Care-Arbeit Ist Arbeit

Petition richtet sich an:
Österreichisches Parlament

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188 von 19.000 für Quorum in Österreich Österreich

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Petition richtet sich an: Österreichisches Parlament

CARE-ARBEIT IST ARBEIT
Für verpflichtendes 50:50-Pensionssplitting, echte 50:50-Karenz und faire Altersvorsorge
Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen und familiäre Organisation sind gesellschaftlich notwendige Arbeit. Ohne diese Leistungen könnten viele Menschen ihrer Erwerbstätigkeit nicht nachgehen. Dennoch werden diese Tätigkeiten im österreichischen Pensionssystem nicht gleichwertig berücksichtigt.
Die Folgen sind messbar: Frauen erhalten in Österreich durchschnittlich deutlich niedrigere Pensionen als Männer. Als wesentliche Ursachen gelten Erwerbsunterbrechungen, Teilzeitarbeit sowie die Übernahme von Kinderbetreuung und Pflegeleistungen (Statistik Austria, ORF OÖ, Equal Pension Day 2026).
Gleichzeitig wird das seit 2005 bestehende freiwillige Pensionssplitting nur von einem kleinen Teil der Anspruchsberechtigten genutzt. Kritiker sehen darin einen Hinweis, dass freiwillige Lösungen viele Betroffene nicht ausreichend erreichen (ORF OÖ, 07.03.2026; B7 Arbeit & Leben, 23.06.2025).
Wer durch Kinderbetreuung, Pflege und familiäre Organisation die Erwerbstätigkeit des anderen Elternteils ermöglicht, schafft dieselbe Grundlage für Einkommen, Karriere und Pensionsansprüche wie die Erwerbsarbeit selbst. Deshalb müssen die daraus entstehenden Pensionsansprüche beiden Elternteilen gleichermaßen zugerechnet werden.
Kinder sind darüber hinaus keine reine Privatsache. Sie sind die zukünftigen Beitragszahler unseres Sozial-, Gesundheits- und Pensionssystems. Wer Kinder großzieht oder Angehörige pflegt, leistet daher einen wichtigen Beitrag für die gesamte Gesellschaft.
Unsere Forderungen
1. Verpflichtendes automatisches 50:50-Pensionssplitting
Alle während gemeinsamer Kinderbetreuung erworbenen Pensionsansprüche sollen automatisch und verpflichtend im Verhältnis 50:50 aufgeteilt werden.

  • ohne Antrag
  • ohne Zustimmung des anderen Elternteils
  • unabhängig vom Familienstand

Die Regelung soll für verheiratete, geschiedene, getrennte sowie unverheiratete Eltern gleichermaßen gelten.
2. Keine Beschränkung auf sieben Jahre
Kinderbetreuung endet nicht nach sieben Jahren. Hausaufgaben, Arzttermine, Freizeitorganisation und emotionale Begleitung dauern oft weit darüber hinaus an. Das Pensionssplitting muss daher die tatsächliche Betreuungszeit berücksichtigen.
3. Pflegearbeit gleichstellen
Pflege von Angehörigen ist gesellschaftlich unverzichtbar. Wer pflegt, arbeitet. Pflegearbeit muss daher pensionsrechtlich gleichwertig mit Erwerbsarbeit behandelt werden.
4. Echte 50:50-Karenz
Wir fordern eine partnerschaftliche Karenzregelung:

  • 50 % Karenz für einen Elternteil
  • 50 % Karenz für den anderen Elternteil
  • nicht übertragbar
  • nicht verzichtbar

Internationale Erfahrungen zeigen, dass eine stärkere Beteiligung beider Elternteile an der Kinderbetreuung zur Gleichstellung beiträgt. Gleichzeitig wird Österreich regelmäßig als Nachzügler bei der Väterkarenz genannt (ORF, 11.04.2026; Kontrast.at, 03.06.2025).
Warum das wichtig ist
Die derzeitige Verteilung von Care-Arbeit führt häufig dazu, dass eine Person Einkommen, Karrierechancen und Pensionsansprüche verliert, während die andere diese aufbauen kann.
Ein modernes System muss jene Menschen schützen, die durch Kinderbetreuung und Pflege gesellschaftlich notwendige Arbeit leisten.
Care-Arbeit ist Arbeit.
Echte Gleichberechtigung bedeutet:

  • gleiche Verantwortung
  • gleiche Anerkennung
  • faire Altersvorsorge
  • faire Pensionsansprüche

Österreich braucht ein modernes System, das Kinderbetreuung und Pflege endlich als das anerkennt, was sie sind:
Arbeit für die Gesellschaft.

