Region: Tirol

FINGER WEG VOM NAMLOSBACH! Nein zum Tabubruch im Natura-2000-Gebiet Tiroler Lech

Petition richtet sich an:
Die Tiroler Landesregierung

3.107 Unterschriften

78 %
4.000 für Sammelziel

3.107 Unterschriften

78 %
4.000 für Sammelziel
  1. Gestartet 12.08.2026
  2. Sammlung noch > 4 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Die Tiroler Landesregierung

Wir forderen den sofortigen Stopp des Projektes "Ableitung Namlosbach"

Der Lech und seine Zubringer sind das größte zusammenhängende Wildflussgebiet Mitteleuropas. Ausgerechnet hier sollen nun die Bagger auffahren und dem letzten Wildfluss der Nordalpen ein Naturjuwel abgraben. Die Initiative warnt davor, mit einer ersten Ableitung die Tür für weitere Eingriffe zu öffnen. Bereits öffentlich kommunizierte Ausbauvorhaben unter anderem am Höhenbach in Holzgau würden zeigen, dass es nicht nur um ein einzelnes Projekt gehe.

Die Bürgerinitiative Namlosbach setzt sich ein:
o  gegen den geplanten Tabubruch im Natura-2000-Gebiet Tiroler Lech
o  gegen die geplante Ableitung des Namlosbaches, also unseres Dorfbaches
o  wir wollen jenen Menschen, die gegen das Projekt sind, eine Stimme geben und mit ihnen ein öffentliches Gegengewicht zu den Pro-Argumenten liefern
o  wir kämpfen gemeinsam mit dem WWF, dem WET - Wildwasser erhalten Tirol, Toni Knittel alias Bluatschink und weiteren Akteuren gegen das geplante Ableitungsprojekt.

Optimierungen an bestehenden Kraftwerksanlagen begrüßt unsere Initiative ausdrücklich. Die Ableitung des Namlosbaches lehnen wir ab.

Unsere Homepage mit vielen Zusatzinformationen ist ab 31.8.2026 Online: www.namlosbach.at

Begründung

Das geplante Ableitungsprojekt berührt aus Sicht der Bürgerinitiative einen der wertvollsten und sensibelsten Flussräume Mitteleuropas. Der Tiroler Lech und seine Zuflüsse bilden ein einzigartiges, weitgehend naturnahes Wildflusssystem.

Eine Verringerung der Wasserführung des Namlosbaches würde nicht nur den Bach selbst verändern, sondern könnte auch die natürliche Dynamik des nachfolgenden Flusssystems beeinflussen.

Für die Bürgerinitiative geht es deshalb um mehr als nur um die Frage einer einzelnen Wasserableitung: Es geht um die langfristige Bewahrung eines der bedeutendsten Wildflussräume der Alpen und darum, ob in einem solchen Schutzgebiet weitere Eingriffe zugelassen werden sollen.

Entzieht man dem Bach Wasser, fehlt dieses flussabwärts auch im Lech. Dadurch wird die natürliche Flussdynamik und der Geschiebehaushalt beeinträchtigt. Unklar sind Auswirkungen auf Grundwasser und Trinkwasserversorgung. Die Auswirkungen einer Ableitung des Namlosbaches könnten nach Ansicht der Bürgerinitiative auch die Unterlieger betreffen. Insbesondere stellt sich die Frage, ob und in welchem Ausmaß eine Verringerung der Wasserführung des Namlosbaches die Ergiebigkeit von Trinkwassertiefbrunnen z.B. in Weißenbach beeinflussen könnte.

Auch für die Grundwasserbildung im Gemeindegebiet von Stanzach ist der Namlosbach von Bedeutung. Die Initiative befürchtet, dass eine Verringerung der Wasserführung Auswirkungen auf die Grundwasserneubildung hat. 

Hinzu kommen weitere Aspekte: Der Namlosbach ist ein wichtiger Naherholungsraum für die Bevölkerung. Ein deutlicher Rückgang der Wasserführung würde aus Sicht der Initiative das Landschaftsbild und die Qualität dieses Natur- und Erholungsraumes beeinträchtigen.

Besonders sensibel ist zudem das Ausleitungsgebiet: Dort befindet sich nach Angaben der Bürgerinitiative das stärkste Vorkommen der streng geschützten Deutschen Tamariske in Tirol. Welche Auswirkungen eine dauerhafte Verringerung der Wasserführung auf diesen Bestand hätte, sei aus Sicht der Initiative bislang nicht ausreichend geklärt.

Unklar bleibt darüber hinaus, welchen tatsächlichen zusätzlichen Beitrag der Namlosbach zur Stromerzeugung leisten soll. Ist doch die bereits bestehende Nutzung des Wassers des Namlosbaches durch die Kraftwerksanlagen Höfen, Reutte I und Reutte II von den kolportierten 25 GWh pro Jahr abzuziehen. Zudem sei offensichtlich, dass das Wasser des Namlosbaches in erster Linie für die künftigen Restwasserabgaben am Rotlech, Liegfeistbach und Archbach als "Bauernopfer" verwendet würde und somit nicht bzw. nur teilweise für die Stromerzeugung zur Verfügung steht.

„Wir lassen uns unser Wasser nicht abgraben“, lautet daher die Botschaft der Bürgerinitiative.

Wir bitten um Ihre Unterstützung durch Ihre Unterschrift.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Bürgerinitiative Namlosbach, Stanzach

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 12.08.2026
Sammlung endet: 11.02.2027
Region: Tirol
Kategorie: Umwelt

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer!

