Region: Burgenland

Hände weg von unserem Wasser – Kein Wasserstoffwerk in der wasserärmsten Region Österreichs

Petition is addressed to:
Die Burgenländische Landesregierung

1,763 Signatures

88 %
2,000 for collection target

1,763 Signatures

88 %
2,000 for collection target
  1. Launched March 2025
  2. Time remaining > 2 months
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
personal data
 

I agree that my data may be stored. I can revoke this consent at any time.

Petition addressed to: Die Burgenländische Landesregierung

Hände weg von unserem Wasser – Für grüne Energie, gegen Profitgier 

Rechts- und Planungssicherheit sind essenziell, um öffentliche Gelder einzusetzen. Doch in Zurndorf soll eine Wasserstofffabrik ohne Wasser, ordnungsgemäße Planung und auf Kosten der Allgemeinheit gebaut werden.
 
Die burgenländische Landesregierung sowie der Landesenergieversorger Burgenland Energie planen in Zurndorf eine Wasserstofffabrik zu errichten. Die Erzeugung von 1 Tonne Wasserstoff benötigt 20.000 bis 35.000 Liter Wasser. Das Wasser wird dabei zur Aufbereitung, Produktion (Elektrolyse) und Kühlung der Anlage eingesetzt. Am geplanten Standort sollen ab 2027 rund 9000, ab 2030 rund 45.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr produziert werden. Dafür werden ab 2027 180 bis 315 Mio. und ab 2030 900 bis 1.575 Mio. Liter Wasser pro Jahr benötigt.
 
Dieser soll dann auf Tank-LKWs ca. 55km nach Wien und Umgebung, zur industriellen Verwendung transportiert werden. Dort wird die, durch Wasserstoff gewonnene „grüne“ Energie dafür verwendet um wieder Diesel, Benzin und Schweröle herzustellen. Es handelt sich um Greenwashing, bei dem Unternehmen versuchen, sich umweltfreundlicher darzustellen, als sie tatsächlich sind. Das Hauptziel besteht darin, die wirtschaftlichen Bilanzen von Industrieunternehmen zu verbessern und deren CO₂-Emissionen zu verschleiern.
 
Der geplante Standort, an dem der hochexplosive Wasserstoff erzeugt und gelagert werden soll, befindet sich wenige Meter neben einer Siedlung mit 230 Einwohnern, einem Standort von Pro Mente Burgenland, 2 Pferdehöfen mit ca. 50 Pferden, dem Natura 2000 Gebiet Parndorfer Platte, liegt direkt im Vogelschutzkorridor Karpaten – Neusiedlersee und in einer 1000m Wohnbauland-Schutzzone.
 
Das ist weder eine verantwortungsvolle Planung noch ein korrekter Umgang mit öffentlichen Mitteln, oder eine gut geplante Infrastrukturlösung für die nächsten Generationen.
  
Wir sind überzeugt, dass das Projekt in seiner aktuellen Form eine Fehlplanung darstellt. Daher fordern wir Transparenz und die Einbeziehung der betroffenen Bürger:innen in Bezug auf die Bauprojekte (Wasserstoffwerk, Pipelinebau, Ausbau von Straßen für Tanklaster). Zudem verlangen wir eine Überarbeitung des Plans sowie eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), die auf einer fundierten wasser- und naturschutzrechtlichen Planung basiert und alle relevanten Aspekte, einschließlich regionaler Entwicklungspläne, berücksichtigt.

Reason

Wir sind besorgt, dass die Verfügbarkeit von ausreichend Wasser am geplanten Standort nicht genügend berücksichtigt wurde. Es fehlen grundlegende Voraussetzungen für die langfristige Produktion von Wasserstoff und die nachhaltige Versorgung der Landwirtschaft und der Bevölkerung mit Trinkwasser.
 
Die BH-Neusiedl hat bereits im Bescheid vom 6.5.2024 Zweifel an der Verfügbarkeit der Wasserressourcen geäußert. Es bleibt unklar, wer in Zeiten von Wasserknappheit zugunsten des anderen auf die Wasserentnahme verzichten muss: Landwirtschaft, Wirtschaft oder Bevölkerung?

