JA zur Seilbahn-NACHDENKPAUSE

Mehr als 90 Skigebiete. Rund 950 Seilbahnen und Lifte und gut 4.000 Pistenkilometer. Das ist schon ganz schön viel für ein einzelnes Bundesland – doch manchen in Tirol noch immer nicht genug. Mit als „Zusammenschluss“ getarnten Neuerschließungen erhoffen sich manche Seilbahner einen Vorteil im Wettlauf „Weißer-höher-schneller“. Mit teils grotesken Maßnahmen wie dem Aufschütten weißer Bänder Anfang Oktober bei 20 Grad (siehe Bild) - die Piefke Saga grüßt schmerzlich. Aber auch die letzten Gletscher sind nicht mehr sicher. Das Anknabbern der weißen Reserven hat längst begonnen. Mehr Info: http://www.alpenverein.at/portal/news/aktuellenews/2018/20181009bahn-frei-fuer-die-naechste-erschliessungswelle.php

Diese Petition ruft die Verantwortungsträger im Land Tirol zu einer Nachdenkpause zur (winter-)touristischen Entwicklung Tirols auf

Mitte November stehen die „Seilbahngrundsätze“ (eigentlich: Tiroler Seilbahn- und Schigebietsprogramm) vor einem Neubeschluss. Es droht ein Dammbruch: Mit gefinkelten Tricks („Arrondierungen“, „Zusammenschlüssen“ etc) sollen gleich mehrere umstrittene Projekte ermöglicht werden, die in Wahrheit nichts anderes als neue Schigebiete, neue Seilbahnen, neue Lifte, neue Pistenkilometer in bisher ruhiger Natur bedeuten. Und das ausgerechnet unter Regierungsbeteiligung der Grünen mit einer verseilbahndelten ÖVP, von der ein "es ist genug" nicht zu erwarten war und ist. Die Grünen „Umweltfighter“ (siehe letzter Grüner Wahlkampf) zeigen sich aus Koalitionsdisziplin handzahm, rufen aber im gleichen Atemzug die Bevölkerung zum Widerstand auf. Da hat wen ordentlich der Mut verlassen.

Darum müssen alle jene, denen die Tiroler Natur ein Anliegen ist, dieses bisschen Mut aufbringen. Dazu gehört nicht viel. Ein Unterstützen dieser Petition, ein Verbreiten, ein darüber reden. Aber es muss schnell gehen. Wir wollen versuchen, die Diskussion zur touristischen Zukunft Tirols noch einmal in Gang zu bringen. Bis zum 2. November können auch Privatpersonen Stellungnahmen in der aktuellen Gesetzes-Begutachtungsphase abgeben - am 14. November sollen die "Seilbahngrundsätze" im Tiroler Landtag neu beschlossen werden. Stellungnahmen abgeben kann jedeR (Bis 2. November! Wie steht am Textende)

Was soll damit erreicht werden? Eine einjährige Nachdenkpause. Ein Moratorium für alle Projekte, die derzeit in den Schubladen stecken. Ein miteinander darüber Nachdenken, wohin die touristische Reise für Tirol gehen soll. Dieses Miteinander wurde von der Tiroler Landesregierung quasi aufgekündigt: Der vom Land offiziell installierte „Naturschutzbeirat“ ist in die Neufassung der Seilbahngrundsätze gar nicht erst eingebunden, aus Wien winkt ein Aufweichen bestehender Mitspracherechte von Umweltorganisationen.

Was spricht dagegen, ExpertInnen aus Tourismus und Umwelt zusammenzuholen und binnen Jahresfrist zu einer verträglichen (Neu-)Ausrichtung im Tourismus zu kommen? Wozu die Eile? Geht's dem Tourismus so schlecht? Keineswegs. Ein Nächtigungsrekord jagt den nächsten, Verkehrsbelastung inklusive.

Die Frage muss auch sein: Wie kann die lokale Bevölkerung – und nicht nur ein paar wenige – vom Tourismus in Zukunft profitieren? Die höchsten Wohn- und Grundpreise, die höchsten Lebenshaltungskosten bei den geringsten Einkommen hat zur Zeit: Tirol.

