• ÖH kritisiert weitere Ungleichbehandlung Studierender

    10.01.2018 13:52 Uhr

    Die Regierung brachte eines ihrer Prestigeprojekte in den heutigen Ministerrat. Mit dem „Familienbonus plus“ sollen Familien, die Lohn- oder Einkommensteuer zahlen, ab 2019 mit 1500 Euro pro Kind und Jahr entlasten. Mit dem 18. Lebensjahr soll aber Schluss sein. Hier soll die Unterstützung auf 500 Euro reduziert werden. Es ist absurd, bei höherem finanziellen Aufwand weniger Unterstützung vorzusehen.

    -) Einführung von Studiengebühren
    -) Exmatrikulation bei längerer Prüfungsinaktivität
    -) Reduktion der Prüfungsantritte
    -) Streichung von Steuerabsetzbeträgen
    -) uvm.

    Diesen Samstag rufen wir zur Großdemonstration gegen Studiengebühren und anderen gravierenden Verschlechterungen in der Bildungs- und Hochschulpolitik.

    Samstag ab 14:00
    Christian-Broda-Platz
    Infos unter: www.oeh.ac.at/freie-bildung

    OTS: www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180110_OTS0091

    Geringere Unterstützung für höheren finanziellen Aufwand ist absurd
    Wien (OTS) - Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) ist empört über die Pläne der Bundesregierung, über 18-Jährige gegenüber minderjährigen Kindern beim Familienbonus massiv zu benachteiligen. Während für minderjährige Kinder € 1.500 steuerlicher Absetzbetrag zustehen sollen, wird dieser für Studierende auf € 500 pro Kind beschränkt.

    „Das stellt eine nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung von Studierenden und deren Eltern dar“, stellt Johanna Zechmeister vom Vorsitzteam der ÖH fest. „Damit wird ein weiterer Schritt in der Benachteiligung Studierender gesetzt.“ Die Regelung ist außerdem unsachlich, weil gerade ältere Kinder in Ausbildung in der Regel einen höheren Unterhaltsanspruch haben und dieser steuerlich berücksichtigt werden muss. „Es ist absurd, bei höherem finanziellen Aufwand weniger Unterstützung vorzusehen“, so Zechmeister.

    Die ÖH fordert die Regierung dazu auf, Studierenden nicht noch mehr Steine in den Weg zu legen. Während bereits knapp zwei Drittel der Studierenden erwerbstätig sein müssen, um sich ihre Aus- und Weiterbildung finanzieren zu können, werden hier weitere Schritte gesetzt, die zu einer Studienzeitverzögerung führen. „Wenn die Regierung wünscht, dass die durchschnittliche Studiendauer sinkt, wird sie Maßnahmen treffen müssen, die uns Studierende bei einem schnelleren Studium unterstützen. Dieser Schritt zählt nicht dazu“, meint Zechmeister abschließend.

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