Region: Austria
Traffic & transportation

Stopp Straßenbau

Petition is directed to
Alle zuständigen politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger von Bund, Ländern und Gemeinden.
1.382 Supporters 1.372 in Austria
8% from 18.000 for quorum
  1. Launched June 2021
  2. Time remaining > 4 months
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

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Zum Schutz der Bevölkerung vor eklatanten Gesundheitsrisiken zufolge straßenverkehrsbedingter Umweltgifte in Luft, Boden und Wasser fordern wir die Politik zu einem sofortigen Stopp im Straßenbau auf.

Reason

Seit Jahrzehnten sind gravierende Risiken und schädliche Auswirkungen von Reifenabrieb in Form von Mikro- und Nanoplastik auf Tier und Mensch bekannt. Spätestens seit 1977 werden deswegen immer neue umweltfreundliche Gummimischungen beworben, bis heute gibt es sie nicht. Stattdessen ist der Straßenverkehr heute der mit Abstand größte Verursacher von Mikroplastik in der Umwelt – einschließlich der Meere. Alleine aufgrund des europäischen Straßennetzes fallen Jahr für Jahr über 1,3 Millionen Tonnen Reifenabrieb in der Umwelt an.

Ein seit Jahrzehnten bekanntes massenhaftes Fischsterben konnte nun zweifelsfrei dem Reifenabrieb zugeordnet werden. Die unmittelbar an der Straße nachgewiesene tödliche Kettenreaktion, die dieses Massensterben auslöst, ist nun bloß ein „wissenschaftlicher Glücksfall“. Es gibt beliebig viele weitere physikalisch-chemische Prozesse, die nicht minder gefährlich sind und nach Freisetzung von unzähligen chemischen Stoffen aus Kfz-Reifen in unserer Umwelt teils innerhalb von Minuten, teils über Jahrzehnte oder Jahrhunderte hinweg völlig unkontrolliert und unkontrollierbar ablaufen.

Neueste Untersuchungen zum massiven Feldhasenschwund in Österreich zeigen, dass das Verdauungssystem dieser Tiere aufgrund von Mikroplastik und anderen Umweltgiften in den Böden inzwischen so stark geschädigt ist, dass sie daran sterben. Da Feldhasen auf und von jenen Agrarflächen leben, die auch ein essenzieller Teil unserer Nahrungskette sind, ist ohne jeden Zweifel davon auszugehen, dass inzwischen auch die menschliche Gesundheit akut bedroht ist.

Reifen- und Bremsabrieb enthält hochgiftige Schwermetalle aus dem auch für den Menschen krebserregende Stoffe hervorgehen. Andere endokrin disruptiv wirkende Stoffe können wiederum zur Unfruchtbarkeit führen. Die giftige Mischung aus diesen und unzähligen weiteren Stoffen schädigt und tötet nicht nur wild lebende Tierarten, sondern wohl auch uns Menschen: Sie gelangt entlang von Straßen durch Versickerung ins Grundwasser und damit auch in unser Trinkwasser. Über zunehmend verschmutzte Felder und Wiesen werden immer mehr giftige Substanzen von Pflanzen und Tieren aufgenommen und gelangen so über unsere Nahrung in unseren Körper. Etwa 2% hinreichend kleiner lipophiler Stoffe kann sogar bis in unser Gehirn gelangen – mit einer völlig unabsehbaren und potentiell schwerwiegenden Schadwirkung auf die menschliche Gesundheit.

Die tödliche Wirkung von Mikroplastik ist für andere Wirbel- und Säugetiere bereits nachgewiesen, beim Menschen werden die möglichen Zusammenhänge mit einem drastischen Anstieg bestimmter neurologischer Krankheiten gerade erforscht.

Neben den nunmehrigen eindeutigen Hinweisen auf gesundheitliche, potentiell lebensbedrohliche Beeinträchtigungen durch Reifenabrieb werden sehenden Auges auch weitere schwerwiegende Schäden an Mensch und Natur in Kauf genommen: auto- statt menschengerechte Städte und Siedlungsräume, überbordende Platz- und Ressourcenverschwendung, das Zerschneiden ganzer Landschaften, omnipräsenter Verkehrslärm, giftige Abgase, Verstärkung der Klimakrise, Bodenversiegelung – in Summe gesehen ein immer weiter voranschreitender Verlust an unseren wichtigsten Lebensgrundlagen.

Unter den gegebenen Umständen weiterhin am Straßenbau festzuhalten, bedeutet eine bewusste Gefährdung der Gesundheit der Bevölkerung und eine massive weiterführende Schädigung der Natur. Mit unserer Petition fordern wir daher die Politik auf, in einer ersten Sofortmaßnahme den Bau neuer Straßen unverzüglich einzustellen. Die Bundespolitik ist auch dazu angehalten, auf EU- und internationaler Ebene den verbindlichen Ausstieg aus dem Ausbau des Straßenverkehrsnetzes zu forcieren.

Es ist höchste Zeit für eine echte Verkehrswende.

Text mit Quellenangaben und Verweisen: https://www.verkehrswende.at/stopp_strassenbau/

Thank you for your support, Verkehrswende.at from St. Pölten
Question to the initiator

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News

  • Liebe Unterstützende der Petition Stopp Straßenbau,

    in den zurückliegenden Monaten haben führende Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Forschung die von Ihnen/Dir unterzeichnete Petition Stopp Straßenbau fachlich geprüft und auch mit ihrer Stimme unterstützt.

    >>> Neueste BOKU-Studie belegt: Situation in Österreich weitaus schlimmer als bisher angegenommen

    Unsere Aussagen wurden nicht nur bestätigt, BOKU-Wissenschaftler:innen haben in einer brandaktuellen Studie science.apa.at/power-search/1476722224866637839 inzwischen nachgewiesen, dass in Österreich die straßenbedingte Schadstoffbelastung sogar noch deutlich höher ist, als wir das ausgehend vom Europäischen Durchschnitt dargestellt hatten.

    >>> Anstehende Entscheidungen im Sinne... further

Unsere Gesellschaft hat in den letzten 5 Jahrzehnten in Sachen Raumplanung und speziell in der Verkehrsplanung viele Fehler gemacht. Alles wurde dem Individualverkehr PKW + LKW untergeordnet ( geopfert ). . Betriebsgebiete wurden dort gewidmet, wo der jeweilige Bürgermeister oder Wirtschaftsfunktionäre ihre Wünsche durchgesetzt haben, unabhängig vom öff. Verkehrsnetz. Diese Fehler aus der Vergangenheit sind im Nachhinein nicht mehr gut zu machen, jetzt geht es nur mehr um Schadensbegrenzung ! Ansonsten wird sich diese Spirale immer weiter drehen bis uns endgültig die Luft ausgeht.

No CONTRA argument yet.

Why people sign

7 days ago

Ich will nicht, dass unsere Umwelt durch unnötige Straßen zerstört wird.

7 days ago

Um unsere Erde zu schützen und die Umwelt zu schonen.

7 days ago

Eine nachhaltige Entwicklung in Ö braucht eher Straßenrückbau statt neue Strassen.

7 days ago

Weil meine Nachkommen auch noch Natur brauchen werden.

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