Wir sind für die 6Tagewoche! Sie geht uns alle an! für eine gute Schule.

Die Landesrätin für die deutsche Schule und Kultur, Frau Dr. Sabina Kasslatter Mur, möchte in naher Zukunft den Schulkalender vereinheitlichen. Die Schulwoche soll nicht mehr wie bisher 6 Tage dauern, sondern 5 Tage. Dafür soll der Unterricht eine Woche früher anfangen und eine Woche später aufhören. Die Fünf-Tage-Woche nimmt weder Rücksicht auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Besonder­heiten der verschiedenen Schulstufen (Grundschule, Mittelschule und Oberschule) noch der Altersstufen der Schüler/innen. Mit der Fünf-Tage-Woche will man vor allem Verwaltungskosten einsparen, und das auf Kosten vieler Generationen von Schülern/innen. „Die Gebäudekosten für die 438 Schulgebäude in Südtirol würden mit der Fünftagewoche um 20 Prozent reduziert“, so laut Aussage von Frau Landesrätin Kasslatter Mur (siehe ff, Nr. 48/2011, Seite 38, dritte Spalte). Der Vorsitzende des Gemeindenverbandes, Herr Arno Kompatscher, hat aber gesagt, dass Heizkosteneinsparungen nur möglich sind, wenn der Nachmittagsunterricht für alle Schulen an den gleichen Tagen stattfindet (siehe Dolomiten, 19. Oktober 2011). Das ist aber aus organisatorischen Gründen nicht durchführbar, weil beispielsweise für den Turnunterricht zu wenige Turnhallen verfügbar sind. Und was passiert mit den Schulgebäuden am Wochenende, d. h. ab Freitagmittag? Werden ab diesem Zeitpunkt die Schulgebäude nicht mehr geheizt? Das ist aber aus technischen Gründen nicht ratsam. Die bestmögliche Verteilung der Unterrichtszeit auf die Wochentage ist aber wesentlich für das Erreichen der Ziele der jeweiligen Schule. Daher sollte jede Schule weiterhin selbst entscheiden können, welches Modell sie aufgrund ihrer Bedürfnisse und Situation umsetzen will.
Wieso sollte ein Modell, das bisher gut funktioniert und zu guten PISA-Ergebnissen geführt hat, ausgetauscht werden? Per i nostri lettori di lingua italiana: Il nostro obiettivo è di difendere l'autonomia della scuola affinchè ogni scuola possa decidere autonomamente il modello più opportuno afferente alle proprie esigenze organizzative e didattiche. Segue pertanto, per motivi di spazio disponibile, un breve riassunto di quanto sopraprecisato in lingua tedesca. La settimana con 5gg lavorativi a scuola comporta in particolar modo: - lezioni al pomeriggio per almeno 2 o 3 volte - l'aumento di stress e pressione sugli alunni - l'incremento delle spese annuali delle famiglie per ca E 360 per ciascun figlio se egli non può usufruire del servizio di mensa - per molti alunni la non possibilità di partecipare ad attività ricreative fuori dalla scuola - l'anticipo degli esami di riparazione per ca 2 settimane etc.

Motivazioni:

