Volksvertreter Herbert Schramm

Stellungnahme zur Petition Gegen die Schliessung des Freibades der Stadt Rees

Bündnis90/Grüne zuletzt bearbeitet am 15.12.2016

Ich stimme zu / überwiegend zu.

Sehr geehrte MitbürgerInnen, liebe PetitentInnen!
Im Nachgang zur vorgestrigen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses, bei der wiederholt zum Thema Schließung des Reeser Freibads kein Beschluss zustande kam, möchte auch ich Ihnen meine Position dazu mitteilen:
Als Reeser Bürger finde ich es absolut richtig, dass unser Freibad erhalten bleibt und 2017 wieder öffnet. Als Ratsvertreter halte ich die hierfür notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen für bezahlbar und, bei entsprechendem Willen in der verbleibenden Zeit bis zum nächsten Sommer auch für umsetzbar.
Der Kämmerer Andreas Mai selbst beziffert in seiner Vorlage 150/2016 die Kosten für „unbedingt notwendige Renovierungsarbeiten für die Freibadsaison 2017“ auf ca. 135.000 bis 199.000 €. Und schreibt darin wörtlich weiter: “…Mit dem vorgenannten Renovierungsaufwand könnte man einen Freibadbetrieb für vielleicht weitere fünf Jahre ab dem Jahr 2017 gewährleisten.“
Im Wirtschaftsplan des Bäderbetriebs für 2017 (Vorlage 145/2016) hat er dagegen für den Abriss des alten Hallenbades für die Jahre 2016 und 2017 bereits insgesamt 200.000 € veranschlagt.
Jedoch: Ein Abriss des alten Hallenbades und des derzeit leerstehenden Schwimmmeisterhauses ist zum jetzigen Zeitpunkt weder nötig noch sinnvoll, zumal sich darin auch noch die Technik für das Freibad befindet.
Fazit:
Wenn man den Abriss des alten Hallenbades auf einen späteren Zeitpunkt verschiebt, kann man stattdessen diese 200.000 € für die Instandhaltung des Freibades einsetzen und so den Freibadbetrieb für die kommenden Jahre sicherstellen OHNE ZUSÄTZLICHE Kosten für 2017 einplanen zu müssen!

Es leuchtet daher nicht ein, wenn sich sowohl Kämmerer als auch Bürgermeister, der gleichzeitig auch Betriebsleiter des Bäderbetriebes ist, mit Hinweis auf eine angeblich desolate Haushaltssituation der Stadt, vehement gegen eine Sanierung und Wiedereröffnung des Reeser Freibades wehren. Denn bei der Umsetzung der oben beschriebenen Maßnahmen bliebe der städtische Haushalt auch für 2017 unangetastet.

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