openPetition wird europäisch. Wenn Sie uns bei der Übersetzung der Plattform von Deutsch nach Deutsch helfen wollen, schreiben Sie uns.
close
Bild zur Petition mit dem Thema: Aufruf zur Menschlichkeit - humanitäres Bleiberecht für Karine Aufruf zur Menschlichkeit - humanitäres Bleiberecht für Karine
  • Von: Andrea Ertlschweiger mehr
  • An: Innenminister Wolfgang Sobotka
  • Region: Österreich mehr
    Kategorie: Migration mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
    Sprache: Deutsch
  • 20 Tage verbleibend
  • 1.419 Unterstützende
    71% erreicht von
    2.000  für Sammelziel

Aufruf zur Menschlichkeit - humanitäres Bleiberecht für Karine

-

Wir fordern Asyl oder humanitäres Bleiberecht für Karine Asatryan.

Begründung:

Winter 2015/16. Ein Musikschul-Benefizkonzert für Asyl in der evangelischen Kirche Murau in der Steiermark. Am Ende des Konzertes betritt ein zehnjähriges, schwarzhaariges Mädchen aus Armenien die Bühne und erzählt von sich und ihrer Familie. Neun Jahre Flucht. Russland. Frankreich. Seit vier Jahren Österreich. Die Familie ist in der Zwischenzeit größer geworden. Ein Bruder, sieben Jahre alt, eine Schwester, ein halbes Jahr alt. Seit sie in Österreich lebt, ist alles schöner geworden. Schule, Freunde, eine nette Wohnung, die ein Freund zur Verfügung stellt. Sie ist sehr glücklich, in Österreich zu sein.

Das Drama der Flucht, das Hunderttausende betrifft, hat ein Gesicht bekommen: Karine. In der Agape nach dem Konzert steht dieses Kind vor mir und fragt, ob sie in meinem Chor singen darf. Seither kommt sie jeden Dienstag pünktlich zur Chorprobe, singt bei allen Konzerten mit, besucht auch seit 14 Monaten am Montag eifrig meinen Klavierunterricht und übt zuhause auf einem geliehenen E-Piano.

Die Tragödie der unzähligen Menschen, die heimatlos an den Türen der Europäer anklopfen, ist Mensch geworden. Ein Mensch, den ich lieben gelernt habe. Für den ich Verantwortung übernommen habe wie für alle meine anderen Schülerinnen und Schüler. Sie ist Teil der kleinen Familie geworden, die meine Musikschulklasse darstellt.

Aber nicht nur das. Sie hat ihre gesamte bisherige Schulzeit, (mittlerweile ist sie in der ersten NMS) in Österreich absolviert, lernt ausgezeichnet, trifft sich mit Freundinnen, geht in die Kirche. Anfangs ist sie manchmal weinend nach Hause gekommen, weil sie nicht dazu gehört hat oder als Ausländerin beschimpft geworden ist. Heute gehört sie einfach dazu. Auch ihre Geschwister und ihre Eltern sind mittlerweile hier zuhause, alle sprechen gut Deutsch und sind voll integriert. Sie haben ein Zuhause gefunden.

Seit drei Tagen weiß die Familie, dass auch die zweite Instanz ihres Asylantrages abgelehnt worden ist. Fünf Jahre des Wartens mit dem Damoklesschwert Negativ über ihren Köpfen umsonst. Fünf Jahre des Hoffens und Bangens enden in Verzweiflung. Auch ein dritter Anlauf würde nichts bringen, meint der Anwalt. Derzeit sind ihre Chancen auf Asyl gleich Null. Die Unmenschlichkeit, die so viele Menschen betrifft, hat ein Gesicht bekommen. Ein kleines Mädchengesicht, das nur ein Zuhause kennt - ihren kleinen Lebenskreis in dem kleinen Städtchen Murau - ihre Klasse, ihre Kirche, ihre Freunde, ihren Chor, ihr Klavier. All das soll sie verlassen. Weggerissen ins Nirgendwo. Auf die Straße gesetzt ohne Hoffnung, jemals irgendwo ankommen zu dürfen, denn eine Rückkehr ist nicht möglich.

