Wesentliche Sichtachse auf das UNESCO Weltkulturerbe Stiftsbezirk St. Gallen, Schweiz schützen! Der öffentliche Blick auf die südliche Altstadt, den Stiftsbezirk mit dem Gallusrelief soll nicht verbaut werden und damit zerstört werden! www.saiten.ch/author/psurber/ www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen-gossau-rorschach/hanglage-bedrohter-blick-auf-den-dom-ld.1012239

Begründung

Der öffentliche Blick von der Berneggstrasse auf die Südseite des UNESCO Weltkulturerbes Stiftsbezirk St. Gallen ist einzigartig. U.a. ist das Relief mit der Legende von Gallus und dem Bären von hier aus am nächsten, genau waagrecht gegenüber und im Detail ersichtlich. Es wurde 1776 gebaut, um von hier aus gelesen und gedeutet zu werden. Seither war es immer öffentlich sichtbar.

Für uns ist dies eine wesentliche Sichtachse im Sinne der UNESCO Weltkulturerbe-Richtlinien (Art.104). whc.unesco.org/en/guidelines/ Sie soll der Öffentlichkeit erhalten bleiben.

Die Behörden der Stadt St. Gallen haben direkt davor eine Baubewilligung für ein Gebäude erteilt. Ohne unseren Rekurs dagegen wäre diese Sichtachse bereits zerstört.

Der Verein Weltkulturerbe Stiftsbezirk St. Gallen hat unserer Meinung nach bislang nicht ernsthaft geprüft, ob es sich hier um eine wesentliche Sichtachse handelt.

Wir ersuchen deshalb das UNESCO Weltkulturerbezentrum in Paris von ihren unabhängigen Fachexperten vor Ort prüfen zu lassen, ob es sich hier um eine wesentliche Sichtachse handelt, so dass danach von allen Seiten die nötigen Konsequenzen daraus gezogen werden können.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Hanspeter Egloff-Lötscher aus St. Gallen
Frage an den Initiator

Diese Petition wurde bereits in folgende Sprachen übersetzt

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  • www.openpetition.eu/!gallus
    Viele Touristen machen genau von hier aus ihre Erinnerungsfotos. Sie erachten diesen Blick als wesentlich. Er sollte aus diesem Grund nicht verbaut werden ! Fotos: Anita Lötscher
    Die Sommerferien sind bald zu Ende. Wir sind bereit zur Übergabe der Unterschriften. Danke für die Unterstützung

  • • 829 Personen haben innert 42 Tagen die Petition „Wesentliche Sichtachse auf das UNESCO Weltkulturerbe Stiftsbezirk St. Gallen schützen!“ unterschrieben.
    • Beim Sammeln vor Ort an der Berneggstrasse haben praktisch alle Passanten unterschrieben. Es könnten weiterhin gut 20-40 Unterschriften pro Tag gesammelt werden.
    • Von den eingeladenen Behörden war nie jemand mit uns vor Ort.
    • Unsere Forderung an die Behörden: IM ZWEIFELSFALL - FÜR DAS DENKMAL !
    • „Wesentliche Sichtachse“ heisst auf Französisch: „perspective visuelle importante“.
    • Mein untenstehendes Mail an den städtischen Denkmalpfleger, Herr Ledergerber, bleibt seit einem Jahr unbeantwortet.

    Erster Teil des Mail vom 29.08.2017
    Sehr geehrter Herr Ledergerber
    Ihre Antworten haben mich erstaunt und beschäftigt. Zur städtischen Denkmalpflege bezüglich Baugesuch 55150 Mühlensteg 8a sind weitere Fragen aufgetaucht:

    Das Baugesuch: Die Pläne, das Modell, die Fotos zeigen immer den Mühlensteg, unser Haus Felsenstrasse 18 und die von Ihnen sogenannte "Baulücke" von Norden bzw. in einer Perspektive vom Rosenberg aus (Titelseite Ihres letzten Jahresberichts). Mit unserer Familie wohnen wir seit 1990 hier und haben genau die gegenüberliegende Perspektive, nämlich von Süden her über die Altstadtdächer auf die Kathedrale, die Bankgasse und eben auf diese Grünfläche über der Berneggstrasse am Abhang zum Mühlensteg 3. Wir stellen fest, dass die Personen der beurteilenden Instanzen (Sachverständigenrat, Denkmalpflege) ja gar nicht in St. Gallen wohnen, und diese Perspektive kaum berücksichtigt wird. Man muss dazu wirklich an einem schönen Abend an der Berneggstrasse oder oben an unserem Garten an der Felsenstrasse 18 innehalten und die Aussicht geniessen. Dann merkt man erst, wie viele Leute dies hier tun, und wie viele Touristen genau von hier aus ihre Erinnerungsfotos machen. Sie machen sie von hier aus, denn der Ausblick ist viel eindrücklicher als von der Brücke. Die Brücke ist deshalb keine Alternative, wie die Bolli Treuhand AG Winterthur behauptet. Mir scheint, dass dieser phantastische Ausblick für die Stadt und die Allgemeinheit einen viel grösseren Wert hat, als ein "Business-(Wohn-)Gebäude". Herr Ledergerber, ich möchte Sie einladen mit mir zusammen diesen Perspektivenwechsel vorzunehmen und an einem Abend hierherzukommen. Ist es nicht auch Aufgabe der Denkmalpflege, sich um die Perspektive der Allgemeinheit, der Touristen und der Anwohner zu kümmern, die zu diesem besonders ortbildgeschützten Altstadtrand gehören? (….)

    Ich hoffe, dass Sie meine Ueberlegungen und Fragen verstehen. Ich würde gerne mit Ihnen die Aussicht von der Berneggstrasse aus geniessen, das Gallus-Relief anschauen und über die Sage mit dem Bären sprechen.

    Freundliche Grüsse

    Hanspeter Egloff

  • Die Unterschriftensammlung ist abgeschlossen. Unsere Erwartungen wurden mit 829 Unterschriften in 6 Wochen weit übertroffen. Die Online-Kommentare sind eindrücklich. Stellvertretend für die vielen guten Gespräche vor Ort mit den handschriftlichen Unterzeichnenden, habe ich mit Erlaubnis der Verfasserin, die untenstehende Karte abgeschrieben. Sie lag am letzten Tag zusammen mit 10 Unterschriften in unserem Briefkasten.

    Handschriftlicher Kommentar vom 08.07.2018

    Sehr geehrter Herr Egloff

    Ich gratuliere Ihnen herzlich zu Ihrem Engagement betreffend Weltkulturerbe Stiftsbezirk St. Gallen. Als in der Stadt aufgewachsene Heimweh-St. Gallerin ärgert es mich schon lange, wie unsere Stadt-Regierung umgeht mit ihren Kulturgütern! Wie kann man ein erhaltenswürdiges altes Stadttheater abreissen und einen seelenlosen Neubau erstellen?! Wie kann man die vielberühmte, engste Zahnradkurve der WELT einfach abbauen! Unverständlich und dumm! – Und nun dieser Bau – er mauert die Sicht auf den Klosterbezirk förmlich zu!
    Ich bin empört und wütend und hoffe auf den gesunden Menschenverstand der Fachexperten. Wann erwachen unsere „Stadtväter“ endlich!!

    Mit freundlichen Grüssen und einem herzlichen Dank für Ihre Arbeit

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.