Sonderzulage für Gesundheitspersonal auf Akutambulanzen

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz

55 Unterschriften

Die Petition wurde vom Petenten zurückgezogen

55 Unterschriften

Die Petition wurde vom Petenten zurückgezogen

  1. Gestartet April 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Gescheitert

Petition richtet sich an: Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz

Wir fordern, von der Gesundheitsministerin Corinna Schuhman eine Sonderzulage für akutambulantes Personal aller Berufsgruppen.

Die Zustände, welche mittlerweile auf Akutambulanzen in Österreich herrschen sind für das Personal nicht mehr tragbar. Dies zeigt sich in alteingesessenen Pflegeteams, welche mittlerweile stark fluktuieren und sich wiederholt verändern. Krankenstände häufen sich, Jobbörsen werden gesichtet und Kündigungen angedroht. Die Motivation in den Pflegeteams sinkt derzeit unaufhaltsam.

Begründung

o   Ambulanzen haben ein fluktuierendes jedoch stetig steigendes Patient:innenaufkommen. Patient:innen haben zunehmend keinen hausärztliche Versorgung mehr und werden zu „Drehtür-Patient:innen“. Doch müssen alle Patient:innen versorgt und dürfen nicht abgewiesen werden, unabhängig vom Personalstand. Stationen hingegen weisen konstant den gleichen Bettenspiegel auf. Auch ist es hier möglich Betten bei Personalmangel zu sperren.

o   Akutpflege umfasst die Verantwortung der Ersteinschätzung, somit der Zuteilung der Akuität der Behandlung durch eine:n Ärtz:in, wie auch der Verteilung der Patient:innen in die richtigen Fachgebiete. Dies erfordert die Versorgung von Notfällen anderer Fachgebiete, bis zur Stabilisierung der Patient:in zum Transfer, wie auch des eigenen Fachgebiets vor einer stationären Aufnahme. Ebenfalls bedarf es der fallweisen Versorgung von Minderjährigen und Erwachsenen, auch ohne Sonderausbildung. Hinzukommen Übergaben von Notärzt:innen, Hubschrauberpatient:innen und Hausärzt:innen. Dies erfordert ein übergreifendes Fachwissen. Zudem sind Ambulanzen für den Erstkontakt und die Erstversorgung von Gewalt Betroffenen zuständig

o   Notaufnahmen übernehmen Patient:innen von reinen Terminambulanzen am Wochenende, an Feiertagen und in der Nacht und hausfremder Ärzt:innen.

o   Ambulante Pflegepersonen haben einen erhöhten administrativen und bürokratischen Aufwand. Patient:innen müssen im System neu angelegt werden, Beleistungen der Tätigkeiten werden vorgenommen, stationäre Aufnahmen werden geplant und Termine vergeben. Dies erfordert die Fachkenntnis mehreren Computerprogrammen zugleich. Ebenfalls erfolgen die telefonische Beratung, Beratungsgespräche vor Ort und die Angehörigenbetreuung, dies alles unter Zeitdruck.

o   Durch das ständig wechselnde Patient:innenaufkommen, kommt es zu einem massiv erhöhten Hygieneaufwand.

o   Die psychische Mehrbelastung durch volle Warteräume und dem daraus resultierenden Zeitdruck, sind immens. Zudem müssen Patient:innen nach Eingriffen (Endoskopie, Cardioversion, Incision und Weiterem) im Warteraum beobachtet werden, zusätzlich zu den Patient:innen in den Untersuchungsräumen und den wartenden Patient:innen am Gang. So ist die rechtlich festgesetzte Erholungspause, beispielsweise zum Mittagessen, nicht planbar und teilweise auch erst nachmittags möglich.

o   Ambulantes Pflegepersonal ist neben der Versorgung von Notfallpatient:innen an der Ausbildung von Studierenden und Schüler:innen beteiligt und mit einem mehrmals jährlichen Wechsel der Ärzt:innen in der Basisausbildung konfrontiert. Jene benötigen deutliche Unterstützung Ambulanzstandards und Computerprogramme betreffend.

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 29.04.2025
Sammlung endet: 28.10.2025
Region: Österreich
Kategorie: Gesundheit

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