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Bild zur Petition mit dem Thema: Hände weg vom City Plaza Hotel! Hände weg vom City Plaza Hotel!
  • Von: Studierende der Europäischen Akademie der ... mehr
  • An: Griechische Regierung und griechische Botschaft ...
  • Region: Ελλάδα mehr
    Kategorie: Migration mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
    Sprache: Deutsch
  • Sammlung beendet
  • 303 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Hände weg vom City Plaza Hotel!

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Das City Plaza ist kein normales Hotel. Touristen wohnen hier schon lange nicht mehr. Über sechs Jahre ist das Hotel, das etwa drei Gehminuten vom Viktoria Platz entfernt liegt, leer gestanden, bis es Ende April von linken und anarchistischen Aktivistinnen und Aktivisten der Solidaritätsinitiative für Wirtschaftsflüchtlinge und politische Flüchtlinge besetzt wurde.

"Im Grunde war von Beginn an alles da. Betten, Bettbezüge, die große Hotelküche samt Geschirr. Wir mussten nur ordentlich durchputzen und ein paar kleinere Reparaturen erledigen, dann konnten die ersten Refugees einziehen", erklärt die 27-jährige Elena von der Kommunikationsgruppe der Besetzer. Während wir in der Hotellobby sitzen und einen Kaffee trinken, erzählt sie mir die ganze Entstehungsgeschichte des Refugee Accomondation and Solidarity Space City Plaza.

Mehr als 400 Geflüchtete unterschiedlichster Nationen leben in den 120 Zimmern des siebenstöckigen Gebäudes im Stadtteil Agios Pandeleimon—gleich dort, wo bis 2013 das wahrscheinlich bekannteste besetzte Haus Europas, die Villa Amalias, stand. Mehr als 1500 Geflüchteten hat das City Plaza bislang ein Zuhause gegeben. "Für uns war von Anfang an klar, dass wir nicht nur Menschen aus Afghanistan oder Syrien aufnehmen. Es leben hier auch Refugees aus kurdischen Gebieten, dem Irak, Palästina und dem Maghreb. Allerdings haben wir nur Familien, obdachlose Frauen und alleinerziehenden Mütter aufgenommen. Nur in wirklichen Notfällen haben wir alleinstehende Männer aufgenommen."

In Athen gibt es viele leerstehende Hotels. Allein im Stadtteil Exarchia, der für seine starke anarchistische Szene bekannt ist, wurden in den letzten Monaten knapp ein Dutzend Häuser besetzt und für Geflüchtete geöffnet. Das aber der bei weitem größte Squat für Refugees eben nicht im linken Szeneviertel eröffnet wurde, war auch eine bewusste Entscheidung, wie Elena erklärt: "Wir wollten ein sehr niederschwelliges Projekt machen. Da war es für uns klar, in ein Viertel zu gehen, wo es bereits viele, teils gut integrierte Migrantinnen und Migranten gibt."

In Agios Pandeleimon ein Hotel für 400 Schutzsuchende zu besetzen, ist gleichzeitig aber auch ein politisches Signal gegen die wieder erstarkende rechtsradikale Szene Griechenlands. Das Parteibüro der faschistischen Partei Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) liegt nur etwa 400 Meter entfernt. In der Vergangenheit kam es in dem Stadtteil immer wieder zu Übergriffen auf Ausländer und zu Auseinandersetzungen zwischen Neonazis und Autonomen, weshalb es regelmäßige Antifa-Patroullien gibt und auch das City Plaza Hotel in der Nacht von griechischen Antifas bewacht wird.

Am 7. Juni berichteten die Medien, dass die griechische Regierung sowohl das City Plaza, als auch andere Einrichtungen, in denen Flüchtlinge leben, geräumt werden sollen und somit mehrere hundert Menschen, darunter auch Kinder, ihrer Lebensgrundlage entzogen werden sollen.

Mit eurer Solidarität und eurer Hilfe werden wir versuchen, dies zu verhindern! Deshalb unterschreibt bitte diese Petition!

Mehr über das City Plaza Hotel: best-hotel-in-europe.eu/ www.youtube.com/watch?v=bqsWqFGQiss&t=9s www.youtube.com/watch?v=i5bJfpMR9Fs www.facebook.com/sol2refugeesen/

Begründung:

Am 7. Juni berichteten die Medien, dass die griechische Regierung sowohl das City Plaza, als auch andere Einrichtungen, in denen Flüchtlinge leben, geräumt werden sollen und somit mehrere hundert Menschen, darunter auch Kinder, ihrer Lebensgrundlage entzogen werden sollen.

Mit eurer Solidarität und eurer Hilfe werden wir versuchen, dies zu verhindern! Deshalb unterschreibt bitte diese Petition!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Frankfurt, 10.06.2017 (aktiv bis 31.07.2017)


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