Petition addressed to:
Alle 16 Petitionsausschüsse der Bundesländer
Selbst das beste in Bildungsangeboten und Schulen vermittelte Wissen über Ernährung, Ökologie, Ethik, verantwortungsvollen Medienkonsum und verantwortungsvollen Konsum ganz allgemein, nutzt nichts, wenn das so gebildete Individuum seine Verhaltensweise nicht gemäss seines Wissens steuern kann oder will. Nicht nur das Wissen und Können, sondern vor allem das Wollen und Tun ist für eine nachhaltige Entwicklung gemäss Agenda 21 wichtig und ist damit die eigentliche Baustelle der Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Reason
Die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) basiert auf dem Beschluss der Vereinten Nationen nachhaltigkeitsrelevante Wertorientierungen und Kompetenzen im gesamten Bildungswesen zu etablieren und integriert in alle Bildungsbereiche dann auch zu fördern.
Hierzu gibt es seit 2005 ununterbrochen BNE-Bildungskampagnen der Vereinten Nationen, aktuell die Roadmap BNE2030, unter Federführung der UNESCO.
Wir bilden und erziehen eigenverantwortlich handelnde und gemeinschaftsfähige Mitgliederder Gesellschaft.
Nach Logik der Agenda 21 der Vereinten Nationen und aller Mitgliedsstaaten erfordert gemeinschaftsfähiges und verantwortungsvolles Handeln auch nachhaltigkeitsgerechtes Handeln.
Wie kann man nachhaltigkeitsrelevante Wertorientierungen und Kompetenzen und nachhaltigkeitsgerechtes Verhalten erreichen?
Es gibt inzwischen immerhin ganz eindeutig einen Konsens, dass es nicht der klassische Frontalunterricht ist, der uns dort weiterbringt.
Der pädagogische Alltag in allen pädagogischen Bereichen muss laut UNESCO und Bundesbildungsministerium nachhaltigkeitsgerechtes Verhalten vorleben und einfordern.
Trivialerweise erreicht man nur durch nachhaltigkeitsgerechtes Verhalten auch die Ziele der nachhaltigen Entwicklung, nämlich zusammengefasst in 3 Kategorien die folgenden:
- Lebensgrundlagen für heutige und zukünftige Generationen sichern
- darauf aufbauend den heutigen und zukünftigen Generationen nicht nur irgend ein Leben, sondern ein gesundes Leben ermöglichen
- darauf wieder aufbauend den heutigen und zukünftigen Generationen nicht nur ein gesundes Leben, sondern auch die Empfindung von Lebensqualität ermöglichen
Es genügt nicht, nur für diese Ziele zu demonstrieren, sondern man muss hierzu selbst handeln, also nicht nur die Kinder, sondern auch und insbesondere wir Erwachsene. Etwa durch fest in Lehrpläne verankerte Projektangebote und Integration von BNE ganz ohne erhobenen Zeigefinger, wo immer es sich anbietet.
Das Empfinden von Lebensqualität wurde hier als 3. Zielkategorie erwähnt, es entsteht aus der Erfüllung unserer Wünsche und Bedürfnisse. Und die sind nun einmal von unserer Sozialisation und den resultierenden Wertorientierungen abhängig (siehe Anlage-Umwelt-Debatte und Forschung).
Den Effekt, Wertorientierungen, Bedürfnisse und Wünsche steuern zu können, nutzten bekanntlich viele, die absolut keinen pädagogischen Auftrag haben und daraus folgen Probleme, die man nur mit BNE in den Griff bekommen kann.
Wir dürfen die Bildung, Erziehung und Sozialisation der Kinder nicht den Internetkonzernen und der Unterhaltungsindustrie überlassen.