Für die 6-Tage-Woche sprechen: 1. Wenn am Samstag schulfrei ist, muss je nach Schultyp zwei- bis dreimal in der Woche am Nachmittag unterrichtet werden. 2. Für Oberschüler/innen kommt noch mindestens ein Nachmittag hinzu, falls sie in einem Fach einen Stützkurs besuchen müssen ; bei Schwierigkeiten in zwei oder mehr Fächern ist ein weiterer Nachmittag einzuplanen. 3. Die Fahrschüler/innen, die mindestens 75% in der Mittel- und Oberschule ausmachen, kommen dann spät nach Hause. 4. Nach einem Nachmittagsunterricht ist der Schulalltag noch lange nicht zu Ende: Es sind schriftliche Arbeiten zu erledigen und Lerninhalte zu vertiefen, um sich für den darauffolgenden Schultag, der ganz sicher ein Prüfungstag werden wird, vorzubereiten. 5. Alle Schüler/innen sind durch den Nachmittagsunterricht zusätzlich belastet
und benachteiligt. Welche Schülerin bzw. welcher Schüler ist imstande, acht bis neun Unterrichtsstunden konzentriert zu arbeiten und das Gelernte anschließend noch zu vertiefen? Mit jedem Nachmittagsunterricht wird ihnen das Lernen erschwert. 6. Es ist allgemein bekannt, dass am Nachmittag das Auffassungsvermögen und die Konzentration der Schüler/innen erheblich abnehmen und jeder Nachmittagsunterricht zusätzlich an Kraft zehrt. Infolgedessen ist jede Unterrichtstunde am Vormittag vorzuziehen. 7. Bei einer Fünf-Tage-Woche erhöht sich unweigerlich der Leistungsdruck auf die Schüler/innen. Übermäßiger Stress kann bei Kindern und Jugendlichen zu Psychosen führen, die sich negativ auf ihre Entwicklung auswirken. Die Situation ist jetzt schon besorgniserregend. Nicht umsonst will der derzeitige Landesrat für das Gesundheitswesen, Herr Dr. Richard Theiner, eigene Abteilungen für die Kinder- und Jugendpsychiatrie einrichten. 8. Die Heranwachsenden und besonders die Pubertierenden so zu belasten ist unverantwortlich und kurzsichtig. 9. Der Montag muss ein fixer Prüfungstag werden (trotz der Schüler/innencharta), was wiederum ein Lernen am Wochenende bedeutet. 11. Vor allem Schülern/innen der Mittel- und Oberschule wird die Möglichkeit genommen, außerschulischen Tätigkeiten nachzugehen. Sportvereine, Musikkapellen und Feuerwehren müssen daher um ihren Nachwuchs bangen, alles ehrenamtliche Einrichtungen, die im Laufe der letzten Jahrzehnte erheblichen Zuspruch und Zuwachs erfahren haben und nur durch den unermüdlichen Einsatz vieler Personen, auch Jugendlicher, zu dem geworden sind, was sie heutzutage auch über unsere Landesgrenzen darstellen. 12. Die Schulgebäude sind zum Großteil Kurzzeit-Strukturen, d. h., nicht als Ganztagesschulen geplant und gebaut worden, da vor allem Schulausspeisungsdienste und Ausweichräume fehlen. Das macht sich besonders in der kalten Jahreszeit bemerkbar. 13. Die vorhandenen Schulausspeisungsdienste können nur einen Bruchteil der benötigten Mittagessen zubereiten. Viele Schüler/innen können daher mindestens zwei- bis dreimal wöchentlich keine angemessene warme Mahlzeit zu sich nehmen. Ihr Ernährungsverhalten wird dadurch negativ beeinflusst. 14. Der vermehrte Nachmittagsunterricht bringt für die Eltern auch zusätzliche Kosten (für das Mittagessen) mit sich, und das in einer Zeit, wo den Familien wegen der Wirtschaftskrise eh schon viele finanzielle Opfer abverlangt werden. Im Durchschnitt sind pro Kind jährlich mindestens 360,00 € mehr zu zahlen (Beispiel: Wenn ein Kind mindestens zweimal am Nachmittag in der Schule ist und dafür 5,00 € pro Mittagessen ausgibt, sind das - auf 36 Schulwochen berechnet - € 360,00). 15. Viele Schüler/innen müssen die Musikschule am Samstagvormittag besuchen, weil es aus organisatorischen Gründen nicht mehr anders geht. Auch das wird sich künftig negativ auf den Nachwuchs der Musikschüler/innen auswirken. 16. Die Nachprüfungen an den Oberschulen müssen früher angesetzt werden, um ungefähr 14 Tage, d h, die Zeit zum Aufholen der Lernrückstände ist kürzer. 17. Das begehrte Sommerpraktikum kann von deutlich weniger Oberschülern in Anspruch genommen werden, wenn die Unterrichtszeit um 2 Wochen verlängert wird. 18. Die geliebte erste Ferienwoche der Familien im Juni (ab Mitte Juni), in der sie zum Vorzugspreis ans Meer fahren können, fällt weg.

Grazie davvero per il vostro appoggio, Veronika Dellasega da Brixen
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  • Neues vom 2. Rekurs am Verwaltungsgericht Bozen.
    Liebe Freunde.
    das Verwaltungsgericht Bozen hat auch beim zweiten Aussetzungsverfahren den Eltern Recht gegeben. Somit ist an weiteren Grund-und Mittelschulen die obligatorische Einführung der 5-Tagewoche ausgesetzt worden.
    Der Beschluss des Verwaltungsgerichts enthält auch die Aussage, dass er zumindest in einem Rekursgrund begründet zu sein scheint (Zitat:“Considerato che, ad un primo sonmario esame, il ricorso appare supportatao da sufficiente fumus, quanto meno con riferimento al primo motivo; …“).
    Diese Aussage lässt konkrete Hoffnung aufkommen, dass der Rekurs, der auch von den Gewerkschaften und einigen Lehrern eingebracht worden ist, angenommen wird.
    Was heißt das dann konkret für die Oberschulen, die aufgrund des Beschlusses des Schulrates das Schuljahr 2012/13 mit der 5-Tagewoche beginnen werden:
    Wenn das Verwaltungsgericht jenen Teil des Beschlusses der Landesregierung, der grundsätzlich die obligatorische Einführung der 5-Tagewoche vorsieht, annulliert, dann ist wiederum die 6-Tagewoche einzuführen.
    Um große organisatorische Probleme zu vermeiden, wäre es für alle Beteiligten vernünftiger, zumindest im kommenden Schuljahr bei der 6-Tagewoche zu bleiben.
    Daher sollte die Aussage des Verwaltungsgerichts, dass der Rekurs zumindest in einem Rekursgrund begründet zu sein scheint, alle Eltern, Lehrpersonen, Schüler- und Schülerinnen sowie Schulführungskräfte dazu einladen, noch einmal die bereits getroffene Entscheidung für die 5-Tgaewoche im Interesse und Wohl aller an der Oberschule beteiligten Personen zu überdenken. Gerade jetzt ist die Verantwortung aller, insbesondere der Mitglieder der Mitbestimmungsgremien, vor allem aber die der Vorsitzenden, gefragt.
    Eure
    Veronika Dellasega

