Region: Austria

Mentale Fitness gehört auf den Stundenplan!

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Österreichisches Parlament, Österreichische Bundesregierung

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Petition addressed to: Österreichisches Parlament, Österreichische Bundesregierung

Ich fordere eine verpflichtende wöchentliche Unterrichtseinheit „Mentale Fitness“ an allen österreichischen Schulen. In dieser Einheit sollen Schüler*innen praxisnah lernen, wie sie mit Stress, Leistungsdruck, Emotionen, sozialen Konflikten und den Herausforderungen des digitalen Alltags gesund umgehen können.
 
Unser Ziel ist es, junge Menschen emotional zu stärken, ihr Wohlbefinden zu fördern und ihnen Werkzeuge mitzugeben, die sie ein Leben lang brauchen. Mentale Fitness soll helfen, Konzentration und Motivation zu verbessern, Konflikte besser zu lösen und ein gesundes, positives und respektvolles Lernumfeld zu schaffen.
 
Themenschwerpunkte könnten unter anderem sein:

  • Stressbewältigung und Resilienz
  • Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Umgang mit sozialen Medien und digitalem Druck
  • Emotionale Gesundheit und Selbstwert
  • Konfliktlösung und soziale Kompetenzen
  • Motivation und Lernstrategien

 
Die Umsetzung soll idealerweise durch speziell geschulte Fachkräfte wie Lebens- und Sozialberater*innen (LSB) oder entsprechend ausgebildete Trainer*innen erfolgen. Diese arbeiten direkt mit Schüler*innen, Lehrkräften und Eltern zusammen.
 
Lehrkräfte sollen dabei unterstützt und entlastet werden, damit mentale Fitness langfristig und nachhaltig im Schulalltag verankert werden kann.

Reason

Immer mehr Kinder und Jugendliche stehen im Schulalltag unter enormem Druck. Stress, Überforderung, Konzentrationsprobleme, Leistungsdruck, Ängste, emotionale Belastungen und Mobbing sind längst keine Einzelfälle mehr.
 
Viele junge Menschen fühlen sich innerlich erschöpft. Die meisten wissen nicht, wie sie mit diesen Belastungen gesund umgehen können. Kinder und Jugendliche wachsen heute in einer digitalen Welt auf, die sie permanent (über)fordert. Soziale Medien wie TikTok, Snapchat oder Instagram prägen ihren Alltag oft stärker als persönliche Beziehungen. Permanente Erreichbarkeit, ständige Vergleiche, unrealistische Schönheitsideale und eine nie endende Reizüberflutung setzen viele junge Menschen unter Druck.
 
Während sich die Welt rasant verändert, hat sich die Schule auf diese Entwicklungen bisher nur begrenzt eingestellt. Wir vermitteln Mathematik, Sprachen, Naturwissenschaften und Geschichte – alles wichtige Grundlagen für das Leben. Doch wo lernen Kinder, mit Stress umzugehen? Wo lernen sie, ihre Gefühle zu verstehen? Wo lernen sie, Konflikte friedlich zu lösen, sich selbst zu vertrauen oder nach einem Rückschlag wieder aufzustehen? Genau diese Fähigkeiten sind entscheidend für ein gesundes und erfolgreiches Leben – finden im Schulalltag jedoch kaum Platz.
 
Dabei zeigen Fachleute und internationale Studien seit Jahren, dass genau diese Fähigkeiten entscheidend für Gesundheit, Lebensqualität und Bildungserfolg sind.
 
Die österreichische Ärztin, Psychotherapeutin und Autorin Martina Leibovici-Mühlberger beschreibt in ihrem Buch Wenn Tyrannenkinder erwachsen werden, wie emotionale Unsicherheit, Leistungsdruck und fehlende Stabilität junge Menschen langfristig beeinflussen können. Dabei wird deutlich, wie wichtig emotionale Stärke, gesunde Beziehungen und mentale Widerstandskraft bereits in jungen Jahren sind.
 