Quellen am Ende der Petition

Begründung

Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen und familiäre Organisation sind unverzichtbare Leistungen für das Funktionieren unserer Gesellschaft und unserer Wirtschaft. Ohne diese Arbeit könnten viele Menschen keiner Vollzeiterwerbstätigkeit nachgehen. Dennoch werden diese Leistungen im österreichischen Pensionssystem bis heute nur unzureichend berücksichtigt.
Die Folgen sind deutlich sichtbar: Frauen beziehen in Österreich im Durchschnitt deutlich niedrigere Pensionen als Männer. Als wesentliche Ursachen gelten Erwerbsunterbrechungen, Teilzeitarbeit sowie die Übernahme von Kinderbetreuung und Pflegeleistungen. Gleichzeitig wird das bestehende freiwillige Pensionssplitting nur von einem kleinen Teil der berechtigten Familien genutzt und entfaltet daher nicht die gewünschte Wirkung.
Wer Kinder betreut, pflegt oder die familiäre Organisation übernimmt, ermöglicht häufig erst die Erwerbstätigkeit des anderen Elternteils. Dadurch trägt diese Person indirekt zum Einkommen, zu den Karrierechancen und zum Aufbau von Pensionsansprüchen des anderen Elternteils bei. Es ist daher sachlich gerechtfertigt, die während dieser Zeit erworbenen Pensionsansprüche beiden Elternteilen gleichermaßen zuzurechnen.
Besonders problematisch ist, dass Care-Arbeit oft langfristige wirtschaftliche Nachteile verursacht. Betroffene verzichten häufig auf Vollzeitbeschäftigung, Beförderungen, Gehaltssteigerungen und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten. Diese Nachteile wirken sich nicht nur während der Familienphase aus, sondern häufig bis ins Pensionsalter.
Gleichzeitig steht Österreich vor großen gesellschaftlichen Herausforderungen. Der Fachkräftemangel nimmt zu, die Pflegebedürftigkeit steigt und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt für viele Familien schwierig. Eine gerechtere Verteilung von Betreuung und Erwerbsarbeit würde nicht nur die wirtschaftliche Eigenständigkeit von Familien stärken, sondern auch die Erwerbsbeteiligung beider Elternteile fördern.
Internationale Erfahrungen zeigen zudem, dass eine stärkere Beteiligung beider Elternteile an Kinderbetreuung und Karenz zu mehr Gleichstellung, einer gerechteren Aufteilung der Familienarbeit und besseren wirtschaftlichen Chancen für beide Elternteile führt.
Die derzeitige Rechtslage behandelt Erwerbsarbeit und Care-Arbeit nicht gleichwertig, obwohl beide einen wesentlichen Beitrag für das Gemeinwohl leisten. Wer Kinder großzieht oder Angehörige pflegt, erbringt eine gesellschaftlich notwendige Leistung und darf dadurch nicht dauerhaft wirtschaftlich benachteiligt werden.
Ziel dieser Petition ist daher die Schaffung eines modernen Systems, das Kinderbetreuung und Pflege als gesellschaftlich gleichwertige Arbeit anerkennt, Altersarmut verhindert, echte Partnerschaftlichkeit fördert und faire Pensionsansprüche für beide Elternteile sicherstellt.
Care-Arbeit ist Arbeit. Wer Verantwortung übernimmt, muss auch Anspruch auf faire soziale Absicherung und eine gerechte Altersvorsorge haben.

Quellen (zur Aufnahme am Ende der Petition):

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Katharina Herche, Wien
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 10.08.2026
Sammlung endet: 09.02.2027
Region: Österreich
Kategorie: Familie

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Noch kein PRO Argument.

Wer soll die care Arbeit, die klar und deutlich ist, bezahlen? Soll jeder in der Gesellschaft wieder 1 % vom Gehalt abgezogen bekommen, damit care Arbeit bezahlt wird? Ich denke, dass das die wichtigste Frage ist. Es wird von der Gesellschaft für die Kinder schon folgendes bezahlt: kinderbetreuungsgeld, familienbeihilfe, Schulbildung und Studienbildung inkl Freifahrausweise.... Für die Pflege gibt es das Pflegegeld, dass auch von der Gesellschaft bezahlt wird, Wo soll der Staat einsparen?

Warum Menschen unterschreiben

Weil ich selbst berufstätig war und nebenbei 3 Kinder großgezogen habe- da haben diese Politiker KEINE AHNUNG- da Kindermädchen etc..
.

“Sehe es am eigenen Leib” und will nicht dass es meinen Töchtern und Enkelinnen so geht.. Es fördert die Abhängige der Frauenbso wie es jetzt ist!

Weil bisher fast nur Frauen hievon benachteiligt waren und diese Arbeiten immer wichtiger werden.

Die systematische Geringschätzung und Missachtung der Leistung von Frauen muss endlich aufhören!

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