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Bild zur Petition mit dem Thema: Aufruf zur Menschlichkeit - humanitäres Bleiberecht für Karine Aufruf zur Menschlichkeit - humanitäres Bleiberecht für Karine
  • Von: Andrea Ertlschweiger mehr
  • An: Innenminister Wolfgang Sobotka
  • Region: Österreich mehr
    Kategorie: Migration mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
    Sprache: Deutsch
  • 142 Tage verbleibend
  • 1.201 Unterstützer
    60% erreicht von
    2.000  für Sammelziel

Aufruf zur Menschlichkeit - humanitäres Bleiberecht für Karine

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Wir fordern Asyl oder humanitäres Bleiberecht für Karine Asatryan.

Begründung:

Winter 2015/16. Ein Musikschul-Benefizkonzert für Asyl in der evangelischen Kirche Murau in der Steiermark. Am Ende des Konzertes betritt ein zehnjähriges, schwarzhaariges Mädchen aus Armenien die Bühne und erzählt von sich und ihrer Familie. Neun Jahre Flucht. Russland. Frankreich. Seit vier Jahren Österreich. Die Familie ist in der Zwischenzeit größer geworden. Ein Bruder, sieben Jahre alt, eine Schwester, ein halbes Jahr alt. Seit sie in Österreich lebt, ist alles schöner geworden. Schule, Freunde, eine nette Wohnung, die ein Freund zur Verfügung stellt. Sie ist sehr glücklich, in Österreich zu sein.

Das Drama der Flucht, das Hunderttausende betrifft, hat ein Gesicht bekommen: Karine. In der Agape nach dem Konzert steht dieses Kind vor mir und fragt, ob sie in meinem Chor singen darf. Seither kommt sie jeden Dienstag pünktlich zur Chorprobe, singt bei allen Konzerten mit, besucht auch seit 14 Monaten am Montag eifrig meinen Klavierunterricht und übt zuhause auf einem geliehenen E-Piano.

Die Tragödie der unzähligen Menschen, die heimatlos an den Türen der Europäer anklopfen, ist Mensch geworden. Ein Mensch, den ich lieben gelernt habe. Für den ich Verantwortung übernommen habe wie für alle meine anderen Schülerinnen und Schüler. Sie ist Teil der kleinen Familie geworden, die meine Musikschulklasse darstellt.

Aber nicht nur das. Sie hat ihre gesamte bisherige Schulzeit, (mittlerweile ist sie in der ersten NMS) in Österreich absolviert, lernt ausgezeichnet, trifft sich mit Freundinnen, geht in die Kirche. Anfangs ist sie manchmal weinend nach Hause gekommen, weil sie nicht dazu gehört hat oder als Ausländerin beschimpft geworden ist. Heute gehört sie einfach dazu. Auch ihre Geschwister und ihre Eltern sind mittlerweile hier zuhause, alle sprechen gut Deutsch und sind voll integriert. Sie haben ein Zuhause gefunden.

Seit drei Tagen weiß die Familie, dass auch die zweite Instanz ihres Asylantrages abgelehnt worden ist. Fünf Jahre des Wartens mit dem Damoklesschwert Negativ über ihren Köpfen umsonst. Fünf Jahre des Hoffens und Bangens enden in Verzweiflung. Auch ein dritter Anlauf würde nichts bringen, meint der Anwalt. Derzeit sind ihre Chancen auf Asyl gleich Null. Die Unmenschlichkeit, die so viele Menschen betrifft, hat ein Gesicht bekommen. Ein kleines Mädchengesicht, das nur ein Zuhause kennt - ihren kleinen Lebenskreis in dem kleinen Städtchen Murau - ihre Klasse, ihre Kirche, ihre Freunde, ihren Chor, ihr Klavier. All das soll sie verlassen. Weggerissen ins Nirgendwo. Auf die Straße gesetzt ohne Hoffnung, jemals irgendwo ankommen zu dürfen, denn eine Rückkehr ist nicht möglich.

Ist es nach 10 Jahren noch wichtig, warum die Familie aus Armenien geflohen ist? Können wir entscheiden, ob sie ein Recht auf Flucht hatten? Können wir feststellen, ob eine Abschiebung für sie Leben bedeutet oder Tod?

Aber eines weiß ich genau, wir haben diesen Menschen Gastfreundschaft erwiesen. Fünf Jahre lang. Das bedeutet auch, dass wir Verantwortung tragen. Egal, ob Behörden die Flucht der Familie als berechtigt ansehen oder nicht. Egal, was unsere Gesetze sagen oder die Behörden festlegen. Für dieses Kind ist es nicht tragbar, aus ihrem kleinen Zuhause rausgeworfen zu werden. Karine ist nur ein Gesicht von vielen. Aber sie ist das Gesicht, das ich am besten kenne. Dieses Gesicht ist Teil meines Lebens, Teil meines Chores, Teil meiner Musikklasse. Eine weitere Entwurzelung wäre zu viel für dieses Menschenkind.

Deshalb fordere ich humanitäres Bleiberecht für Karine Asatryan und ihre Familie. Und bitte alle, die dies lesen, in meine Forderung einzustimmen und diese Botschaft zu verbreiten. Denn mitten in all den Diskussionen um die Angst der ÖsterreicherInnen, dass unsere christliche Kultur zerstört werden könnte, frage ich laut:

Würde Jesus dieses Kind vor seine Tür setzen?

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Mariahof/Neumarkt, 11.05.2017 (aktiv bis 10.11.2017)


Neuigkeiten

:-)

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Debatte zur Petition

PRO: Karine und Ashot sind zwei ausgesprochen liebenswerte, kluge Kinder und die Freunde meiner Kinder! Sie sind Murauer wie wir und wenn sie gehen müssen, verlieren wir unsere Freunde! Die Kinder kennen nur Österreich als ihre Heimat, man darf ihnen die nicht ...

Noch kein CONTRA Argument.
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Warum Menschen unterschreiben

Weil es von meiner Seite eine minimale Hilfe ist, aber eine größere Bedeutung und Wirkung haben könnte!

Es geht um die Seele eines Kindes. Da ich selber mit Kinder arbeite, weiß ich gaz genau, wir sind verantwortlich eine geistig gesunde Generation zu erziehen , die Liebe ,Menschlichkeit, Freude und das Licht weiter verbreiten. Außerdem sind wir alle e ...

Aus Gründen der Menschlichkeit und des gesunden Augenmaßes bei der Asylveegabe

Ich finde es wichtig, dieses Thema zu unterstützen.

Bleiberecht bei gut integrierten Menschen ist wichtig. Sie haben sich in Österreich ein Leben aufgebaut. Des weiteren ist eine Rückkehr gefährlich.

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