Bürgerinitiative "Rettet die Wies!"

Petition richtet sich an:
Amt der O.Ö. Landesregierung; BH Gmunden; Gemeinderat Scharnstein

1.289 Unterschriften

86 %
1.500 für Sammelziel

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  1. Gestartet September 2025
  2. Sammlung noch > 9 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Amt der O.Ö. Landesregierung; BH Gmunden; Gemeinderat Scharnstein

Der sich am Flugfeld von Scharnstein befindliche Rettungshubschrauberstandort ist von der Bevölkerung voll akzeptiert, schon lange in Betrieb und für diesen Zweck ideal geeignet. Die Verlegung des Rettungshubschrauberstandortes ist somit mit nichts anderem zu rechtfertigen als mit kommerziellen Absichten des Projektbetreibers und der weiteren handelnden Unternehmen.
 
Denn im Zuge der „Verlegung des Rettungshubschraubers“ ist eine enorme Erweiterung der Hubschrauberflugtätigkeit der Heli-Austria.at (Hüttenversorgungen, Kontrollflüge für Infrastruktur, Liftanlagenbau- und Wartung, VIP Flüge, etc.) und von HeliVision.at für Vergnügungsflüge zu erwarten.
 
Dieses Vorhaben würde

  • das Naturjuwel „Wies“ durch Versiegelung von wertvollen Naturschutzwiesen für immer zerstören,
  • das Notarztteam weg von der zentralen Lage am Flugfeld Scharnstein an die schwer erreichbare Gemeindegrenze verlegen,
  • für die gesamte Region (Scharnstein, Almtal, Grünau, St. Konrad, Pettenbach, Vorchdorf, Kirchham usw.) eine enorme Lärmbelastung durch das vervielfachte Hubschrauberflugaufkommen bedeuten. Und dies nur für die kommerzielle Gewinnmaximierung der Projektbetreiber, ohne jegliches, zusätzliches öffentliches Interesse abzudecken
  • gewaltige öffentliche Gelder benötigen, da der vorgesehene Projektstandort keinerlei notwendige Infrastruktur aufweist (kein Kanal, kein Trinkwasser, völlig unzureichende Zufahrt, keine Löschwasserunterstützung, etc.)

 
Kommt es zu einem Genehmigungsverfahren durch das Land Oberösterreich, dann ist in diesem Verfahren für Anrainer, Nachbarn und betroffene Bürger keine Mitsprache (sogenannte „Parteistellung“) vorgesehen und somit bleiben diese Menschen rechtlos.

Wir wollen, dass

  1. der Rettungshubschrauber und das Notarztteam weiterhin am Flugfeld in Scharnstein stationiert bleiben,
  2. die öffentliche Hand den ASKÖ Flugverein finanziell unterstützt um allenfalls notwendige Verbesserungen für die Stationierung des Rettungshubschraubers und das Notarztteam am Flugfeld in Scharnstein durchführen zu können
  3. sich die Lokalpolitik dafür einsetzt, den Rettungshubschrauberstandort auf jeden Fall am Flugfeld zu erhalten und sollte die Heli-Austria.at den Rettungshubschrauber abziehen, die Lokalpolitik sich mit allen Mitteln dafür einsetzt, einen gemeinnützigen Rettungshubschrauberbetreiber wie z.B. die Christophorus Flugrettung ans Flugfeld zu bringen
  4. keine Erweiterung des Hubschrauberflugaufkommens auf Kosten der Bevölkerung unserer Region genehmigt wird, nur um die Gewinnbestrebungen von privaten Personen zu unterstützen,
  5. das Naturjuwel „Wies“ in seiner jetzigen Form als Oase der Artenvielfalt und als wertvolles Grünland ohne Hubschrauberlandeplatz erhalten bleibt
  6. im Falle der Einleitung eines Genehmigungsverfahrens eine voll umfängliche UVP nach dem UVP-Gesetz 2000 und der Alpenkonvention durchgeführt wird

In Vertretung der am Freitag, den 26.9.2025 gegründeten Bürgerinitiative danken wir für für eure Unterstützung!

