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Gemeinde Hohe Wand, BH Wiener Neustadt, Land NÖ
Während überall in Europa auf qualitäts- und ökologiekonformen Tourismus gesetzt wird, scheint der Naturpark Hohe Wand den rückwärtsgewandten Weg des ungesunden Massentourismus einzuschlagen. Statt Frischluft durch Verkehrsreduktion wird noch mehr Verkehr gefördert und Parkplätze wachsen anstelle des Waldes. Wir Bürgerinnen und Bürger auf und im Umkreis der Hohen Wand befürchten, dass die nachhaltige Erhaltung der Natur und eines gesunden Erholungsraumes, dem Kommerz geopfert werden soll. Die Gasthäuser sind voll, vor dem Skywalk stehen die Leute Schlange, der Naturpark ist mehr als voll, die Tiere durch den Besucheransturm gestresst und überfüttert.....und man hört mit Schrecken, es seien mit Hilfe einer Beraterfirma weitere "Attraktivitäten" geplant, um langfristig noch mehr Besucher herzulocken. Wir Bürger*innen der Gemeinde und Region Hohe Wand plädieren - auch im Interesse der naturhungrigen Besucher aus der Stadt - für einen regulierten und vor allem BESCHRÄNKTEN Autoverkehr auf die Hohe Wand. Es gibt hier Raum für verschiedene Visionen, wie zum Beispiel elektrische Shuttle-Busse, die in kurzen Intervallen die Besucher zur Hohen Wand, aufs Plateau heraufbringen und oben herumführen können. Erhofftes Markenzeichen: "Hohe Wand - Bei uns ist Natur wirklich noch Natur!"
Orsak
Wir Bürger*innen der Gemeinde und Region Hohe Wand sind stolz auf unsere einmalige Natur- und Kulturlandschaft, die dank der Natura 2000 Widmung unter Naturschutz steht und sowohl FFH (Flora-Fauna-Habitate)-Gebiet, als auch Vogelschutzgebiet ist. Auch erholungssuchende und sportbegeisterte Städter genießen die vielfältige Natur, Sport- und Freizeitangebote und erfreuen sich an den Tieren des Naturparks. Mit großer Besorgnis erleben wir nun aber, wie unsere Hohe Wand durch explodierenden Massentourismus in Gefahr gerät. Anstelle von Naturschutz, ist Naturzerstörung getreten. Anstelle von Erholung und Ruhe, beherrschen an sonnigen Tagen nun Lärm, Müll, Stress und Abgase Wald und Natur. Darunter leiden Anrainer und Besucher gleichermaßen. Es wurde bereits eine große Fläche in unmittelbarer Nähe des Streichelzoos für Parkplätze abgeholzt. Weiters spricht man von einer in Planung befindlichen Rodung des Waldes entlang der Rückseite der kleinen Siedlung Karl Michalekgasse (Nähe Skywalk) zur Errichtung weiterer Parkplätze inkl. Toiletten und Verkaufsständen. Und dies zusätzlich zu offensichtlich bereits genehmigten neuen Parkplätzen für Skywalkbesucher abhangseitig entlang der Postlstrasse. Es kann nicht das Ziel einer zukunftsorientierten Naturparkbewirtschaftung sein, ein Parkplatzwettrüsten in einem Naturschutzgebiet zu initiieren, um den Individualverkehr noch weiter zu forcieren. Wir fordern, dass über das Schicksal der Hohen Wand noch einmal nachgedacht wird und die Anrainer und Gemeindebürger*innen sich demokratisch an der Zukunftsrichtung des Tourismus in ihrer Heimat beteiligen können.
Liebe Unterstützende,
der Petent oder die Petentin hat innerhalb der letzten 24 Monate nach dem Einreichen der Petition keine Neuigkeiten erstellt und den Status nicht geändert. openPetition geht davon aus, dass die Bearbeitungsfrist des zuständigen Ausschusses bzw. des Empfängers abgelaufen ist.
Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
Ihr openPetition-Team
Diese Informationsmail richtet sich in erster Linie an die Bewohner*innen der Hohe Wand Gemeinden, aber natürlich auch an alle anderen Interessierten. :-)
Die Übergabe unserer Petition an den Naturpark und die Gemeinde Hohe Wand ist nun genau 2 Monate her. Seitdem haben wir nichts mehr von den Verantwortlichen gehört. Um an diesem Thema dran zu bleiben, lädt nun die Ortsgruppe der "Grünen Hohe Wand" zu einem gemeinsamen Diskussions- und Visionsabend ein! Wir möchten einen wichtigen Teilaspekt dieses Themenkomplexes gezielt herausnehmen und unsere Visionen zu einer Verbesserung der Verkehrssituation vorstellen. Weiters sind wir natürlich neugierig auf eure diesbezüglichen Ideen und Wünsche!
Daher laden wir am kommenden Mittwoch, dem 29. September um 19 Uhr in den Gemeindesaal der Hohen Wand in Maiersdorf zu einem Gespräch bei Imbiss und Getränken ein.
