Region: Austria
Traffic & transportation

Stopp Straßenbau zum Schutz der Bevölkerung vor toxischen Stoffen aus Reifenabrieb

Petition is directed to
Alle zuständigen politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger von Bund, Ländern und Gemeinden.
742 Supporters 738 in Austria
4% from 18.000 for quorum
  1. Launched 01/06/2021
  2. Time remaining > 4 months
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
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Zum Schutz der Bevölkerung vor eklatanten Gesundheitsrisiken zufolge straßenverkehrsbedingter Umweltgifte in Luft, Boden und Wasser fordern wir die Politik zu einem sofortigen Stopp im Straßenbau auf.

Reason

Seit Jahrzehnten sind gravierende Risiken und schädliche Auswirkungen von Reifenabrieb in Form von Mikro- und Nanoplastik auf Tier und Mensch bekannt. Spätestens seit 1977 werden deswegen immer neue umweltfreundliche Gummimischungen beworben, bis heute gibt es sie nicht. Stattdessen ist der Straßenverkehr heute der mit Abstand größte Verursacher von Mikroplastik in der Umwelt – einschließlich der Meere. Alleine aufgrund des europäischen Straßennetzes fallen Jahr für Jahr über 1,3 Millionen Tonnen Reifenabrieb in der Umwelt an.

Ein seit Jahrzehnten bekanntes massenhaftes Fischsterben konnte nun zweifelsfrei dem Reifenabrieb zugeordnet werden. Die unmittelbar an der Straße nachgewiesene tödliche Kettenreaktion, die dieses Massensterben auslöst, ist nun bloß ein „wissenschaftlicher Glücksfall“. Es gibt beliebig viele weitere physikalisch-chemische Prozesse, die nicht minder gefährlich sind und nach Freisetzung von unzähligen chemischen Stoffen aus Kfz-Reifen in unserer Umwelt teils innerhalb von Minuten, teils über Jahrzehnte oder Jahrhunderte hinweg völlig unkontrolliert und unkontrollierbar ablaufen.

Neueste Untersuchungen zum massiven Feldhasenschwund in Österreich zeigen, dass das Verdauungssystem dieser Tiere aufgrund von Mikroplastik und anderen Umweltgiften in den Böden inzwischen so stark geschädigt ist, dass sie daran sterben. Da Feldhasen auf und von jenen Agrarflächen leben, die auch ein essenzieller Teil unserer Nahrungskette sind, ist ohne jeden Zweifel davon auszugehen, dass inzwischen auch die menschliche Gesundheit akut bedroht ist.

Reifen- und Bremsabrieb enthält hochgiftige Schwermetalle aus dem auch für den Menschen krebserregende Stoffe hervorgehen. Andere endokrin disruptiv wirkende Stoffe können wiederum zur Unfruchtbarkeit führen. Die giftige Mischung aus diesen und unzähligen weiteren Stoffen schädigt und tötet nicht nur wild lebende Tierarten, sondern wohl auch uns Menschen: Sie gelangt entlang von Straßen durch Versickerung ins Grundwasser und damit auch in unser Trinkwasser. Über zunehmend verschmutzte Felder und Wiesen werden immer mehr giftige Substanzen von Pflanzen und Tieren aufgenommen und gelangen so über unsere Nahrung in unseren Körper. Etwa 2% hinreichend kleiner lipophiler Stoffe kann sogar bis in unser Gehirn gelangen – mit einer völlig unabsehbaren und potentiell schwerwiegenden Schadwirkung auf die menschliche Gesundheit.

Die tödliche Wirkung von Mikroplastik ist für andere Wirbel- und Säugetiere bereits nachgewiesen, beim Menschen werden die möglichen Zusammenhänge mit einem drastischen Anstieg bestimmter neurologischer Krankheiten gerade erforscht.

Neben den nunmehrigen eindeutigen Hinweisen auf gesundheitliche, potentiell lebensbedrohliche Beeinträchtigungen durch Reifenabrieb werden sehenden Auges auch weitere schwerwiegende Schäden an Mensch und Natur in Kauf genommen: auto- statt menschengerechte Städte und Siedlungsräume, überbordende Platz- und Ressourcenverschwendung, das Zerschneiden ganzer Landschaften, omnipräsenter Verkehrslärm, giftige Abgase, Verstärkung der Klimakrise, Bodenversiegelung – in Summe gesehen ein immer weiter voranschreitender Verlust an unseren wichtigsten Lebensgrundlagen.

Unter den gegebenen Umständen weiterhin am Straßenbau festzuhalten, bedeutet eine bewusste Gefährdung der Gesundheit der Bevölkerung und eine massive weiterführende Schädigung der Natur. Mit unserer Petition fordern wir daher die Politik auf, in einer ersten Sofortmaßnahme den Bau neuer Straßen unverzüglich einzustellen. Die Bundespolitik ist auch dazu angehalten, auf EU- und internationaler Ebene den verbindlichen Ausstieg aus dem Ausbau des Straßenverkehrsnetzes zu forcieren.

Es ist höchste Zeit für eine echte Verkehrswende.

Text mit Quellenangaben und Verweisen: https://www.verkehrswende.at/stopp_strassenbau/

Thank you for your support, Verkehrswende.at from St. Pölten
Question to the initiator

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Why people sign

  • 50 minutes ago

    Weil ich mir Sorge um unsere Stadt mache, was die Grünflächen mit Bäumen anlangt. Wir alle brauchen diese für unsere Gesundheit!!!! Es gibt schon viel zu viel Beton und zu viel Verbauung in der Stadt 😢

  • Gerald Sinz Gloggnitz

    4 days ago

    Ich sehe Straßenbau, Raumplanung und motorisierte Individualverkehr als grösstes Problem die wir menschen auf die Erde verursachen

  • Kastner Elke Langenzersdorf

    4 days ago

    Ich will gesunden Boden, keine versiegelten töten Flächen. Ich will aktive und öffentliche Fortbewegung, keinen motorisierten MIV. Ich bin für eine nachhaltige, ressourcenschonende, weitgehend CO2 reduzierte Mobilität!...

  • 6 days ago

    Weil es um unsere Zukunft geht - und dabei um Leben oder Tod.

  • 7 days ago

    Jeder Fleck, der verbaut und zubetoniert wird, ist ein Dreck - für Tier, Mensch, Umwelt, Natur. Die Wetterverhältnisse zeigen, dass es nicht mehr regel- und gleichmäßige Regenfälle normalen Formats gibt. Daher treten in Folge der Verbetonierung durch übergroße Verkehrsflächen/Parkplatzflächen hitzereflektierende Umstände auf, wodurch Wasser nicht ins Erdreich versickert, sondern verdampft und so Trockenheit der Erde verursacht. Dessen Folgewirkungen sind dann wenige, jedoch sehr heftige Unwetter wirk Starkregen (Hagel) und Stürmen. Daher ist Straßenbau zu stoppen und Bahnausbau bestehender Strecken zu forcieren anstelle weniger HGV-Schienenprojekte großer Agglomerationen. Ebenso sind noch vorhandene stillgelegte Bahnstrecken zu reaktivieren.

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