Offener Brief: Unterstützung für Spaniens Haltung gegen eine militärische Eskalation mit Iran

Petition is addressed to
Committee on Petitions (Petitionsausschuß)

2,582 Signatures

Collection finished

2,582 Signatures

Collection finished

  1. Launched 13/03/2026
  2. Collection finished
  3. Prepare submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

News

03/15/2026, 04:20

neue unterstuetzende Organisation hinzugefuegt


Neuer Petitionstext:

Offener Brief: Unterstützung für Spaniens Haltung gegen eine militärische Eskalation mit Iran

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Pedro Sánchez,sehr geehrte Mitglieder der spanischen Regierung,sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der Regierungen und Institutionen Europas,

wir möchten unsere nachdrückliche Unterstützung für die Haltung der spanischen Regierung zum Ausdruck bringen, den Krieg gegen Iran abzulehnen und sich zu weigern, spanisches Territorium für diese militärische Eskalation zur Verfügung zu stellen.

In einer Zeit wachsender internationaler Spannungen, in der sich die militärische Konfrontation über den Nahen Osten auszuweiten und die internationale Ordnung weiter zu destabilisieren droht, setzt Spanien ein wichtiges Zeichen: Ein Krieg ohne völkerrechtliche Legitimität darf keine Unterstützung finden.

Gleichzeitig hat Spanien deutlich gemacht, dass die Ablehnung eines Krieges keineswegs eine Unterstützung der Politik des iranischen Regimes bedeutet. Die Unterdrückung der Zivilgesellschaft, schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen sowie destabilisierende Aktivitäten in der Region geben Anlass zu ernster Sorge. Es ist daher sowohl möglich als auch notwendig, diese Politik klar zu kritisieren und ihr entgegenzutreten – während gleichzeitig eine militärische Intervention abgelehnt wird, die Gewalt weiter eskaliert und das Völkerrecht untergräbt. Ein solcher Krieg bringt weder Demokratie noch Sicherheit, Stabilität oder Gerechtigkeit in die Region.

Besonders begrüßen wir die Entscheidung der spanischen Regierung, die Nutzung der US-Militärstützpunkte in Rota und Morón für Angriffe gegen Iran nicht zu genehmigen. Obwohl diese Stützpunkte gemeinsam mit den Vereinigten Staaten betrieben werden, stehen sie unter spanischer Souveränität und dürfen nicht für militärische Aktionen genutzt werden, die den Grundsätzen der Charta der Vereinten Nationen widersprechen oder zu einer weiteren Eskalation beitragen. Diese Entscheidung zeigt, dass Regierungen auch unter internationalem Druck ihre souveräne Verantwortung wahrnehmen können.

Die Haltung Ihrer Regierung knüpft an eine starke demokratische Tradition der spanischen Zivilgesellschaft an: die klare Botschaft „No a la guerra“ – Nein zum Krieg. Diese wurde besonders während der massiven Proteste gegen den Irakkrieg im Jahr 2003 sichtbar, als Millionen Menschen in Spanien gegen eine militärische Intervention ohne völkerrechtliche Legitimation auf die Straße gingen. Auch heute findet diese Botschaft weit über Spanien hinaus Resonanz.

Das Science4Peace Forum zusammen mit anderen Organisationen ruft daher andere europäische Regierungen sowie Vertreterinnen und Vertreter von Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik in ganz Europa dazu auf, diese Haltung zu unterstützen und dem Beispiel Spaniens zu folgen, 

  • eine Beteiligung am Krieg abzulehnen und einer weiteren Eskalation entgegenzutreten;
  • die Nutzung ihres Staatsgebiets, ihres Luftraums und ihrer Militärbasen für offensive Operationen im Zusammenhang mit diesem Konflikt zu verweigern;
  • innerhalb der Europäischen Union und der Vereinten Nationen auf Deeskalation und die Wiederaufnahme diplomatischer Verhandlungen hinzuwirken;
  • zu bekräftigen, dass die Achtung des Völkerrechts die unverzichtbare Grundlage verantwortungsvoller Sicherheitspolitik ist.

Europa sollte nicht zu einer logistischen Plattform für die Ausweitung eines Krieges werden. Vielmehr sollte es eine konstruktive Rolle bei der Förderung von Diplomatie, Zurückhaltung und der friedlichen Beilegung von Konflikten übernehmen.

Die Entscheidung Spaniens zeigt: Auch in Zeiten großer internationaler Spannungen ist es möglich, dem Druck zur Eskalation zu widerstehen und klar für Diplomatie, Völkerrecht und Frieden einzutreten.

Gerade in diesem gefährlichen Moment der internationalen Politik ist eine solche Haltung von besonderer Bedeutung.

OrganisationenScience4PeaceCampaign for Nuclear Disarmament (United Kingdom)NatWiss – Verantwortung für Frieden und ZukunftsfähigkeitInformationsstelle Militarisierung (IMI)Friedenswerkstatt Wedel Friedensnetzwerk Kreis Pinneberg Zusammenarbeitsausschuss der Friedensbewegung Schleswig-HolsteinInternational Peace Bureau Erhard-Eppler-Kreis Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung Fried:A (Friedensinitiative Altona) DFG-VK Mittelbaden DIDF - Föderation Demokratischer Arbeitervereine Women for Peace – Finland Essener Friedensforum e.V. Pressenza - International Press Agency for Peace and Nonviolence Peace Movement of Orust, SwedenRete Ricerca e Università per la Palestina - RUP EPR4Palestine Global Strategy of Nonviolence World BEYOND War RootsAction Education Fund Friedensinitiative Hamburg-Niendorf Kritische MIN-Studierende University of Hamburg Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF) e. V.