Wir freuen uns auf euer Kommen und das gemeinsame Spinnen von Zukunftsideen!
Stellvertretend,
Heidi Reich
Liebe Unterstützer*innen der Petition gegen den Massentourismus auf der Hohen Wand,
Ich möchte zuallererst bei dieser Gelegenheit allen Unterzeichner*innen danken, dass Sie den gegenwärtigen Sorgen und Bedenken zur Entwicklung des Tourismus an der Hohen Wand mit Ihrer Unterschrift Ausdruck verliehen haben! Die zahlreichen Kommentare zu den Unterschriften haben deutlich gemacht, dass viele Menschen direkt aus der Region, aber auch zahlreiche Besucher*innen und Liebhaber*innen dieses Naherholungsgebietes, sich ernsthaft Gedanken über die derzeitige touristische Entwicklung machen. Danke für die vielen aussagekräftigen Wortmeldungen!
Am 22. Juli habe ich in Begleitung der Umweltgemeinderätin Gabriela Grünwald, sowie zweier weiterer Mitlieder der Grünen Ortsgruppe Hohe Wand, Susi Sochurek und Gerlinde Wiesenhofer, die Petition an die unmittelbaren Verantwortlichen übergeben. Es gab hierzu ein Treffen mit dem Obmann des Naturparks, Thomas Luf, der von Christoph Madl, ehemaligem Geschäftsführer der NÖ-Werbung, nun Berater des Naturparks, begleitet wurde, dem Bürgermeister der Gemeinde Hohe Wand, Josef Laferl, und der Vizebürgermeisterin, Anja Koffler.
Wir brachten bei dieser Gelegenheit unsere Bedenken zum erhöhtem Verkehrsaufkommen in der Region durch den intensiven Besucherzustrom auf die Hohe Wand dar und dass aus unserer Perspektive durch weitere Parkplätze und vermehrte Attraktionen keine Verbesserung eintreten würde. Auch in Anbetracht der Klimaziele für 2030, sollten hier vermehrt Bemühungen zur Reduktion des Individualverkehrs gesetzt werden.
Generell wurde von Herrn Madl beteuert, dieselben Ziele betreffend Erhalt der Natur und Reduzierung des Individualverkehrs zu verfolgen. Allein mir fehlt ein bisschen der Glaube daran. Zu wenig werden alternative Beförderungen und Mobilität zum und im Naturpark angeboten, zu sehr ist man von den Einnahmen einer Parkraumbewirtschaftung in Zukunft abhängig.
Die Stellungnahme zur Rechtfertigung der neuen Parkplätze in der Gegend des Skywalk lautet, dem illegalen Parken entlang der Postlstraße entgegenzuwirken, da hier nicht genügend öffentliche Parkplätze zur Verfügung stünden. Außerdem wolle man über ein neues Parkleitsystem die Besucher zukünftig besser „lenken“.
Gute Absichten. Allerdings liegt noch keine Genehmigung zur Umwidmung des (vom Noch-Eigentümer bereits gerodeten!) Waldstückes entlang der Karl Michalek Siedlung vor, und deshalb gäbe es laut den Verantwortlichen auch keine Notwendigkeit, die Anrainer über entsprechende Pläne zu informieren. Man wird dies erst tun, wenn alle rechtlichen Rahmenbedingungen vorliegen. [Aber der Wald wird schon mal gerodet, denn sicher ist sicher … Und natürlich ist der Holzpreis gerade sehr gut, wie passend.]
An dem Errichten der Parkplätze und auch der Auswahl des Grundes dafür, scheint also kaum ein Weg vorbei zu führen. Doch zumindest einigen wir uns auf ein Treffen der Verantwortlichen mit den Anrainern, sobald die rechtliche Lage geklärt ist und hoffen, dass dann noch ein offenes Ohr für deren Sorgen und Bedenken gezeigt wird!
Als erfreuliche Ankündigung kann berichtet werden, dass der Naturpark ab Frühjahr 2022 beginnen möchte, ein Shuttle Service vom Bahnhof Wiener Neustadt bis auf die Hohe Wand anzubieten. Wir hoffen sehr, dass dies nicht nur als „Feigenblatt“ angesichts der aktuellen Thematisierung fungieren soll, sondern auch mit entsprechender Bewerbung und Anreizen erfolgsversprechend umgesetzt wird!
Abschließend bleibt mir noch zu sagen, dass ich mir für einen Naturpark eine viel tatkräftigere Initiative wünschen würde, die hinsichtlich einer klimaneutralen und naturbeschützenden Zukunft, ökologische vor ökonomische Ziele stellt und sich traut, die Weichen für einen neuen und nachhaltigen Tourismus zu stellen. Und last but not least – auch das eigene Transitverhalten entsprechend unser aller Wünsche umzustellen!
Bei Interesse an weiterem Mitwirken und Anregungen, bitte gerne persönlich mit mir in Kontakt treten:
Heidi.reich@gmx.at
Ich sende liebe Grüße und bleibe motiviert, dass wir gemeinsam etwas bewegen können!
Heidi Reich