Region: Tyrol

FINGER WEG VOM NAMLOSBACH! Nein zum Tabubruch im Natura-2000-Gebiet Tiroler Lech

Petition is addressed to:
Die Tiroler Landesregierung

237 Signatures

47 %
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  1. Launched 12/08/2026
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Petition addressed to: Die Tiroler Landesregierung

Wir forderen den sofortigen Stopp des Projektes "Ableitung Namlosbach"

Der Lech und seine Zubringer sind das größte zusammenhängende Wildflussgebiet Mitteleuropas. Ausgerechnet hier sollen nun die Bagger auffahren und dem letzten Wildfluss der Nordalpen ein Naturjuwel abgraben. Die Initiative warnt davor, mit einer ersten Ableitung die Tür für weitere Eingriffe zu öffnen. Bereits öffentlich kommunizierte Ausbauvorhaben unter anderem am Höhenbach in Holzgau würden zeigen, dass es nicht nur um ein einzelnes Projekt gehe.

Die Bürgerinitiative Namlosbach setzt sich ein:
o  gegen den geplanten Tabubruch im Natura-2000-Gebiet Tiroler Lech
o  gegen die geplante Ableitung des Namlosbaches, also unseres Dorfbaches
o  wir wollen jenen Menschen, die gegen das Projekt sind, eine Stimme geben und mit ihnen ein öffentliches Gegengewicht zu den Pro-Argumenten liefern
o  wir kämpfen gemeinsam mit dem WWF, dem WET - Wildwasser erhalten Tirol, Toni Knittel alias Bluatschink und weiteren Akteuren gegen das geplante Ableitungsprojekt.

Optimierungen an bestehenden Kraftwerksanlagen begrüßt unsere Initiative ausdrücklich. Die Ableitung des Namlosbaches lehnen wir ab.

Unsere Homepage mit vielen Zusatzinformationen ist ab 31.8.2026 Online: www.namlosbach.at

Reason

Das geplante Ableitungsprojekt berührt aus Sicht der Bürgerinitiative einen der wertvollsten und sensibelsten Flussräume Mitteleuropas. Der Tiroler Lech und seine Zuflüsse bilden ein einzigartiges, weitgehend naturnahes Wildflusssystem.

Eine Verringerung der Wasserführung des Namlosbaches würde nicht nur den Bach selbst verändern, sondern könnte auch die natürliche Dynamik des nachfolgenden Flusssystems beeinflussen.

Für die Bürgerinitiative geht es deshalb um mehr als nur um die Frage einer einzelnen Wasserableitung: Es geht um die langfristige Bewahrung eines der bedeutendsten Wildflussräume der Alpen und darum, ob in einem solchen Schutzgebiet weitere Eingriffe zugelassen werden sollen.

Entzieht man dem Bach Wasser, fehlt dieses flussabwärts auch im Lech. Dadurch wird die natürliche Flussdynamik und der Geschiebehaushalt beeinträchtigt. Unklar sind Auswirkungen auf Grundwasser und Trinkwasserversorgung. Die Auswirkungen einer Ableitung des Namlosbaches könnten nach Ansicht der Bürgerinitiative auch die Unterlieger betreffen. Insbesondere stellt sich die Frage, ob und in welchem Ausmaß eine Verringerung der Wasserführung des Namlosbaches die Ergiebigkeit von Trinkwassertiefbrunnen z.B. in Weißenbach beeinflussen könnte.

Auch für die Grundwasserbildung im Gemeindegebiet von Stanzach ist der Namlosbach von Bedeutung. Die Initiative befürchtet, dass eine Verringerung der Wasserführung Auswirkungen auf die Grundwasserneubildung hat. 

Hinzu kommen weitere Aspekte: Der Namlosbach ist ein wichtiger Naherholungsraum für die Bevölkerung. Ein deutlicher Rückgang der Wasserführung würde aus Sicht der Initiative das Landschaftsbild und die Qualität dieses Natur- und Erholungsraumes beeinträchtigen. Auch die Bedeutung des Baches für die örtliche Feuerwehr müsse berücksichtigt werden, benötigt sie bei Bränden im Umkreis doch das Wasser aus dem Namlosbach.