Ist es nach 10 Jahren noch wichtig, warum die Familie aus Armenien geflohen ist? Können wir entscheiden, ob sie ein Recht auf Flucht hatten? Können wir feststellen, ob eine Abschiebung für sie Leben bedeutet oder Tod?

Aber eines weiß ich genau, wir haben diesen Menschen Gastfreundschaft erwiesen. Fünf Jahre lang. Das bedeutet auch, dass wir Verantwortung tragen. Egal, ob Behörden die Flucht der Familie als berechtigt ansehen oder nicht. Egal, was unsere Gesetze sagen oder die Behörden festlegen. Für dieses Kind ist es nicht tragbar, aus ihrem kleinen Zuhause rausgeworfen zu werden. Karine ist nur ein Gesicht von vielen. Aber sie ist das Gesicht, das ich am besten kenne. Dieses Gesicht ist Teil meines Lebens, Teil meines Chores, Teil meiner Musikklasse. Eine weitere Entwurzelung wäre zu viel für dieses Menschenkind.

Deshalb fordere ich humanitäres Bleiberecht für Karine Asatryan und ihre Familie. Und bitte alle, die dies lesen, in meine Forderung einzustimmen und diese Botschaft zu verbreiten. Denn mitten in all den Diskussionen um die Angst der ÖsterreicherInnen, dass unsere christliche Kultur zerstört werden könnte, frage ich laut:

Würde Jesus dieses Kind vor seine Tür setzen?

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Mariahof/Neumarkt, 11.05.2017 (aktiv bis 10.05.2018)


Neuigkeiten

Liebe Menschen! Leider soll der Link in dem Schreiben, das ich heute versendet haben, nicht funktionieren. Ich bitte herzlich um Entschuldigung. Hier ist er nochmals und ich hoffe, dass jetzt alles seine Richtigkeit hat. www.openpetition.eu/at/petition/online/bleiberecht-fuer-fluechtlingskinder-und-deren-eltern Danke! ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Karine und Ashot sind zwei ausgesprochen liebenswerte, kluge Kinder und die Freunde meiner Kinder! Sie sind Murauer wie wir und wenn sie gehen müssen, verlieren wir unsere Freunde! Die Kinder kennen nur Österreich als ihre Heimat, man darf ihnen die nicht ...

Noch kein CONTRA Argument.
>>> Schreiben Sie das erste CONTRA-Petition Argument


Warum Menschen unterschreiben

Bin für bleiberecht für gut integrierte Zuwanderer.

Aus Menschlichkeit

Gerechtigkeit für Menschen, die sich erfolgreich in unser System integrieren, unsere Kultur akzeptieren, positiv am täglichen Leben teilnehmen und ihrem neuen Umfeld und dessen Mitmenschen etwas zurückgeben.

Karine Asatryan und ihre Familie gehören zu uns in die Steiermark. Steirer helfen Steirern!

Weil sie schon lange hier ist

>>> Zu den Kommentaren


Formular auf der eigenen Webseite einbinden


Banner auf der eigenen Webseite einbinden

Code-Snippet Horizontal:      
Code-Snippet Vertikal:           
Code-Snippet Vertikal:           

Letzte Unterschriften

  • Sejla Ajdarpasic Groß-Enzersdorf vor 3 Tagen
  • Nicht öffentlich Salzburg vor 8 Tagen
  • Julia S. Wien am 09.04.2018
  • Elias Andreas T. , Gleisdorf am 05.04.2018
  • Steiner W. Untersiebenbrunn am 01.04.2018
  • Rosa T. Murau am 30.03.2018
  • Prieger B. Neumarkt am 30.03.2018
  • Peter T. Murau am 30.03.2018
  • Nicht öffentlich Gratwein-Straßengel am 30.03.2018
  • Nicht öffentlich Perchtoldsdorf am 30.03.2018
  • >>> Alle Unterschriften

Petitionsverlauf

Woher kamen Unterstützer

Unterstützer Betroffenheit