• Das Petitionsziel wurde erreicht

    at 12 Mar 2016 17:47

    Igls war und ist seit vielen Generationen ein lebenswerter Ort mit vielfältigen Freizeitmöglichkeiten, umgeben von Wäldern, Wanderwegen und Ausflugszielen. Speziell Familien mit Kindern, aber auch älteren, Ruhe suchenden Menschen, war Igls in der bisherigen Ortsstruktur ein gesegneter Wohnort. Ebenso geschätzt wurde dieses Umfeld von vielen Besuchern aus dem Innsbrucker Stadtgebiet, und seit vielen Jahrzehnten von Touristen.
    Was in unserem Ort seit kurzer Zeit passiert, ist nicht der Wunsch der Bevölkerung, weder der Menschen, die hier leben, noch der vielen Besucher aus der Stadt und dem Ausland. Zäune und Barrikaden werden am einstigen Ski- und Rodelweg errichtet, Bauträger mit Plänen streifen umher, Grundstücke werden vermessen. Es riecht nach Geld. Viel Geld! Dafür sollen Wälder gerodet werden, Wanderwege sowie Erholungsflächen für Mensch und Tier und Landschaftselemente wie der kleine Patscherkofel für immer verschwinden. Es soll Platz geschaffen werden für neue Golfplatzflächen, eine neue windanfällige Seilbahn mit gigantischer Transportkapazität, viele neue Parkplätze und vor allem große neue Wohnsiedlungen. Als Folge wird der Verkehr in den Wohnstraßen wie der Badhausstraße deutlich ansteigen und durch Fahrbahnverbreiterungen beschleunigt, lokale Identitäten und Charaktere in einem anonymisierten Schlafdorf untergehen. Bauhistorische Kulturgüter wie die Patscherkofelbahn – die zweitälteste Seilbahn Österreichs! - und die „Igler“ (Straßenbahnlinie 6) sollen nach fast 100 Jahren für immer verschwinden. Die Kosten dafür werden noch unsere Kinder tragen müssen, während Bauträger und Immobilienhändler bereits weitergezogen sind.
    Die Bürgerinitiative Igls hat mit unermüdlichem, ideologischem und ehrenamtlichen Einsatz versucht, die politischen Prozesse zu beeinflussen und mit Zahlen und fundierten Daten zu überzeugen. Leider obsiegte bis dato die Macht und Geldgier Einzelner über Verstand, Zahlen und Fakten. Wir mussten schweren Herzens zur Kenntnis nehmen, dass es bei den anstehenden Entscheidungen nicht um die Menschen geht, sondern um die offensichtliche Befriedigung von Interessen einzelner Grundeigentümer, Politiker und Wirtschaftstreibender.
    Innsbruck/Igls – es ist noch nicht zu spät für dich! Noch sind die Rodungsgeräte und Bagger der Stadtregierung (Grüne, Für Innsbruck, ÖVP, SPÖ) nicht aufgefahren. Noch können völlig sinnlose, verschwenderische und zerstörerische Investitionen unserer Steuergelder in der Höhe von über EUR 40 Millionen vermieden werden. Alle unabhängigen Seilbahnexperten bestätigen die Sinnhaftigkeit der Modernisierung der bestehenden Pendelbahn in Höhe von ca. EUR 5,- Millionen und damit den Erhalt einer seilbahntechnischen Anbindung an den Ort als wichtige Infrastruktur. Zukunftsprojekte wie z.B. ein Gesundheitstourismus würden davon wesentlich profitieren. Wir geben nicht auf, setzen uns weiter für die Werte der Menschen und der Natur ein und hoffen auf einen Schulterschluss auf breiter Basis sowie die Unterstützung der Waldinteressentschaft und des Stadtteilausschusses. Und vielleicht besinnen sich ja zumindest die Grünen wieder Ihrer Klubfarbe? Es geht um viel mehr als um Geld. Es geht um unseren Ort, um unser Freizeit- und Erholungsgebiet, um Erhaltung der gebauten Identität und des Charakters für uns, unsere Kinder und die Besucher. Die Politik und letztlich auch der Stadtteilausschuss entscheiden jetzt für unsere Zukunft, und wir Bürger entscheiden jetzt wer künftig unsere Stimme erhält.
    So wie man versucht unsere Organisation, die rein ideologische Werte vertritt, zu diskreditieren, so geht es letztlich auch allen anderen mittlerweile an die 20 Bürgerinitiativen der Stadt. Gemeinsam sind wir stark – deshalb vernetzten sich inzwischen auf Initiative der Igler fast alle Innsbrucker Bürgerinitiativen zu einem Dachverband. Mit insgesamt ca. 10.000 Unterschriften übersteigt die aktuelle Unterstützung bereits die Wählerstimmen der Bürgermeisterpartei

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