Auch internationale Organisationen bestätigen die Bedeutung mentaler Gesundheitsförderung in Schulen. Die World Health Organization betont, dass die frühe Förderung der mentalen Gesundheit Stress reduzieren, Konzentration verbessern und das soziale Miteinander stärken kann.
 
Ebenso weist die Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) in ihren Studien zu Social and Emotional Learning darauf hin, dass schulische Programme zur Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen positive Auswirkungen auf Verhalten, Wohlbefinden und Bildungserfolg haben können. So wird beschrieben, dass solche Programme „prosocial behaviour“ fördern und das Risiko eines Ausbildungsabbruchs senken können. Sinngemäß heißt es in einem OECD-Bericht: „School-based programmes with a focus on social and emotional learning and support can improve prosocial behaviour and reduce dropout from learning and training.“ (Quelle: “Promoting good mental health in children and young adults (EN), S. 17, Punkt 4.2)
 
Doch die Herausforderungen von heute gehen weit über das hinaus, was frühere Generationen erlebt haben. Künstliche Intelligenz verändert unsere Welt rasant. KI-generierte Bilder, Videos und Stimmen erschweren es zunehmend, Realität und Manipulation zu unterscheiden. Unsere Kinder werden in einer Welt erwachsen, in der Wissen jederzeit verfügbar ist – Orientierung jedoch immer wertvoller wird. Sie werden lernen müssen, Informationen kritisch zu hinterfragen, Verantwortung zu übernehmen, mit Unsicherheit umzugehen und sich in einer komplexen Welt selbst treu zu bleiben.
 
Dafür braucht es mehr als Fachwissen.
Es braucht innere Stärke.
Es braucht Selbstvertrauen.
Es braucht Resilienz.
Es braucht die Fähigkeit, mit Emotionen, Konflikten, Veränderungen und Druck gesund umzugehen.
 
Ich habe selbst erlebt, wie stark Stress, Leistungsdruck und emotionale Belastung das Wohlbefinden und die Motivation beeinflussen können. Lange Zeit war mein Alltag davon geprägt, bis ich körperlich und emotional an meine Grenze kam. Erst als ich begann, mich bewusst mit mentaler Gesundheit auseinanderzusetzen, konnte ich wieder Stabilität, Motivation und Lebensfreude entwickeln. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, jungen Menschen solche Werkzeuge bereits in der Schule mitzugeben. Aus dieser persönlichen Erfahrung heraus wurde ich Teil eines engagierten Teams und bin mit ihm gemeinsam aktiv geworden.
 
Deshalb wünsche ich mir eine Schule, die junge Menschen nicht nur auf Prüfungen, sondern auf das Leben vorbereitet.
 
Mentale Gesundheit ist keine Nebensache mehr. Sie ist eine Zukunftskompetenz.
 
Wenn wir heute nicht handeln, riskieren wir eine Generation, die hervorragend digital vernetzt ist, aber den Kontakt zu sich selbst und zu anderen verloren haben.
 
Deshalb fordere ich eine verpflichtende Unterrichtseinheit „Mentale Fitness“ an Schulen.

  • Für starke Kinder.
  • Für gesunde Schulen.
  • Für eine bessere Zukunft.

 
Bitte unterstützen Sie diese Petition. Denn unsere Kinder verdienen mehr als Bildung. Sie verdienen die Chance, stark für das Leben zu werden.

Thank you so much for your support, Leonie Weißenbacher, Hallein
Question to the initiator

Petition details

Petition started: 06/04/2026
Collection ends: 12/03/2026
Region: Austria
Topic: Education

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Why people sign

Mentale Gesundheit ist ein Menschenrecht, es ist traurig das wir das wieder lernen müssen.

Weil meine Enkelin das gut gebrauchen könnte.

Weil es Kinder unterstützen und vielleicht auch Leben Retten kann

Schulpflichtiges Kind mit Schwierigkeiten

Da es allen Schülern helfen würde eine Stunde zu haben um ihrer mentalen Gesundheit zu helfen

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