit dem Thema: Kein Burschenschafter in den Uni-Rat Kein Burschenschafter in den Uni-Rat
  • Von: Christian Fleck mehr
  • An: Ing. Mag. Alois Gruber
  • Region: Graz mehr
    Kategorie: Wissenschaft mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
    Sprache: Deutsch
  • 30 Tage verbleibend
  • 1.076 Unterstützende
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    1.000  für Sammelziel

Kein Burschenschafter in den Uni-Rat

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Wir, Angehörige, Absolventinnen und Absolventen der Karl-Franzens-Universität Graz, halten es insbesondere angesichts der Geschichte unserer Universität für geboten, von Herrn Ing. Mag. Gruber notwendige Klarstellungen zu fordern.

Mitglieder des Universitätsrats sollen laut UG 2002 „einen Beitrag zur Erreichung der Ziele und Aufgaben der Universität leisten“. Dazu zählen „Verantwortung für nachhaltiges Handeln durch Berücksichtigung der ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimension der Nachhaltigkeit […], die Wahrung der Menschenrechte, die Grundsätze der Nichtdiskriminierung und der Chancengleichheit“ (Leitbild der Karl-Franzens-Universität Graz). Ein Mitglied des Universitätsrats soll sich zu diesen Zielen bekennen und hat berechtigte Zweifel auszuräumen.

Herr Gruber wird von uns daher dringend aufgefordert, sich öffentlich zu erklären. Sollte er dazu nicht bereit sein, möge er zurücktreten und jemandem Geeigneteren Platz machen.

Begründung:

Nachdem bekannt geworden war, dass die Bundesregierung Herrn Ing. Mag. Alois Gruber in den Universitätsrat der Karl-Franzens-Universität nominiert hat, berichteten Medien über die Mitgliedschaft Grubers in der schlagenden Burschenschaft Arminia Czernowitz zu Linz.

Die Selbstdarstellung der Burschenschaft im Internet offenbart, dass es sich bei ihr um einen deutschnationalen Verein handelt, der sich in „einer staatenübergreifenden, deutschen Sprach-, Kultur-, Abstammungs- und Volksgemeinschaft verwurzelt“ sieht. Ferner wird dort die Beteiligung von Angehörigen der Verbindung bei der „Umsiedlung der Bukowiner Deutschen“ als Ergebnis des Hitler-Stalin Pakts (1939) hervorgehoben, und darauf verwiesen, dass sich ihre Angehörigen „in allen genannten Aktionsgruppen vorbildlich betätigt“ hätten. Typisch für rechtsextreme Gruppierungen ist, dass sich in ihren historischen Rückblicken keine klaren Worte über die Folgen des Deutschnationalismus und der Volkstumspolitik während der NS-Herrschaft finden.

Aufmerksame Beobachter und Beobachterinnen der Szene, wie das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, berichten von Deklarationen und Aktionen der Linzer Burschenschaft, die es berechtigt erscheinen lassen, Zweifel an ihrer demokratischen Haltung, Ablehnung von Rassismus und Distanzierung von NS-Verherrlichung zu hegen.

Herr Ing. Mag. Gruber, der aufgefordert wurde, sich zu diesen Fragen öffentlich zu äußern, zog es bislang vor, zu schweigen.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Graz, 20.03.2018 (aktiv bis 19.05.2018)


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