Region: Tirol

FINGER WEG VOM NAMLOSBACH! Nein zum Tabubruch im Natura-2000-Gebiet Tiroler Lech

Petition richtet sich an:
Die Tiroler Landesregierung

225 Unterschriften

45 %
500 für Sammelziel

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  1. Gestartet 12.08.2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
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Petition richtet sich an: Die Tiroler Landesregierung

Wir forderen den sofortigen Stopp des Projektes "Ableitung Namlosbach"

Der Lech und seine Zubringer sind das größte zusammenhängende Wildflussgebiet Mitteleuropas. Ausgerechnet hier sollen nun die Bagger auffahren und dem letzten Wildfluss der Nordalpen ein Naturjuwel abgraben. Die Initiative warnt davor, mit einer ersten Ableitung die Tür für weitere Eingriffe zu öffnen. Bereits öffentlich kommunizierte Ausbauvorhaben unter anderem am Höhenbach in Holzgau würden zeigen, dass es nicht nur um ein einzelnes Projekt gehe.

Die Bürgerinitiative Namlosbach setzt sich ein:
o  gegen den geplanten Tabubruch im Natura-2000-Gebiet Tiroler Lech
o  gegen die geplante Ableitung des Namlosbaches, also unseres Dorfbaches
o  wir wollen jenen Menschen, die gegen das Projekt sind, eine Stimme geben und mit ihnen ein öffentliches Gegengewicht zu den Pro-Argumenten liefern
o  wir kämpfen gemeinsam mit dem WWF, dem WET - Wildwasser erhalten Tirol, Toni Knittel alias Bluatschink und weiteren Akteuren gegen das geplante Ableitungsprojekt.

Optimierungen an bestehenden Kraftwerksanlagen begrüßt unsere Initiative ausdrücklich. Die Ableitung des Namlosbaches lehnen wir ab.

Unsere Homepage mit vielen Zusatzinformationen ist ab 31.8.2026 Online: www.namlosbach.at

Begründung

Das geplante Ableitungsprojekt berührt aus Sicht der Bürgerinitiative einen der wertvollsten und sensibelsten Flussräume Mitteleuropas. Der Tiroler Lech und seine Zuflüsse bilden ein einzigartiges, weitgehend naturnahes Wildflusssystem.

Eine Verringerung der Wasserführung des Namlosbaches würde nicht nur den Bach selbst verändern, sondern könnte auch die natürliche Dynamik des nachfolgenden Flusssystems beeinflussen.

Für die Bürgerinitiative geht es deshalb um mehr als nur um die Frage einer einzelnen Wasserableitung: Es geht um die langfristige Bewahrung eines der bedeutendsten Wildflussräume der Alpen und darum, ob in einem solchen Schutzgebiet weitere Eingriffe zugelassen werden sollen.

Entzieht man dem Bach Wasser, fehlt dieses flussabwärts auch im Lech. Dadurch wird die natürliche Flussdynamik und der Geschiebehaushalt beeinträchtigt. Unklar sind Auswirkungen auf Grundwasser und Trinkwasserversorgung. Die Auswirkungen einer Ableitung des Namlosbaches könnten nach Ansicht der Bürgerinitiative auch die Unterlieger betreffen. Insbesondere stellt sich die Frage, ob und in welchem Ausmaß eine Verringerung der Wasserführung des Namlosbaches die Ergiebigkeit von Trinkwassertiefbrunnen z.B. in Weißenbach beeinflussen könnte.

Auch für die Grundwasserbildung im Gemeindegebiet von Stanzach ist der Namlosbach von Bedeutung. Die Initiative befürchtet, dass eine Verringerung der Wasserführung Auswirkungen auf die Grundwasserneubildung hat. 

Hinzu kommen weitere Aspekte: Der Namlosbach ist ein wichtiger Naherholungsraum für die Bevölkerung. Ein deutlicher Rückgang der Wasserführung würde aus Sicht der Initiative das Landschaftsbild und die Qualität dieses Natur- und Erholungsraumes beeinträchtigen. Auch die Bedeutung des Baches für die örtliche Feuerwehr müsse berücksichtigt werden, benötigt sie bei Bränden im Umkreis doch das Wasser aus dem Namlosbach.

Besonders sensibel ist zudem das Ausleitungsgebiet: Dort befindet sich nach Angaben der Bürgerinitiative das stärkste Vorkommen der streng geschützten Deutschen Tamariske in Tirol. Welche Auswirkungen eine dauerhafte Verringerung der Wasserführung auf diesen Bestand hätte, sei aus Sicht der Initiative bislang nicht ausreichend geklärt.

Unklar bleibt darüber hinaus, welchen tatsächlichen zusätzlichen Beitrag der Namlosbach zur Stromerzeugung leisten soll. Ist doch die bereits bestehende Nutzung des Wassers des Namlosbaches durch die Kraftwerksanlagen Höfen, Reutte I und Reutte II, Kniepass und Weißhaus genauso von den kolportierten 25 GWh pro Jahr abzuziehen, wie der Effizienzgewinn durch die geplante Optimierung der bestehenden Kraftwerkskette Plansee. Zudem sei offensichtlich, dass das Wasser des Namlosbaches in erster Linie für die künftigen Restwasserabgaben am Rotlech, Liegfeistbach und Archbach als "Bauernopfer" verwendet würde.

„Wir lassen uns unser Wasser nicht abgraben“, lautet daher die Botschaft der Bürgerinitiative.

Wir bitten um Ihre Unterstützung durch Ihre Unterschrift.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Bürgerinitiative Namlosbach, Stanzach

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 12.08.2026
Sammlung endet: 11.02.2027
Region: Tirol
Kategorie: Umwelt

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