Besonders sensibel ist zudem das Ausleitungsgebiet: Dort befindet sich nach Angaben der Bürgerinitiative das stärkste Vorkommen der streng geschützten Deutschen Tamariske in Tirol. Welche Auswirkungen eine dauerhafte Verringerung der Wasserführung auf diesen Bestand hätte, sei aus Sicht der Initiative bislang nicht ausreichend geklärt.

Unklar bleibt darüber hinaus, welchen tatsächlichen zusätzlichen Beitrag der Namlosbach zur Stromerzeugung leisten soll. Ist doch die bereits bestehende Nutzung des Wassers des Namlosbaches durch die Kraftwerksanlagen Höfen, Reutte I und Reutte II, Kniepass und Weißhaus genauso von den kolportierten 25 GWh pro Jahr abzuziehen, wie der Effizienzgewinn durch die geplante Optimierung der bestehenden Kraftwerkskette Plansee. Zudem sei offensichtlich, dass das Wasser des Namlosbaches in erster Linie für die künftigen Restwasserabgaben am Rotlech, Liegfeistbach und Archbach als "Bauernopfer" verwendet würde.

„Wir lassen uns unser Wasser nicht abgraben“, lautet daher die Botschaft der Bürgerinitiative.

Wir bitten um Ihre Unterstützung durch Ihre Unterschrift.

Thank you so much for your support, Bürgerinitiative Namlosbach, Stanzach

Petition details

Petition started: 08/12/2026
Collection ends: 02/11/2027
Region: Tyrol
Topic: Environment

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News

Why people sign

Es ist ein sinnloses unwirtschaftliches Projekt, zu Lasten der betroffenen Bevölkerung, der Zerstörung der Flora und der Fauna. Es gibt andere Alternativen ☀️. Eigentlich sollten die Betreiber EWR inzwischen begreifen dass die Klimaveränderung dazu beiträgt dass ein Rinnsal in diesem Fall der Namlosbach ein 70 Millionen Projekt niemals rechtfertig. Wir leben in einem Naturschutzgebiet 2000 und dies muss auch so erhalten bleiben. Während der Winterzeit fließt kaum Wasser im Namlosbach, Oktober bis Mai , dann folgt ein trockener Sommer und es gibt auch kein Wasser.. Laut einer Studie ist auch der Plansee vergleichsweise wie der Gardasee um 5 Meter tiefer. Es gibt Ki erstellte Bilder von der technischen Anlage, wir bitten auch um Ki erstellte Bilder von dem Abbruchmaterial des über 5 Km langen Tunnels über ca. 80 tsd Kubikmeter Material und deren Lagerung. Dies ein massiver Eingriff in die Umwelt Flora Fauna, und stellt auch eine erhebliche Gefahr dar. Aus logistischen Gründen wäre es erforderlich landwirtschaftliche Flächen zu befestigen zu asphaltieren um materielle Lagerplätze zu schaffen. Es müssten zusätzliche asphaltierte Straßen gebaut werden. die wiederum zur Winterszeit durch die Salzstreuung eine weitere Gefährdung für die Umwelt und den Rotlech darstellen. Weiters ist es für die Bevölkerung unzumutbar wenn mit Ketten bestückte LKWS Tag und Nacht- Lärm und Feinstaub- den Berg zur Baustelle erklimmen. Es wurde bereits eine Zufahrt für den Stausee Rotlech gebaut, wie soll die Zerstörung weitergehen?? Es wird immer über die Umwelt den Erhalt und den Schutz gesprochen offensichtlich dann vergessen.

Die Natur ist uns mehr wert...!

Der Tiroler Lech ist geschützt und das muss auch für die Zubringer gelten!!!

Y

Erhalten von Flüssen in Naturschutzgebieten

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