13/08/2026 09:20
Uns ist wichtig, dass die Diskussion über die geplanten Parkflächen in St. Arbogast sachlich, fair und im Dialog geführt wird. Deshalb möchten wir auch auf die aktuelle Stellungnahme des Leiters des Bildungshauses hinweisen. Darin werden die Beweggründe für das Projekt, die Probleme des heutigen Parkens und die vorgesehenen ökologischen Maßnahmen ausführlich dargestellt.
Hier der Link zur Stellungnahme:
https://www.arbogast.at/portal/blog/beitraege/article/36.html
Wir teilen die daraus gezogenen Schlussfolgerungen nicht in allen Punkten. Nach den aktuellen Planungen werden 46 neue Stellplätze geschaffen. Auch wenn ein Teil der betreffenden Bereiche heute bereits ungeordnet zum Parken genutzt wird, ist dies aus unserer Sicht mehr als eine bloße Neuordnung des Bestandes.
Gleichzeitig erkennen wir das Bemühen des Bildungshauses um eine möglichst naturnahe Umsetzung ausdrücklich an: Es ist keine Asphaltierung vorgesehen, einzelne wertvolle Bäume sollen erhalten und ökologische Begleitmaßnahmen umgesetzt werden.
Für uns bleibt jedoch die entscheidende Frage: Braucht es diese neuen Parkflächen an den vorgesehenen sensiblen Stellen überhaupt?
Wir schlagen vor, zunächst weniger eingriffsintensive Möglichkeiten auszuschöpfen: zusätzliche Kapazitäten beim Salzsilo, eine konsequente Parkraumordnung und gegebenenfalls Bewirtschaftung sowie Verbesserungen bei ÖV und Veranstaltungsorganisation. Danach kann anhand der tatsächlichen Situation beurteilt werden, welcher zusätzliche Bedarf noch besteht.
Wir laden alle Interessierten ein, auch die Stellungnahme des Bildungshauses zu lesen und sich selbst ein Bild zu machen. Denn genau darum sollte sich die Diskussion drehen: Wie können wir den Parkverkehr besser ordnen und gleichzeitig möglichst viel von St. Arbogast bewahren?
13/08/2026 02:53
In einigen Kommentaren zur Petition wird kritisiert, dass das Jugend- und Bildungshaus neue Flächen „asphaltiert“ würden. Der Fairness halber ist wichtig klarzustellen: Eine Asphaltierung ist nach den Planungen nicht vorgesehen. Das Bildungshaus plant versickerungsfähige Stellflächen mit Blumenschotterrasen und bemüht sich auch, einzelne alte und ökologisch wertvolle Bäume zu erhalten.
Das begrüßen wir. Gleichzeitig sollte sich die Diskussion nicht auf die Frage reduzieren, wie naturnah ein Parkplatz gestaltet werden kann.
Denn auch eine versickerungsfähige Fläche bleibt eine Parkfläche – und während ihrer Nutzung stehen dort Autos. Gegenüber der Kirche verändert deshalb nicht allein der Bodenbelag, sondern vor allem die Nutzung als Parkplatz das Erscheinungsbild dieses besonderen Ortes.
Ähnliches gilt für den Waldrand. Einzelne wichtige Bäume sollen erhalten bleiben. Gleichzeitig müssen dort, wo die bestehenden Parkbuchten erweitert werden, auch alte Bäume entnommen und der gewachsene Waldrand geöffnet werden. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: Welcher einzelne Baum bleibt stehen und welcher wird gefällt? Sondern: Ist es sinnvoll und notwendig, einen bestehenden, funktionierenden Waldrand für zusätzliche Stellplätze aufzubrechen?
Genau deshalb sollte die Diskussion aus unserer Sicht einen Schritt früher beginnen: Brauchen wir diese Parkflächen an diesen sensiblen Stellen überhaupt? Oder können wir zuerst weniger eingriffsintensive Möglichkeiten ausschöpfen – Parkraumordnung, zusätzliche Kapazitäten beim Salzsilo, ÖV und organisatorische Maßnahmen.
Eine möglichst naturnahe Ausführung ist zweifellos besser als Asphalt. Noch besser ist es aber, einen Eingriff dort zu vermeiden, wo er nicht notwendig ist.
10/08/2026 10:50
Danke für 569 Unterschriften – jetzt dranbleiben!
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
herzlichen Dank für eure große Unterstützung und euer Engagement! Bereits innerhalb der ersten Woche haben 569 Menschen unsere Petition unterzeichnet. In Götzis haben wir damit schon fast zwei Drittel der für das Quorum erforderlichen Unterschriften erreicht.
Das zeigt uns: Die zukünftige Entwicklung von St. Arbogast bewegt viele Menschen. Eure Unterstützung hat dazu beigetragen, dass eine öffentliche Diskussion entstanden ist und unser Anliegen wahrgenommen wird. Inzwischen haben auch die Vorarlberger Nachrichten das Thema aufgegriffen; am vergangenen Samstag ist dazu ein Beitrag in VN Heimat erschienen, ebenso wurde auf VOL.AT berichtet.
Jetzt ist es wichtig, dieses Momentum aufrechtzuerhalten. Bitte leitet die Petition weiterhin an Menschen weiter, die unser Anliegen teilen könnten – insbesondere an Götznerinnen und Götzner, aber auch darüber hinaus. Jede Stimme zählt!
In der aktuellen Diskussion führt das Jugend- und Bildungshaus insbesondere an, dass der teilweise ungeordnete Parkverkehr bei hoher Auslastung besser geregelt werden müsse. Dieses Anliegen können wir nachvollziehen. Wir sind jedoch überzeugt, dass ein geordneter Parkverkehr auch möglich sein muss, ohne in den gewachsenen Waldrand einzugreifen und die Wiese gegenüber der Kirche als Parkplatz zu nutzen.
Klare Beschilderung, konsequente Parkraumordnung und geeignete bauliche Begrenzungen können unerlaubtes Parken verhindern. An Tagen mit hoher Auslastung können zusätzlich ÖV-Angebote, Shuttle-Lösungen und weitere organisatorische Maßnahmen die Situation entschärfen.
Zugleich begrüßen wir, dass nun Bewegung in die bereits geplante Erweiterung des Burgparkens beim ehemaligen Salzsilo kommt. Wenn dort zusätzliche Stellplätze entstehen, sollte dies aus unserer Sicht zum Anlass genommen werden, die Notwendigkeit der geplanten Eingriffe bei der Kirche und am Waldrand nochmals ernsthaft zu prüfen.
Für uns bleibt die entscheidende Frage daher: Nicht wie naturnah zusätzliche Parkplätze gestaltet werden können, sondern welche Eingriffe tatsächlich notwendig sind und wo zusätzliche Stellplätze für Natur, Ortsbild, Gäste, Anrainer und Bildungshaus am verträglichsten geschaffen werden können.
Wir setzen weiterhin auf einen sachlichen und wertschätzenden Dialog mit dem Bildungshaus, der Gemeinde und allen Beteiligten und hoffen, dass gemeinsam eine gute Lösung gefunden werden kann.
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Bitte helft deshalb weiterhin mit: Teilt die Petition, sprecht über das Vorhaben und ermutigt insbesondere Menschen aus Götzis, sich eine eigene Meinung zu bilden und – wenn sie unser Anliegen teilen – die Petition zu unterstützen.
Vielen Dank für eure Unterstützung und euer Engagement!
Bürgerinitiative
„St. Arbogast bewahren – Mobilität mit Maß“