UPDATE 9.10.2025
Wir konnten in Erfahrung bringen, dass am 1.10.2025 eine Krisensitzung der drei Projektbetreiber K.u.F. Drack GmbH & Co KG (Almau), Heli Austria GmbH und HeliVision.at in der Almau stattgefunden hat. Das legt die Vermutung nahe, dass K.u.F. Drack GmbH & Co KG als Eigentümer der Flächen in der Wies eine ganz zentrale Rolle in diesem Projekt inne hat.
Spannend, wenn man sich die Firmenphilosophie von K.u.F. Drack GmbH & Co KG auf deren Webauftritt durchliest:

„Durch unsere Verbundenheit mit dem Almtal haben wir stets das Gemeinwohl unserer Mitmenschen sowie der Region im Auge. Deshalb richten wir unser unternehmerisches Denken und Handeln darauf aus, was uns im Leben zusammenhält, verbindet, trägt und schützt. Denn wenn jeder auf das Wohl der Anderen achtet, dann wird es allen besser gehen. Mit diesem Grundsatz setzen wir täglich alles daran, nachhaltige Lösungen zu realisieren sowie einen verantwortungsvollen sowie ethisch einwandfreien Umgang mit Ressourcen zu wahren.“
Nachzulesen unter: kfd.at/unternehmen/
 
Und wir konnten auch in Erfahrung bringen, dass trotz der 1.000 Unterschriften alle drei Projektbetreiber am Projekt festhalten und die Einreichung des Projektes bei den Behörden vorbereitet wird.

UPDATE 17.10.2025
Der Inhaber von HeliVision.at, Herr Ing. Florian Huemer legt in einem Schreiben an die Bürgerinitiative Wert darauf, dass sich seine Rolle ausschließlich auf eine vermittelnde Unterstützung, indem er den Kontakt zwischen Heli Austria / Martin Flugrettung und relevanten lokalen Ansprechpartnern – insbesondere bei Behörden, Grundstückseigentümern und dem Flugplatz Scharnstein – herstellt.
Eine darüberhinausgehende Einbindung oder Beteiligung besteht nicht. Auch verfolgt Herr Ing. Florian Huemer keinerlei wirtschaftliche Interessen an einem möglichen Rettungsstützpunkt und hat weder Gewinnabsichten noch sonstige wirtschaftliche Vorteile aus einem möglichen Projekt.

Begründung

Die wenigen Naturoasen die uns noch geblieben sind, sollen vor Versiegelung und kommerzieller Ausbeutung geschützt werden, die Bevölkerung Scharnsteins und rund um Scharnstein darf nicht aufgrund kommerzieller Bestrebungen einiger Reicher einer unerträglichen Lärmbelastung ausgesetzt werden und den Bürger von Scharnstein soll nicht der zentral stationierte Notarzt weggenommen werden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Christine Mayrhofer, Scharnstein
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 27.09.2025
Sammlung endet: 31.12.2026
Region: Scharnstein
Kategorie: Umwelt

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Neuigkeiten

  • Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Das KOFLER-Gutachten zeigt, welch einen Naturschatz wir vor unserer Haustür haben. Die Wies steckt voller Leben. Sie ist Heimat seltener Tiere, geschützter Pflanzen und wertvoller Wiesengesellschaften.
    Hier finden sich Schutzgüter, denen auch die EU besonderen Stellenwert gibt:

    • Zauneidechse und Äskulapnatter – beide sind nach EU-Recht streng geschützt.
    • Neuntöter – dieser Brutvogel braucht besonders geschützte Lebensräume.
    • Spanische Fahne – ein Schmetterling, für dessen Erhaltung die EU besondere Schutzgebiete vorsieht.
    • Pfeifengraswiesen und magere Mähwiesen – europaweit besonders wertvolle Lebensräume.
    • Dazu kommen Lungen-Enzian, Herbst-Drehwurz und weitere Pflanzen, die in Oberösterreich unter Schutz stehen.

