Neuigkeiten
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Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
wir möchten euch kurz über die aktuelle Entwicklung rund um die geplante Parkplatzerweiterung in St. Arbogast informieren.
Zwischen den Beteiligten besteht bereits seit Längerem ein Austausch. In einem persönlichen Gespräch mit dem Leiter des Bildungshauses konnte dieser Dialog nun vertieft und die unterschiedlichen Anliegen offen und wertschätzend besprochen werden. Beide Seiten haben vereinbart, das Gespräch fortzusetzen und gemeinsam nach einer tragfähigen Lösung zu suchen.
Noch im September sollen deshalb die unmittelbar Beteiligten in St. Arbogast – Bildungshaus, Gemeinde, Anrainer und Bürgerinitiative sowie Vertreter von Kirche und Bruderschaft – gemeinsam an einen Tisch kommen. Dabei soll es nicht nur um Parkplätze gehen, sondern grundsätzlich um die Frage, wie sich der sensible Ortskern von St. Arbogast weiterentwickeln kann: Wie kann der Parkverkehr sinnvoll geordnet werden? Wo können Stellplätze verträglich untergebracht werden? Kann es dabei zu einer gemeinsamen Verbesserung des Ortsbilds kommen – und können Natur und Landschaft gleichzeitig bestmöglich aufgewertet werden?
Wir möchten diesem Dialog eine faire Chance geben. Deshalb wird die geplante Veranstaltung „21 Liegestühle statt 21 Parkplätze“ am 6. September nicht stattfinden. Das bedeutet nicht, dass die Anliegen unserer Bürgerinitiative erledigt sind. Wir sehen derzeit aber eine echte Möglichkeit, im direkten Gespräch eine gute und gemeinsam getragene Lösung zu finden, und möchten diesen Weg konstruktiv verfolgen.
Vielen Dank für eure Unterstützung und euer großes Interesse. Wir halten euch selbstverständlich über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden.
Herzliche Grüße,
Bürgerinitiative „St. Arbogast bewahren – Mobilität mit Maß“ -
Auch die Position des Bildungshauses soll gehört werden
am 13.08.2026Uns ist wichtig, dass die Diskussion über die geplanten Parkflächen in St. Arbogast sachlich, fair und im Dialog geführt wird. Deshalb möchten wir auch auf die aktuelle Stellungnahme des Leiters des Bildungshauses hinweisen. Darin werden die Beweggründe für das Projekt, die Probleme des heutigen Parkens und die vorgesehenen ökologischen Maßnahmen ausführlich dargestellt.
Hier der Link zur Stellungnahme:
https://www.arbogast.at/portal/blog/beitraege/article/36.html
Wir teilen die daraus gezogenen Schlussfolgerungen nicht in allen Punkten. Nach den aktuellen Planungen werden 46 neue Stellplätze geschaffen. Auch wenn ein Teil der betreffenden Bereiche heute bereits ungeordnet zum Parken genutzt wird, ist dies aus unserer Sicht mehr als eine bloße Neuordnung des Bestandes.
Gleichzeitig erkennen wir das Bemühen des Bildungshauses um eine möglichst naturnahe Umsetzung ausdrücklich an: Es ist keine Asphaltierung vorgesehen, einzelne wertvolle Bäume sollen erhalten und ökologische Begleitmaßnahmen umgesetzt werden.
Für uns bleibt jedoch die entscheidende Frage: Braucht es diese neuen Parkflächen an den vorgesehenen sensiblen Stellen überhaupt?
Wir schlagen vor, zunächst weniger eingriffsintensive Möglichkeiten auszuschöpfen: zusätzliche Kapazitäten beim Salzsilo, eine konsequente Parkraumordnung und gegebenenfalls Bewirtschaftung sowie Verbesserungen bei ÖV und Veranstaltungsorganisation. Danach kann anhand der tatsächlichen Situation beurteilt werden, welcher zusätzliche Bedarf noch besteht.
Wir laden alle Interessierten ein, auch die Stellungnahme des Bildungshauses zu lesen und sich selbst ein Bild zu machen. Denn genau darum sollte sich die Diskussion drehen: Wie können wir den Parkverkehr besser ordnen und gleichzeitig möglichst viel von St. Arbogast bewahren? -
Naturnah gestaltet bleibt trotzdem ein Eingriff
am 13.08.2026In einigen Kommentaren zur Petition wird kritisiert, dass das Jugend- und Bildungshaus neue Flächen „asphaltiert“ würden. Der Fairness halber ist wichtig klarzustellen: Eine Asphaltierung ist nach den Planungen nicht vorgesehen. Das Bildungshaus plant versickerungsfähige Stellflächen mit Blumenschotterrasen und bemüht sich auch, einzelne alte und ökologisch wertvolle Bäume zu erhalten.
Das begrüßen wir. Gleichzeitig sollte sich die Diskussion nicht auf die Frage reduzieren, wie naturnah ein Parkplatz gestaltet werden kann.
Denn auch eine versickerungsfähige Fläche bleibt eine Parkfläche – und während ihrer Nutzung stehen dort Autos. Gegenüber der Kirche verändert deshalb nicht allein der Bodenbelag, sondern vor allem die Nutzung als Parkplatz das Erscheinungsbild dieses besonderen Ortes.
Ähnliches gilt für den Waldrand. Einzelne wichtige Bäume sollen erhalten bleiben. Gleichzeitig müssen dort, wo die bestehenden Parkbuchten erweitert werden, auch alte Bäume entnommen und der gewachsene Waldrand geöffnet werden. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: Welcher einzelne Baum bleibt stehen und welcher wird gefällt? Sondern: Ist es sinnvoll und notwendig, einen bestehenden, funktionierenden Waldrand für zusätzliche Stellplätze aufzubrechen?
Genau deshalb sollte die Diskussion aus unserer Sicht einen Schritt früher beginnen: Brauchen wir diese Parkflächen an diesen sensiblen Stellen überhaupt? Oder können wir zuerst weniger eingriffsintensive Möglichkeiten ausschöpfen – Parkraumordnung, zusätzliche Kapazitäten beim Salzsilo, ÖV und organisatorische Maßnahmen.
Eine möglichst naturnahe Ausführung ist zweifellos besser als Asphalt. Noch besser ist es aber, einen Eingriff dort zu vermeiden, wo er nicht notwendig ist.
Die (!) Idylle von Götzis wird noch mehr verschandelt - das muss verhindert werden, auch wenn die Errichtung der Parkplätze auf Betreiben einer korchlichen Institution erfolgt.