Neue Begründung:

Erstunterzeichner*innen(Affiliations sind nur zur Identifikation und implizieren nicht die Meinung der Institutionen):

PeopleProf Michael Staack – Helmut Schmidt University Hamburg (Emeritus)Prof August Pradetto – Helmut Schmidt University Hamburg (Emeritus)Prof Johannes Varwick – University of Halle-WittenbergProf Jürgen Scheffran – University of Hamburg (Emeritus)Dr Hannes Jung – DESY; University of Antwerp (Emeritus); Chair Science4PeaceDr Hans von Sponeck – Former UN Assistant Secretary-General Malte Albrecht – Chair NatWissReiner Braun – Board Member, International Peace Bureau Dr Sonja Brentjes – previously Max Planck Institute for the History of ScienceDr Lars Pohlmeier – IPPNW Deutschland (Vorsitzender)Dr Angelika Claußen – IPPNW Deutschland (Vorsitzende)Susanne Grabenhorst – IPPNW Deutschland (Vorstandsmitglied)Dr Uwe Trieschmann – IPPNW Deutschland (Vorstandsmitglied)Dr Alexander Glazov – DESYDr Achim Juse – Neurophysiologe im Ruhestand, Friedensnetzwerk Kreis PinnebergProf Thomas Stodulka – University of MünsterFlorian Muhl – University of HamburgProf Norman Paech – University of Hamburg (Emeritus)Dr Sabine Großkopf – University of HamburgDr Roberto Giacomelli – INFNProfINFNDr Andrea Giammanco – UCLouvain, BelgiumDr Sandro Fonseca de Souza – Rio de Janeiro State University - UERJ/BrazilAurelio Castro – Bisexual Research Group Heiko Ehrlichmann – DESYDr Greta Persico – University of Milan-BicoccaDr Bärbel Langmann – KlimaLabDr Marco Luppi – University of BolognaDr Denise Erb – HZDRDr Mariateresa Crosta – INAFDr Giacomo Ortona – INFNDr Valentina Scarpa – University of FlorenceDr Jan Sandel – pharmaceutical industryDr Michael Dittmar – ETH Zurich and CERN (retired)Prof Thomas Schücker – Aix-Marseille UniversityDr Sofia Andringa – LIPDr Andres Tanasijczuk – UCLouvain, BelgiumProf Hans-Jörg Kreowski - University of Bremen Prof Simone Sibilio – Ca' Foscari University VeniceDr Chiara Oppedisano – INFNProf Ugo Amaldi – TERA FoundationDr David Valls-Gabaud – CNRS - Observatoire de ParisProf Fabio Frosini – Università di Urbino Carlo BoProf Frank Fehrenbach – University of HamburgYusuf As – ver.di Gewerkschaftsrat Dr Flavio Del Santo – University of Geneva and International Union of Scientists against MilitarismDr Francesca Vidotto – IEM-CSIC, SpainDr Daniel Britzger – Max Planck Institute for Physics, MunichProf Carlo Rovelli – Aix-Marseille University Prof Vincenzo Riso – University of MinhoProf Elisa Giunchi – Università di MilanoProf Ahmed Bawa – University of JohannesburgDr Maria Rosaria Masullo – INFNProf Mariarosa Anna Beatrice Melone – University of Campania Luigi Vanvitelli Prof Soumitro Banerjee – IISER Kolkata, India (Emeritus)Dr Stefano Bianco – Istituto Nazionale di Fisica Nucleare (INFN) - Laboratori Nazionali di Frascati - ItalyProf Ahmed Bassalat – An-Najah National University, PalestineDr Sevgi Dogan – University of PisaDr Lorenzo Iannuzzi – University of FlorenceDr Marco Cattaneo – University of Helsinki Prof Elisabetta Petrucci - Sapienza Università di RomaDr Piero Donnini - Ca' Foscari University of Venice Francesca Navarro - Università degli Studi di MilanoDr Caterina Peroni - CNR IRPPSProf Silvia Bagni - University of BolognaProf Werner Ruf - University of Kassel (Emeritus) Andrea Sottile - Università degli Studi di MilanoProf Rosanna Morace - Università di SassariDr Cristiana Fiamingo – University of MilanDr Monica Zoppè – National Research Council (CNR), ItalyProf Leif Lönnblad – Lund UniversityProf Vito Antonio Baldassarro – University of BolognaProf Giorgio Mariani – Sapienza Università di Roma (Emeritus)Prof Annalisa Murgia – University of MilanProf Anne Maass – University of Padua (Emerita)Dr İlayda Özdemir – New York University Abu DhabiAntje Daum – DESYDr Angela Gargano – INFNProf Michael Gasser – Indiana University and International Union of Scientists (Emeritus)Prof Sabine Kraml – CNRS, FranceAndreu Miquel Ginestet Menke – Silent DiplomatSigyn Meder – Support Committee for Julian Assange, StockholmProf Peter Brandt – FernUniversität in Hagen (Emeritus)Dr Tiziana Nadalutti – University of PisaIrina Lukka – National Library of Finland, Slavic Collection (retired)Simona Troilo – Università dell'AquilaDr Eva Berglund – Stockholm UniversityIsabelle Casel – European Peace Project, German Peace CouncilDr Stephan Albrecht – University of Hamburg (retired)

Die vollständige Liste der Erstunterzeichner*innen ist auf der Seite von science4peace zu finden (aus Platzmangel sind hier nur die ersten Erstunterzeichner*innen aufgeführt).


Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 219


Help us to strengthen citizen participation. We want to support your petition to get the attention it deserves while remaining an independent platform.

Donate now