    Diese Vielfalt ist ein Schatz für Scharnstein und das Almtal. Wir möchten, dass auch unsere Kinder diese Wiesen erleben, seltene Blumen entdecken und Tiere beobachten können. Dafür setzen wir uns ein!
    Was uns Kronstorf und Ohlsdorf lehren
    Beim Google-Rechenzentrum in Kronstorf wurde bereits 2020 entschieden, dass keine UVP nötig sei. Über die Frage einer umfassenden Umweltprüfung wurde 2026 erneut gestritten – während die Bauarbeiten längst liefen. Die damalige Entscheidung blieb bestehen.
    In Ohlsdorf/Ehrenfeld gingen rund 19 Hektar Wald verloren. Auch dort war die UVP-Pflicht zuvor verneint worden. Später stellte der Rechnungshof fest: Bei dieser Entscheidung waren nicht alle relevanten Umweltauswirkungen berücksichtigt worden.
    Für uns ist die Lehre klar: Frühzeitig und sorgfältig prüfen – und die Natur wirksam schützen. Eine spätere Kritik bringt gefällte Bäume und verlorene Lebensräume nicht zurück.
    Deshalb handeln wir jetzt
    Wir veröffentlichen unsere Briefe an Umweltanwalt Martin Donat, Landesrat Stefan Kaineder und Bürgermeister und Landtagsabgeordneten Rudolf Raffelsberger.
    Trotz vieler Anfragen hat bisher keine Umweltorganisation verbindlich zugesagt, mögliche Beteiligungs- und Beschwerderechte für die Wies wahrzunehmen. Deshalb erwarten wir, dass die verantwortlichen öffentlichen Stellen ihre gesetzlichen Möglichkeiten aktiv nutzen. Die Menschen, die sich ehrenamtlich für die Wies einsetzen, brauchen wirksame Unterstützung.
    Nach unserem Kenntnisstand liegt noch kein formeller Projektantrag vor. Sobald ein hinreichend konkreter Antrag eingebracht wird, fordern wir eine förmliche UVP-Feststellung: eine verbindliche und überprüfbare Entscheidung darüber, ob das gesamte Vorhaben einer umfassenden Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen werden muss.
    Das Naturschutzverfahren allein führt die Folgen für Natur, Wasser, Boden, Lärm und die betroffenen Menschen nicht umfassend zusammen. Auch der Gemeinderat Scharnstein fordert eine UVP-Feststellung.
    Noch haben wir die Chance, uns rechtzeitig für diesen besonderen Lebensraum einzusetzen. Teilt das Gutachten, unterstützt unsere Petition und gebt der Wies eine starke Stimme. Unsere Wies lebt – helfen wir gemeinsam, dass sie erhalten bleibt!

  • Brief an Umweltanwalt

  • Brief an LR Kaineder

Es gibt einen voll funktionsfähigen Hubschrauberlandeplatz in Scharnstein.Es gibt keinen triftigen Grund diesen zu verlegen, noch mehr Boden zuversiegeln und das Naturjuwel Wies für immer zu zerstören.

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

Weil ich f den Erhalt der Natur bin

Weil ich es für wichtig und verantwortungsvoll erachte, sich für die Erhaltung der wertvollen Ressourcen unseres wunderschönen Landes (Ober)Österreich einzusetzen und sich den maßlosen Ambitionen einiger überprivilegierter Personen - nämlich sich auf Kosten ihrer Mitmenschen die Taschen noch mehr vollzustopfen - entgegenzustellen.

👍🏻

Das Naturjuwel Wies kenne u schätze ich schon seit Jahrzehnten, es soll erhalten bleiben und nicht kommerziellen Zwecken zum Opfer fallen und und damit viel Schaden für die Bevölkerung bringen.

Ich finde es nicht in Ordnung auf dem Rücken der Bewohner und der Natur eine "Spiel und Spassgesellschaft" zu etablieren, um einzelnen kommerzielle Vorteile zu verschaffen. Wir müssen den Raubbau an unseren Ressourcen endlich Einhalt gebieten!

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