Petition richtet sich an:
Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus
Wasser ist das kostbarste Gut, das uns das Leben auf der Erde ermöglicht. Es dient als Lebensmittel von Menschen, Tieren und Pflanzen ebenso, wie als Hilfsmittel zum Waschen und Putzen, sowie als Transportmittel von Fäkalien.
Der Großteil der Österreicher setzt dafür Trinkwasser ein, wodurch sich ein Pro-Kopf-Verbrauch von 135 Litern Trinkwasser pro Tag ergibt ["WAVE" Studie, BOKU 2012]. Durchschnittlich 34 Liter Wasser davon werden in der Toilette gebraucht, 26 Liter für Waschmaschine und den Außenbereich. Beide Sektionen könnten aber ebenso mit Regenwasser anstatt Trinkwasser betrieben werden.
Deshalb setze ich mich für eine österreichweite Förderung (oder Verpflichtung) von Regenwassertanks (bei Neubau) ein!
Auch für Poolanlagen kann Regenwasser genutzt werden, da es von Anfang an den richtigen pH-Wert besitzt und Chlor nur in geringsten Mengen zur Hygiene beigesetzt werden muss.
Begründung
Im Sommer dieses Jahres (2018) führten Regenfälle in einigen Regionen, gefolgt von langen Dürren zu ausgelasteten Abwasserkanälen und Überschwemmungen als Folge dessen. Aufgrund der zunehmenden Verbauung von Grünland, das auch in ländlichen Gebieten bemerkbar ist, fehlen Sickerflächen. Das Regenwasser weicht deshalb auf Straßen, Pflaster, usw. aus.
Wird Regenwasser in Tanks mit ca. 500 Liter pro Bewohner gesammelt, kann bei vergleichbar geringen Aufwandskosten bis zu 50% "recyceltes" Wasser genutzt werden. Bsp.: Bei einem 3-Personen Haushalt mit 50m² Dachfläche wäre ein Regenwassertank in diesem Ausmaß nach 2 mäßigen Regengüssen (15L/m²) gefüllt. Erfolgen diese 2 Regengüsse innerhalb von 14 Tagen, würden 840 Liter verwendet und 660 Liter bevorratet werden.