  • Liebe Eltern, Oberschüler/innen und Lehrpersonen,
    es gibt erfreuliches mitzuteilen. Unser Widerstand gegen die obligatorische Einführung der 5-Tagewoche zeigt die ersten Früchte. Mittlerweile haben sich für das Schuljahr 2012/2013 schon einige Oberschulen für die 6Tagewoche ausgesprochen (z.B. Realgymnasium Sterzing, Humanistisches Gymnasium Bozen, Sozialwissenschaftliches -ex Pädagogisches- Gymnasium Brixen).
    An jenen Oberschulen, wo die Entscheidung noch aussteht, bitte ich euch, für die 6-Tagewoche zu stimmen. Sollten euch Stundenpläne für die 5-Tagewoche vorgestellt werden, die natürlich sehr verlockend aussehen werden, so bedenkt dabei, dass der Schulstress mit der 5-Tagewoche zunimmt und gleichzeitig das Lernniveau sinken wird, weil die gleichen Lerninhalte und Anforderungen auf 5 Tage verteilt sind. Lasst euch von den 5-Tagewochenstundenplänen nicht verleite! Zudem gibt esbei der 5-Tagewoche einen Nachmittag mehr Unterricht pro Woche, ohne die zusätzlichen Nachmittage für das Wahlfach und die Stützkurse mitzurechnen. Zwei Tests werden dann am selben Tag die Regel sein, weil ja laut Schüler/innencharta am Montag ohne Zustimmung aller Schüler/innen der Klasse nicht geprüft werden darf. Um den Prüfungsstress ein wenig zu reduzieren, muss also der Montag auch ein Prüfungstag werden. Mit dem Ausruhen und Entspannen über das Wochenende ist dann Schluss.
    Warum nimmt der Schulstress und Prüfungsstress zu?
    Weil mit der 5-Tagewoche nur noch 175 Schultage (35 Schulwochen mal 5 Tage = 175 Tage; weniger als ein halbes Kalenderjahr), anstatt 210 Schultage (35 Schulwochen mal 6 Tage = 210 Tage) zur Verfügung stehen, also 35 Tage pro Jahr weniger als mit der 6-Tagewoche.
    Auf 5 Jahre bezogen sind das, sage und schreibe, 175 Schultage weniger.
    Da soll jemand noch behaupten, dass die 5-Tagewoche eher den Bedürfnissen der Schüler/innen entgegen kommt und dass sie gleich gut auf die Maturaprüfung vorbereitet werden können. Die 5-Tagewoche produziert somit nur Stress, Mehrbelastung und eine Verschlechterung des Leistungsniveaus.
    Dass die 6-Tagewoche für die Schüler/innen eine Mehrbelastung mit sich bringt, hat selbst Landesschulrätin Kasslatter Mur in einem Interview zugegeben („Dolomiten“, 16.Jänner 2012, Seite 5)“.
    Herzliche Grüße
    Veronika Dellasega

Pro

Ehrenamtliche Tätigkeit wird gezwundener Maßen zurückgehen. Wer setzt sich nach 8-9 Stunden Unterricht noch zur Chor-oder Musikprobe? (vor allem wenn dies mehrmals die Woche der Fall ist). Wer hat noch Zeit und Nerven sich als Jungschar-oder Ministrantenleiter/in zu betätigen? Wird alles auf den Samstag verschoben, haben die Kinder erst recht einen Stress.

Contro

Ich finde auch dass die Kinder zwei Tage zum ausspannen brauchen. Jeder der arbeitet, auch ich, wünscht sich Samstag Sonntag frei, warum sollten die Kinder nicht auch Samstag Sonntag frei haben? Alle pochen so auf das Argument, die Schüler müssen dann am Nachmittag in die Schule, aber dafür haben sie ja am Samstag frei!! Ich spreche natürlich für mich, jede Familie hat andere Argumente, aber wir brauchen zwei Tage für die Familie, einen Tag zum auszuspannen und einen um etwas zu unternehmen.