    Am 23.09.2026 wurden unsere Fragen von der Elektrizitätswerke Reutte AG (kurz EWR) beantwortet. Wir bedanken uns dafür und veröffentlichen die Antworten auf unserer Homepage unter unsere Fragen. Die Antworten haben wir jeweils um unsere Einschätzung ergänzt.

    Insgesamt wirken die Antworten des EWR auf uns nicht beruhigend. Vielmehr sehen wir darin unsere grundsätzlichen Sorgen und Befürchtungen bestätigt.

    Bereits am 22.09.2026 hielt das EWR eine Pressekonferenz ab und stellte ihre Sicht der Dinge dar. Wir haben die dort getätigten Aussagen einem Faktencheck unterzogen. Den entsprechenden TT-Presseartikel sowie unseren Faktencheck haben wir ebenfalls auf unserer Homepage unter Aktuelles veröffentlicht.

    Das EWR hat nun bestätigt, dass an der Ableitungsstelle in der Regel 80% des Namlosbaches in den Stollen umgeleitet werden sollen, wobei z.B. im Winter zumindest 250 Liter pro Sekunde im Namlosbach verbleiben sollen. Auf Basis dieser Daten lässt sich nun berechnen, wie die Situation in Stanzach künftig aussehen würde. Die Grafiken dazu findet Ihr auf unserer Homepage unter Projekt.

    Neue Erkenntnisse und gegebenfalls Korrekturen unserer Annahmen werden wir laufend auf unserer Homepage ergänzen.

    Sehr erfreulich entwickelt sich die Unterstützung für unsere Petition. Wir stehen kurz davor, unser drittes Sammlungsziel von 3.000 Unterschriften zu erreichen.

    Besonders erfreulich ist die große Unterstützung in Stanzach: Bisher haben 256 Personen bzw. 67%* unsere Petition unterschrieben.

    Vielen Dank an alle, die uns bisher unterstützen, unsere Petition unterschrieben und unser Anliegen weitergetragen haben. Eure Unterstützung zeigt, dass unser Anliegen viele Menschen bewegt.
    Lasst uns gemeinsam verhindern, dass dieses Naturjuwel geopfert wird.

    Vielen Dank für Eure Unterstützung!
    Eure
    Initiative Namlosbach

    *berechnet auf Basis der in 2024 wahlberechtigten Personen.

  • Ein großartiger Erfolg für unseren Lech – und ein Auftrag, ihn zu bewahren

    Liebe Unterstützerinnen und Unterstüzer,

    heute dürfen wir uns freuen! 🏆🌿

    Unser Lech ist zum „Fluss des Jahres 2026“ gewählt worden. In der erstmals durchgeführten österreichweiten Online-Abstimmung konnte sich der Lech gemeinsam mit dem Namlosbach gegen die Flüsse der anderen Bundesländer durchsetzen.

    Diese Auszeichnung ist eine wunderbare Anerkennung für einen der letzten großen naturnahen Wildflüsse Österreichs. Sie zeigt, wie sehr Menschen den Lech und seine Zubringer schätzen – als einzigartigen Lebensraum, als Teil unserer Heimat und als faszinierendes Naturjuwel.

    Doch dieser Titel ist nicht nur Grund zur Freude. Er ist auch ein Auftrag.
    Denn der Lech und seine Zuflüsse sind scheinbar keineswegs selbstverständlich geschützt und stehen unter Druck. Die aktuellen Pläne, den Namlosbach abzuleiten zeigen dies mehr als deutlich. Was heute noch wild und lebendig fließt, kann morgen unwiederbringlich verändert sein.

    Wir wollen, dass der Namlosbach auch in Zukunft frei fließen darf. Und dass auch kommende Generationen ihn noch so erleben können, wie wir ihn heute kennen und lieben.

    Der WWF fordert deshalb zu Recht vom Land Tirol eine klare öffentliche Schutzgarantie für das Wildflusssystem Tiroler Lech. Auch wir werden uns weiterhin mit aller Kraft dafür einsetzen, die Ableitung des Namlosbaches zu verhindern.

    🌿 Das Wildflusssystem Tiroler Lech hat gewonnen. Jetzt muss auch sein Schutz gewinnen.

    Danke an alle, die sich seit Jahren für den Lech, seine Seitengewässer und die gesamte Flusslandschaft einsetzen. Und danke an alle Unterstützerinnen und Unterstützer, die mithelfen, diesem einzigartigen Naturraum eine Stimme zu geben.

    Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass der Namlosbach bleibt, was er ist: ein lebendiges, freies und wildes Naturjuwel.

    Wir bitten Euch: Unterstützt uns weiterhin und teilt den Link zur Petition mit Euren Freunden, Bekannten und in Euren Netzwerken. Jede Unterschrift zählt!

    Vielen Dank für Eure Unterstützung!
    Eure
    Initiative Namlosbach

Haben wir nicht andere Sorgen als die Zerstörung unserer von uns Alten erhaltenen Naturschätze zu schützen. Was sind das für Menschen voller Gier und Rücksichtslosigkeit. Was sagt die Jugend dazu. Ich bin 81 Jahre

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

Das Namloser Tal ist ein einzigartiges Naturjuwel!

Der fortschreitende Eingriff in unser aller Gewässer ist unverantwortlich. Die Fische und alles andere Getier im Wasser ist schützenswert. Der Profitwahn muss stoppen.

Unsere Alpen sind schon maximal verbaut - der Erhalt eines der letzten Wildflußgebiete liegt mir am Herzen!

Weil die Namlos durch mein Dorf fließt und es ein traumhafter Fluss ist.

Der Ausbau nutzt wahrscheinlich nur wenigen Reichen, auf Kosten vieler anderer

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