Update: Unsere großen Bemühungen und Ihre tatkräftige Unterstützung haben einen ersten greifbaren Erfolg erzielt. Die Profanierung wird einmal auf 1.März 2026 verschoben
www.kathpress.at/goto/meldung/2535972/pallottinerorden-profanierung-der-wiener-pallottikirche-erst-2026
Update: Heute hatte ich - nach wochen- und monatelanger Bitte darum - ein Gespräch mit der Leitung der Pallottiner in Deutschland in Form einer Videokonferenz. Anwesend waren Provinzial P. Hau und Vizeprovinzial P.Schacknies. Mein vorgelegtes ausführliches Konzept zur Weiterführung der Pallottikirche als einen Raum der Spiritualität, Begegnung, Wissenschaft und Kunst, das auch mit der Bezirksvorsteheung und anderen abgestimmt ist, wurde mit der "Begründung" von P.Hau abgelehnt: "Ihr Konzept interessiert mich nicht und wird keinerlei Rolle spielen".
Morgen Freitag 28.November kommt um 09:30 Uhr ein Kamera- und Reporterteam von Puls4/ATV und dreht eine Reportage über die Pallottikirche und die drohene Schließung und Profanierung am 14.Dezember. Jede/r der/die Zeit und Lust hat, ist herzlich eingeladen zu kommen und ein Statement abzugeben.
Die Leitung der deutsch-österreichischen Provinz der Pallottiner, in dessen Eigentum das Pallottihauses steht, hat sich entschlossen, dieses Haus das seit 65 Jahren als vitaler Treffpunkt der Bildungsarbeit und der pastoralen Arbeit bestanden hat und die zugehörige Kirche zu verkaufen. Durch den Verkauf des kompletten Areals des Pallottihauses geht hier in Wien ein wichtiger Ort der Bildung, der pastoralen Arbeit, der sozialen Arbeit und ein beliebter Begegnungsraum verloren.
Update: Der Verkauf wurde inzwischen von der Provinzversammlung der Pallottiner in Deutschland per Beschluss abgelehnt. Die Provinzleitung der Pallottiner will dennoch und trotzdem die Kirche bereits am 14.Dezember 2025 profanieren und endgültig schließen. Das, wenige Tage vor Weinachten und ohne jegliche Dringlichkeit.
Die Kirche des Pallottihauses steht unter Denkmalschutz und zählt zu den späten Werken des Architekten Prof. Robert Kramreiter, der in Europa wesentlich an der Erneuerung des Kirchenbaus aus dem Geist der Theologie mitarbeitete.
Der Erhalt der Kirche "Königin der Apostel" als zukünftiger Multifunktions-Raum für kulturelle Veranstaltungen, Gottesdienste, Raum für Begegnung, etc. ist ungeachtet der geplanten neuen Widmung der Räumlichkeiten des bisherigen Bildungs- und Gästehauses, jedenfalls möglich und umsetzbar. Es wäre für den Bezirk und für die Region extrem wichtig, diesen Raum weiterhin zur Verfügung haben und nutzen zu können.
Literatur:
Pius Parsch – Robert Kramreiter, Neue Kirchenkunst im Geist der Liturgie (Originalausgabe
1939), neu eingeleitet von Rudolf Pacik, Pius-Parsch-Studien: Quellen und Forschungen zur
Liturgischen Bewegung, Band 9, Herausgegeben von Andreas Redtenbacher, Würzburg, 2010.
N.N., Neue Arbeiten des Architekten Robert Kramreiter, Österreichische Kunst, 7. Jg., Hen 1,
Wien, Jänner 1936, S. 8-10.
Friedrich Achleitner, Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert: Ein Führer in vier
Bänden, Band III/2, Salzburg und Wien, 1995, S. 12.
Bundesdenkmalamt (Hrsg.), Die Kunstdenkmäler Österreichs, Dehio-Handbuch Wien X. bis
XIX. und XXI. bis XXIII. Bezirk, Wien, 1996, S. 167.
Wolfgang J. Bandion, Steinerne Zeugen des Glaubens, Die Heiligen Stäken der Stadt Wien,
Wien, 1989, S. 284f.
Christine Klusacek – Kurt Stimmer, Hietzing: Ein Bezirk im Grünen, Wien, 1977, S. 144f.
Hans Vollmer (Hrsg.), Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 20. Jahrhunderts, Band
3, Leipzig 1956, unveränderter Nachdruck 1992, S. 111.