Forderungen an die Heimbau Gemeinnützige Bau-, Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft:

1) Offenhalten des freien Durchwegs zwischen Gasgasse und Zwölfergasse. 2) Unterstützung eines Mediationsprozesses zwischen Personen, die sich eine Schließung der Anlage wünschen und denen, die wollen, dass der Hof für alle offen bleibt. 3) Objektive Aufklärung aller Mieter und Mieterinnen über die Folgen einer Schließung für alle Menschen, die im Grätzel leben. 4) Anhörung und Mitbestimmung durch die Bezirksvertretung. 5) im Falle einer Abstimmung: Entscheidung für Schließung nur bei einem qualifizierten Quorum von wenigstens 2/3 der Nutzwerte. 6) Professionell unterstützte Entwicklung geeigneter Alternativmaßnahmen, beispielsweise: a) Aufnahme von Verhandlungen zur (anteiligen) Kostenübernahme für Fairplay oder Wegeerhaltung durch den Bezirk; b) Hausbetreuerstützpunkte; c) Tausch und Modernisierung der Schließanlage zur effektiven Erhöhung der Sicherheit in der Wohnhausanlage; d) Wachdienst in den Nachtstunden.

Reason

Lebensqualität endet in Wien nicht an der Grenze privater Grundstücke! Die Wohnhaus-Anlage Gasgasse/Zwölfergasse in 1150 Wien wurde mit öffentlichen Mitteln gefördert. Nach einem öffentlichen Wettbewerb wurde durch Architekten Kohlbauer eine offene Anlage geplant. Die Wohnumgebung wurde mit Eröffnung der Anlage im Jahr 2011 wesentlich verbessert. Besonders der auf dem Privatgrundstück verlaufende Durchweg und der Grünraum mit Spielplatz ist wichtig für die Lebensqualität aller Menschen, die in diesem Grätzel leben.

Der Grundstückseigentümer (HEIMBAU Gemeinnützige Bau-, Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft) möchte eine Einzäunung der Wohnhausanlage, die nicht die Sicherheitsaspekte berücksichtigt. Am 19.9.2018 wird den Mietern und MieterInnen ein Vorschlag zur Einzäunung der Wohnhausanlage präsentiert. Anlass sind Beschwerden vieler Hausbewohner und Bewohnerinnen. Die Einzäunung soll von den Mieterinnen und Mietern in einer Abstimmung selbst beschlossen werden. Auf den ersten Blick sieht das aus wie ein wichtiger Schritt zu Selbstbestimmung der Mieterinnen und Mieter. Gänzlich außer Acht gelassen wird aber die Verantwortung des sozialen Wohnungsbaus durch die Heimbau. Eine solche Entscheidung betrifft das ganze Grätzel. Eine wichtige Bezirksverbindung wird unterbrochen und eine Grätzeloase für die Öffentlichkeit geschlossen. Wir finden, dass eine Schließung auch für die Mieterinnen und Mieter nicht die gewünschte Beruhigung und Verbesserung von Sicherheit bringen wird und fordern daher nachhaltigere Lösungen.

Die Kosten (pro Wohnung geschätzt zumindestens 200-400 Euro) für die Errichtung des Zaunes, bzw. dessen Erhaltung (jährlich geschätzte zumindestens 50-100 Euro pro Wohnung) könnten in sinnvollere Maßnahmen investiert werden, um die Sicherheit für alle MieterInnen zu verbessern und die Lebensqualität im Grätzel zu erhalten bzw. zu fördern.

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News

  • Dieses Protokoll zur Veranstaltung am 19.9. wurde am 30.11. von Heimbau an jene Personen die an der Veranstaltung teilgenommen haben und dort eine E-mailadresse bekanntgegeben haben, ausgesendet. Ein Fotoprotokoll wurde ebenfalls ausgesendet (siehe Blog/ Neuigkeiten in der Petitionsseite).

  • Dieses Fotoprotokoll zur VEranstaltung am 19.9. wurde am 30.11. von Heimbau versendet

  • Zur Anregung ein kurzes Video: die Diskussionen mit den NachbarInnen während der nächsten Wochen werden möglicherweise entscheiden ob die Anlage offen bleibt. Am Gang, im Aufzug, in Facebook ich glaube es ist wichtig auf die praktischen Nachteile einer Zaunlösung, die Kosten und die Fairness gegenüber dem Grätzel und der Wohnbauförderung hinzuweisen. Eine einzige Wohnung kann den Ausschlag geben, ob der Hof dauerhaft abgesperrt wird.

pro

Prinzip der vielen Augen! Geschlossene Räume sind Angsträume. Seit es die Anlage gibt, ist es im Grätzel auf jeden Fall ruhiger und sicherer geworden. Früher: Strich, abgesandeltes Wohnquartier. Heute: Shopping, öffentlicher (!) Verkehr, günstige Wohnungen in Bestlage, bald mit Ikea vor der Tür

contra

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