Andragendet er rettet til:
Gemeinderat Freistadt Eisenstadt
Der Wald gehört den Bürgerinnen und Bürgern der Landeshauptstadt und soll weiterhin als wichtiges Erholungsgebiet und Spielplatz für unsere Kinder dienen.
Wir fordern, dass das Waldgrundstück der Freistadt Eisenstadt am Burgstallberg
- nicht verkauft,
- nicht umgewidmet
- und nicht bebaut wird.
Dieser Ort ist ein Stück Natur, Geschichte und Identität unserer Stadt und unserer Region – und darf nicht einem einzelnen wirtschaftlichen Projekt geopfert werden.
Begrundelse
Der Burgstallberg ist für uns weit mehr als ein Grundstück:
Er ist ein Ort, an dem unsere Kinder spielen, Menschen zur Ruhe kommen, Tiere Schutz finden und die Geschichte unserer Region unter unseren Füßen weiterlebt. Jeder Schritt durch diesen Wald zeigt uns, wie wertvoll und verletzlich er ist.
Mit der geplanten Errichtung eines Erdkellers und eines Weinguts würden Bäume fallen, Tiere ihren Lebensraum verlieren und Boden für immer versiegelt werden. Und all das, obwohl es in der Freistadt Eisenstadt zahlreiche leerstehende Gebäude und brachliegende Flächen gibt, die längst genutzt werden könnten. Warum sollte ausgerechnet unser Wald weichen, wenn Alternativen vorhanden sind?
Hinzu kommt: Die Rebstöcke des Winzers verteilen sich auf Trausdorf, Eisenstadt und Kleinhöflein – ein Umstand, der zusätzlich ein erhöhtes Verkehrsaufkommen in unserem Naherholungsgebiet verursachen würde.
Der Burgstallberg ist zudem ein Ort, der uns mit unserer Vergangenheit verbindet:
Vor rund 3.800 Jahren standen hier Menschen, die diesen Berg befestigten; später wurde er zum Fürstensitz der Hallstattkultur. Was von dieser Geschichte im Boden schlummert, ist unwiederbringlich – und darf nicht durch Baumaschinen zerstört werden.
Wir sind überzeugt: Es ist nicht richtig, dass ein einzelner Betrieb seinen Expansionswunsch über den Wert unserer gemeinsamen Natur und unseres kulturellen Erbes stellt.
Wir tragen gemeinsam die Verantwortung, diesen besonderen Ort für unsere Kinder und Enkel zu bewahren.
Diese Petition ist unser gemeinsamer Appell: Wir nutzen zuerst, was längst leer steht – und wir schützen unseren Wald dort, wo er lebt.