06/09/2025, 03:20
Vielen Dank an alle für eure großartige Unterstützung bei diesem wichtigen Anliegen! Innerhalb eines Monats kamen 208 Unterstützungen online sowie in der ersten Woche auch 46 händisch geleistete Unterschriften zusammen.
Die digitalen Unterstützungserklärungen wurden nun an die Mitglieder des Gemeinderats der Gemeinde Wernberg, die Gemeindevorstände Christian Mitterböck, Marlene Rogi, Thomas Warmuth, Adam Müller und Markus di Bernardo sowie die Bürgermeisterin Doris Liposchek übermittelt:
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Sehr geehrte Mitglieder des Gemeinderats,
sehr geehrte Mitglieder des Gemeindevorstands,
sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,
anbei übermittle ich Ihnen 208 digital geleistete Unterstützungserklärungen von Anrainer:innen, Bürger:innen und Nutzer:innen dieses Kreuzungsbereichs zu unserer Petition für Verkehrssicherheit für Fußgänger:innen beim geplanten Kreisverkehr in Föderlach. Dies ist zusätzlich zu den bereits am per Post geschickten 46 händisch geleisteten Unterschriften.
Wir fordern eine zukunftsfähige, sichere Lösung für alle Verkehrsteilnehmer:
• Gehsteige beim Kreisverkehr und zum Bahnhof
• Stiege bei der Unterführung für kurze Wege
• Erhalt und Ausbau der P&R-Parkplätze für Pendler
Das bedeutet insbesondere die Einhaltung der Regelungen für Gehsteige gemäß Ö Norm B 1600 und RVS 03.02.12.
Letztere besagt u.a.:
3.2.1 Allgemeine Grundsätze
Für die Planung von Fußwegnetzen sind folgende Grundsätze zu beachten:
[…]
● Verbindung potenzieller Ziel- und Quellpunkte
Das Fußgängerverkehrsnetz hat sich an den potentiellen Ziel- und Quellpunkten bzw. den sich daraus ergebenden Wunschlinien zu orientieren. Quell- und Zielpunkte sind z.B. Wohngebiete, Bildungseinrichtungen, Wohnheime, Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel, Verwaltungs- und Geschäftszentren, Industrie- und Gewerbegebiete, Naherholungsgebiete, Sportstätten, Bäder, Sehenswürdigkeiten. Netzschlüsse und die Sanierung von Unfallhäufungsstellen sind im Hinblick auf die rasche Verwirklichung flächendeckender Wegenetze vordringlich zu realisieren.
● Barrierefreiheit
Öffentliche Räume sind so zu gestalten, dass sie auch für Menschen mit Sinnesbehinderungen oder Mobilitätseinschränkungen ohne besondere Erschwernis und ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind. Daher sind auf Gehsteigen und Gehwegen ausreichende Bewegungsflächen für Rollstuhlfahrer zur Verfügung zu stellen (sinngemäß sind ÖNORM B 1600 und RVS 02.02.36 anzuwenden). Zur Verbesserung der Orientierungsmöglichkeiten für sehbehinderte bzw. blinde Menschen ist eine Optimierung der optischen Kontraste und taktilen Elemente zu berücksichtigen (Taktile Bodeninformationen gem. ÖNORM V 2102-1). Oberflächen für den Fußgängerverkehr sind rutschfest und eben auszuführen.
[…]
● Vermeiden von Umwegen und Steigungen
Unattraktive Fußgängerrouten, die komplizierte Verkehrslösungen, Umwege, Niveauunterschiede (Unter- und Überführungen) bzw. Wartezeiten umfassen, werden häufig nicht benützt und sind daher zu vermeiden.
[…]
Eine maximal zugängliche Steigung in Längsrichtung ist dabei für einen barrierefreien Zugang zum Bahnhof mit 3 % festgelegt. Der einzige derzeit bestehende Gehweg zum Bahnhof von der Wohnanlage überschreitet diesen vorgegebenen Wert mit durchschnittlich 10 % um ein Vielfaches und entspricht nicht den gesetzlichen Kriterien. Dieser vorgeschlagene „Umweg“ als sicherer Fußweg zum Badeteich kommt daher aus mehreren Gründen nicht in Frage.
Eine Übersicht der Kommentare der Unterstützer:innen finden Sie unter www.openpetition.eu/at/petition/kommentare/foederlach-sicher-zum-bahnhof-sicher-zum-badeteich#petition-main
Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung dabei, hier sichere und kurze Wege für alle Verkehrsteilnehmer - besonders die schwächsten - zu ermöglichen und eine Lösung zu finden, die auch für nachfolgende Generationen zufriedenstellend ist.