Auch deshalb, für Umwelt, Wirtschaft und Menschen in Tirol: JA zur Seilbahn-NACHDENKPAUSE

Beispieltext für eine persönliche Stellungnahme (Vorschlag für den Betreff: „Seilbahnen: Ja zur Nachdenkpause“) bis 2. November per E-mail an baurecht@tirol.gv.at, post@tirol.gv.at aber auch an buero.landeshauptmann@tirol.gv.at oder buero.lh-stv.felipe@tirol.gv.at oder mittels Leserbriefen an leserbriefe@tt.com, tiroler@kronenzeitung.at, ad.tirol@orf.at und andere Medien:

Werte Damen und Herren, auch ich plädiere für eine Nachdenkpause betreffend den Ausbau von Seilbahnen und Liften in Tirol. Ich appelliere an Sie bzw die Verantwortungsträger in Regierung und Landtag, die sogenannten„Seilbahngrundsätze“ (eigentlich: Tiroler Seilbahn- und Schigebietsprogramm) nicht wie im vorliegenden Entwurf zu beschließen. Im Gegensatz ersuche ich um eine Nachdenkpause, um binnen Jahresfrist mit ExpertInnen aus Tourismus, Umwelt- und Naturschutz und anderen Bereichen zu definieren, wohin sich der Tourismus in Nord- und Osttirol entwickeln soll.

Begründung

Die Tiroler Natur braucht auch dich! Mitte November stehen die Tiroler „Seilbahngrundsätze“ (eigentlich: Tiroler Seilbahn- und Schigebietsprogramm) vor einem Neubeschluss. Es droht ein Dammbruch: Mit gefinkelten Tricks („Arrondierungen“, „Zusammenschlüssen“ etc) sollen gleich mehrere umstrittene Projekte ermöglicht werden, die in Wahrheit nichts anderes als neue Schigebiete, neue Seilbahnen, neue Lifte, neue Pistenkilometer in bisher ruhiger Natur bedeuten.

Und das ausgerechnet unter Regierungsbeteiligung der Grünen mit einer verseilbahndelten ÖVP, von der ein "Es ist genug" nicht zu erwarten war und ist. Die Grünen „Umweltfighter“ (siehe letzter Grüner Wahlkampf) zeigen sich aus Koalitionsdisziplin handzahm, rufen aber im gleichen Atemzug die Bevölkerung zum Widerstand auf. Da hat wen ordentlich der Mut verlassen.

Darum müssen alle jene, denen die Tiroler Natur ein Anliegen ist, dieses bisschen Mut aufbringen - aus diesem Grund wurde diese Petition gestartet. Sie soll ein Zeichen setzen, dass viele Menschen mit dem "Weißer-höher-schneller" im Tiroler Tourismus nicht mehr können oder nicht mehr wollen.

Für Umwelt, Wirtschaft und Menschen in Tirol JA zur Seilbahn-NACHDENKPAUSE

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Markus Koschuh aus Innsbruck
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Warum Menschen unterschreiben

  • Bodo Hering Großdubrau

    vor 14 Std.

    Ein Nachdenken vor allem bei denen, die ihr Denken und Handeln zu sehr auf ihren eigenen Gewinn ausrichten. Kurzsichtiges Denken hilft hier nicht. Es geht um die Zukunft der Alpen als einzigartiger Naturraum! Wir alle sind es nachfolgenden Generationen schuldig!

  • vor 17 Std.

    Es reicht, immer weniger Schnee immer mehr Lifttrassen, immer mehr Schneekanonen, ein Umdenken ist nötig.

  • vor 18 Std.

    Die Natur darf nicht weiter zerstört werden!

  • vor 21 Std.

    Es wird wegen des Klimawandels immer schwieriger, den Skibetrieb rentabel zu betreiben. Der Energie- und Flächenverbrauch von Skigebieten ist immens, die verbrauchten Flächen auf Jahrzehnte regelrecht verwüstet - für ein paar Monate elitäres Vergnügen einiger weniger (selbst in Tirol betreiben nur wenige Menschen tatsächlich Wintersport). Es gibt in Tirol mehr als genug Seilbahnen und Pistenkilometer, die Ertüchtigung vorhandener Anlagen sowie eine stärkere Fokussierung auf den Alpinsport außerhalb der Wintermonate halte ich für den einzig richtigen und zukunftsfähigen Weg.

  • Julia Werkstetter Wurmannsquick

    vor 1 Tag

    Weil mir die Natur am Herzen liegt. Es wurde schon viel zu viel angerichtet und die Welt hat sich verändert - es ist an der Zeit etwas dagegen zu tun. Wir müssen unsere Heimat schützen und können nicht weiterhin so mit der Welt umgehen. Es soll nachgedacht werden , was wir schon alles haben und ob wir wirklich noch mehr brauchen? Was bringt uns das Geld am Ende, wenn unsere Heimat am Ende ist?

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