02/20/2026, 10:11
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer
Seit unserer letzten Nachricht vom 5. Mai 2025 ist viel geschehen. Zu viel – und vieles davon hat uns als Gemeinschaft bewegt, enttäuscht, aber auch zusammengeschweisst.
Unsere Petition wurde von rund 2’000 Menschen unterzeichnet – Einheimische, Gäste, Familien, Sportlerinnen, Kinder, ältere Menschen, die alle eines sagen wollten:
Der Sport‑, Eis‑ und Spielplatz Roseg ist wichtig. Für Pontresina. Für das Dorfleben. Für uns alle.
Trotzdem hat der Gemeindevorstand entschieden, nicht auf die Petition einzutreten. Wir konnten zwar sprechen – aber gehört wurden wir nicht wirklich. Umso eindrücklicher war die Stimmung an der Gemeindeversammlung vom 4. Februar 2026: Als einer unserer Vertreter das Wort ergriff, war es plötzlich still im Saal. Viele schauten auf, hörten zu. Und die Reaktionen der Anwesenden zeigten deutlich:
Dieses Projekt lässt niemanden kalt.
Die Nervosität auf dem Podium sprach mehr als viele Worte.
Gleichzeitig kämpften Nachbarn darum, dass die Gemeinde ihre eigenen Regeln einhält. Es ging um die vom Gemeindevorstand bewilligte Verlängerung der Baubewilligung um zwei Jahre – obwohl zentrale Auflagen nicht erfüllt waren. Die Beschwerde dagegen wurde leider abgewiesen.
Doch dann geschah das Überraschendste:
Am 7. Januar 2026 erteilte der Gemeindevorstand die Baufreigabe, obwohl weiterhin wichtige, in der Baubewilligung festgeschriebene Bedingungen nach wie vor unerfüllt sind wie jene des Finanzierungsnachweises, des Baurechts-Eintrags, der Erfüllung der Vorschriften über die Barrierefreiheit und der Verkehrssicherheit. Des Weiteren wurden in diesem Zuge gewichtige Projektänderungen bewilligt, wofür eine neuerliche öffentliche Ausschreibung zwingend wäre.
Mehrere betroffene Nachbarinnen und Nachbarn – viele davon aus unserem Umfeld – sahen sich deshalb erneut veranlasst, eine Beschwerde ans Obergericht einzureichen, um zu verhindern, dass in Verletzung von Verfahrensvorschriften ohne vollständige Grundlagen vollendete Tatsachen geschaffen werden.
Es ist zu hoffen, dass das Obergericht dem einseitigen und willkürlichen Verhalten unser Baubehörde Einhalt gebietet.
Und was bedeutet das für den Sportpavillon, für unsere Kinder, für unser Dorf?
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass wir den Platz in dieser Wintersaison zum letzten Mal so erlebt haben, wie wir ihn schätzen und lieben: als Treffpunkt, Spielfeld, Lebensraum.
Ohne Eingreifen des Obergerichts könnten schon diesen Sommer die Bagger auffahren – und der offene Platz, der so vielen etwas bedeutet, würde zur Baustelle und später zum zerschnittenen, schattigen Rest, überragt von einem grossen Hotelbau, dessen Inkompatibilität mit dem Betrieb der geplanten Sportanlagen offenkundig ist.
Doch eines dürfen wir nicht vergessen:
2’000 Stimmen sind nicht einfach verschwunden.
Sie leben weiter in jedem Gespräch, in jeder Versammlung, in jeder kritischen Frage, die gestellt wird.
Und wir bleiben dran – für einen lebendigen, offenen Sport‑ und Begegnungsplatz in Pontresina.
www.engadinerpost.ch/meinungen/leserbriefe/482/Hotel-Flaz-Wo-bleibt-die-Schweizer-Basisdemokratie
Link zu den Presseartikeln
tinyurl.com/RosegPlatz
Petitionäre für die Rettung des Rosegplatzs Pontresina
www.rosegplatz.ch