Mehrere internationale Studien belegen, dass Neonicotinoide für Bienen toxisch wirken. Sie werden in der Landwirtschaft hauptsächlich als Beizmittel für Mais, Sonnenblume und Kürbis eingesetzt, oder im Ackerbau und Hausgarten direkt gespritzt. Sie wirken systemisch, d.h. das Gift zirkuliert im Saftstrom der Pflanzen. Neonicotinoide greifen das Nervensystem der Bienen an und desorientieren sie. Sie finden nicht mehr in den Bienenstock zurück und verenden im Feld. Bienen denen die Rückkehr gelingt, verfüttern den vergifteten Pollen an die Brut. Das Bienenvolk wird geschwächt, das Immunsystem bricht zusammen. Neonicotinoide verbleiben jahrelang im Boden gespeichert und blühen mit allen Nachfolgekulturen auf den Feldern wieder auf. Diese Blüten sind dann aber gerade für Bienen wieder besonders attraktiv - denn es sind oft Raps, Phazelia, Senf oder Sonnenblume. So treffen sie die Gifte ein weiteres Mal. Die Folge ist eine langfristig schleichende Verseuchung der Bienenvölker. Im Dezember 2012 hat die "Biene Österreich" in ihrem Positionspapier dazu Stellung genommen . www.biene-oesterreich.at Auch sie fordert ein Verbot der Neonicotinoide in Österreich. Unter dem link: “http://youtu.be/jv-4rv0I4dw” kann eine aktuelle Einschätzung der Bienenforschung zu Pestiziden eingesehen werden.

Reason

Am 16.1. 2013 hat die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA bestätigt, dass Neonicotinoide tödliche Auswirkungen auf Bienen haben.2008 gab es ein großes Bienensterben in Deutschland. Studien aus Italien, Frankreich und Österreich haben die Gefährlichkeit der Neonicotinoide schon 2010, 2011 und 2012 (Studien sind unter www.gesundebiene.at abrufbar) gezeigt. Nun ist der Zeitpunkt zu handeln! Schon ohne Neonicotinoide sind Bienen enormen Belastungen ausgesetzt, wie herkömmlicher Pestizideinsatz, Monokulturen, blütenarme Landschaften und Viruserkrankungen infolge von Milbenbefall. Alle Faktoren zusammen gefährden langfristig den Bestand der Art "Apis mellifera" der Honigbiene. Die Unterzeichner und Unterzeichnerinnen der Petition fordern ein entschlossenes Handeln des Landwirtschaftsministers Berlakovich. Herr Minister setzen Sie sich für ein Verbot der Neonicotinoide ein - Thiamethoxam, Fipronil, Clothianidin und Imidacloprid müssen vom Markt genommen werden! Zum Schutz unserer Bienen!

Thank you for your support, Waltraud Schmid from Stranzendorf
Question to the initiator

News

  • Liebe Unterstützende,
    der Petent oder die Petentin hat innerhalb der letzten 12 Monate nach Ende der Unterschriftensammlung keine Neuigkeiten erstellt und den Status nicht geändert. openPetition geht davon aus, dass die Petition nicht eingereicht oder übergeben wurde.

    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
    Ihr openPetition-Team weiter

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition "Neonicotinoide in Österreich verbieten!"


    Der 15.Mai rückt näher: An diesem Tag ist Abstimmung im Landwirtschaftsausschuss. Es wird darüber entschieden, ob in Österreich die Neonicotinoide nachhaltig und langfristig verboten werden. Wir haben eine konsequente Abkehr und nicht nur eine Aussetzung der Zulassung für 2 Jahre gefordert, und diese liegt jetzt zur Entscheidung vor. Am 15.Mai wird sich zeigen, ob die Ankündigungen der ÖVP halten, was sie versprechen, oder ob Minister Berlakovich einfach wieder sehr gut auf der Klaviatur der Medien gespielt und taktiert hat.

    Jetzt heißt es: genau hinschauen!

    Was wird hier verhandelt?
    Ab wann und wie dauerhaft wird ein Verbot gelten?... weiter

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition „Neonicotinoide in Österreich verbieten“ Liebe BienenfreundInnen!


    Es gibt wieder motivierende Fortschritte:

    24.4.: 11 000 Unterschriften auf der homepage des österreichischen Parlaments.

    Diese Petition könnte etwas bewegen! Je stärker nun die Resonanz aus der Bevölkerung wird, umso weniger haben die Gegner etwas entgegenzusetzen.

    Ich bitte daher alle, weiter um Unterstützung zu werben!

    www.parlament.gv.at/PERK/BET/PET/index.shtml
    Der Pfad:
    unter
    „online zustimmen“
    -Petition im NR
    -Titel anklicken (Neonicotinoide oder Maisbeize)
    -zustimmen anklicken (dort wird nach Name, Adresse und Geb.Dat. gefragt) fertig! Danach wird vom Parlament eine e-mail versandt, die... weiter

pro

Avignon/Halle. Der Studie zufolge hat der ökonomische Nutzen durch Bestäuber im Jahr 150 Mrd. € betragen.Das ist ca. 10% des Gesamtwertes der Weltnahrungsmittelproduktion. Die Wissenschaftler (INRA) und (CNRS) aus Frankreich sowie des (UFZ) schätzten die Schäden, die durch das Fehlen von bestäubenden Insekten entstehen bis 310 Mrd € pro Jahr. Die Studie über die ökonomische Verwundbarkeit der Weltagrarproduktion durch den Rückgang von Bestäubern ist im Fachblatt Ecological Economics erschienen.

contra

Diese Diskussion ist fachlich falsch von unqualifizierter Seite (z.B. Imker, Gutmenschen des Grünen Lagers,…) geführt. Das Bienensterben beruht tatsächlich auf der Varroamilbe. Nur kann man dafür keinen Schuldigen fest machen. Wieder muss die Landwirtschaft als Sündenbock den Kopf hinhalten. Schade für so viel Kurzsichtigkeit.