Thank you so much for your support, Verein Lebensraum Pannonia, Zurndorf
Ask the initiator

Petition details

Petition started: 26 Mar 2025
Collection ends: 12/25/2026
Region: Burgenland
Topic: Environment

Translate this petition now

Add a new language version

News

  • Die Austrian Power Grid (APG) führt am

    14.9. 16:30 - 19:30 in der Volksschule Nickelsdorf, Lindengasse 26

    15.9. 16:30 - 19:30 im Weinwerk Burgenland, Neusiedl am See, Obere Hauptstraße 31

    16.9. 16:30 - 19:30 im Parndorfer-Hof - Parndorf, Hauptstraße 22

    gemeinsam mit dem Projektpartner Netz Burgenland GmbH (NEB)Bürger-Infomessen durch, um Bürger:innen, Anrainer und Stakeholder in den Gemeinden über das Vorhaben Netzverstärkung Ost zu informieren.

    Präsentiert wird der aktuelle Planungsstand (geplante Einreichtrasse) sowie geplante Maststandorte, des größten und wichtigsten Strominfrastruktur-Vorhabens in Niederösterreich bzw. dem Burgenland.

    Experten aus den verschiedensten Bereichen wie Umwelt, Recht und Technik stehen im Rahmen der Infomessen allen Interessierten für persönliche Gespräche zur Verfügung.

    Bild- und Text- Quelle: Netzverstärkung Ost - Österreich braucht Strom

  • Warum ein Rechenzentrum auf der Parndorfer Platte kein sinnvolles Vorhaben ist

    Die Parndorfer Platte  ist ein sensibler und wertvoller Lebensraum – nicht nur für die lokale Bevölkerung, sondern auch für die Umwelt, die Landwirtschaft und das Klima. Der Gesamtraum gehört dem pannonischen Klimabezirk an und zählt zu den trockensten und wärmsten Landschaften Österreichs.
     
    Eine kluge Standortwahl ist entscheidend
    Ein Rechenzentrum sollte dort gebaut werden, wo es sinnvoll integriert werden kann – nämlich in der Nähe von urbanen Räumen, wo:
    ·      Abwärme genutzt werden kann (z. B. für Fernwärme)
    ·      Infrastruktur bereits vorhanden ist (Strom, Wasser, Netze)
    ·      keine wertvollen Böden oder Ökosysteme zerstört werden
    ·      Nachnutzungsmöglichkeiten bestehen
     
    Bevor ein Rechenzentrum gebaut wird, müssen grundlegende Fragen gestellt werden:

    • Ist ein solches RZ wirklich notwendig?
    • Wie kann der Strom- und Wasserbedarf gedeckt werden, ohne die Umwelt zu belasten?
    • Wie kann die Abwärme sinnvoll genutzt werden?
    • Wie lassen sich Umweltbeeinträchtigungen minimieren und der Nutzen maximieren?
    • Welche Nachnutzung ist möglich, wenn das RZ irgendwann nicht mehr gebraucht wird?

     
    Die Parndorfer Platte ist kein geeigneter Standort für ein Rechenzentrum. Sie ist zu wertvoll – für die Landwirtschaft, die Biodiversität, das Klima und die Zukunftsfähigkeit der Region. Statt hier ein RZ zu errichten, sollte nach nachhaltigen und zukunftsorientierten Lösungen gesucht werden, die Ökologie, Wirtschaft und Gesellschaft in Einklang bringen.

      
    Die Dunkelkammer – Der Investigativ-Podcast
    #354 Google, ein Rechenzentrum – und (keine) Politik | Die Dunkelkammer – Der Investigativ-Podcast

Tools for the spreading of the petition.

You have your own website, a blog or an entire web portal? Become an advocate and multiplier for this petition. We have the banners, widgets and API (interface) to integrate on your pages. To the tools

Translate this petition now

Add a new language version

Help us to strengthen citizen participation. We want to support your petition to get the attention it deserves while remaining an independent platform.

Donate now